Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?24469

Pierce Brosnan als James Bond mit einer phallischen Geste (Bild: UA/MGM)

Der frühere 007-Darsteller kann sich einen schwulen oder schwarzen Bond zwar gut vorstellen. Aber im Augenblick gebe es dafür keine Chance.
Der irische Schauspieler Pierce Brosnan hat in einem Interview mit dem US-Lifestylemagazin "Details" erklärt, dass ein schwuler James Bond derzeit nicht möglich sei. Auf die Frage, ob er sich einen männerliebenden 007 vorstellen könnte, antwortete der 62-Jährige: "Warum nicht? Aber ich weiß nicht, ob das klappt. Ich glaube nicht, dass [Produzentin] Barbara [Broccoli] einen schwulen Bond zu ihren Lebzeiten erlauben wird. Aber es wäre sicher interessant zu sehen." Die 55-jährige Broccoli produziert die Bond-Filme seit den Achtzigerjahren.

Der derzeitige Bond-Darsteller Daniel Craig hatte 2012 im queer.de-Interview erklärt, dass der James Bond, den er darstelle, nicht schwul sei (queer.de berichtete). Dabei bezog er sich auf diverse Interpretationen einer Filmszene aus "Skyfall".

Brosnan, der sich beim Referendum zur Ehe-Öffnung in seinem Heimatland für die Gleichstellung ausgesprochen hatte, regte aber an, einen "großartigen schwarzen Schauspieler" wie Idris Elba ("The Wire", "Luther") die Rolle zu geben. Er glaube aber, dass Daniel Craig noch länger für die Queen im Einsatz sein wird.

Darf Bond anders sein?

Mit diesen Aussagen kommentierte Brosnan eine seit Monaten dauernde Debatte um die Identität des fiktiven Geheimagenten – insbesondere, ob ein schwarzer Schauspieler wie Elba als Bond geeignet sei.

So wurde Ex-Bond-Darsteller Roger Moore vor wenigen Wochen in "Paris Match" mit der Aussage zitiert, dass er sich keinen schwarzen Bond vorstellen könne: "Auch wenn James von einem Schotten, einem Waliser und einem Iren dargestellt wurde, glaube ich, er sollte ein 'englischer Engländer' sein. [Ein schwarzer Bond] ist zwar eine interessante Idee, aber unrealistisch." Nach einem Shitstorm in den sozialen Netzwerken erklärte Moore, seine Aussage sei nicht gegen den in London geborenen Elba gerichtet und aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Auch US-Schauspieler Yaphet Kotto, der 1973 in "Leben und sterben lassen" den ersten schwarzen Bond-Bösewicht spielte, sprach sich gegen einen dunkelhäutigen Agenten aus: "James Bond kann nicht schwarz sein. Zum Teufel mit der politischen Korrektheit, wir müssen bei dem bleiben, was buchstäblich korrekt ist." (dk)



#1 Shinkaishi
  • 26.08.2015, 14:37h

  • Warum nicht einfach ein neues IP schaffen mit einem homosexuellen Action Helden?
    Manchmal finde ich die Fixierung auf altelhergebracht Charakteren in manchen US Medien doch etwas albern.
    Ein anderer James Bond wird viele Fans am Ende nur verärgern, warum einem Schauspieler / einer schwulen oder schwarzen Rolle diese Resentiments wünschen?

    Das Problem wird allerdings auch sein, einen homosexuellen Protagonisten so zu verpacken, dass er bei einem breiten Publikum gut ankommt, viele amerikanische Serien und ähnliche machen da schon gute Ansätze vor, aber ich denke ein Actionheld Hauptcharakter kann eine Herausforderung werden...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Sukram71Profil
  • 27.08.2015, 00:22h Bonn

  • James Bond ist als Frauenheld bekannt. Warum soll man den plötzlich schwul darstellen?

    Das würde die historische Figur doch völlig ändern. Dagegen kann man sein, ohne gleich homophob zu sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 HonestAbeProfil
  • 27.08.2015, 11:30hBonn
  • Antwort auf #2 von Sukram71
  • "historische Figur"

    James Bond ist eine fiktive Figur, keine historische und mit fiktiven Figuren kann man bekanntlich anstellen, was auch immer man will.

    Die folgerichtige Darstellung der Zukunft wäre spätestens nach Skyfall natürlich ein bisexueller Bond, ich denke ca. bei 2 auf der Kinsey-Skala.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 KommentatorAnonym
  • 29.08.2015, 09:37h
  • Antwort auf #2 von Sukram71

  • Sehe ich auch so. Ich glaube nicht, dass das ernst wirkt, wenn ein schwuler Filmheld ausgerechnet auf ein/zwei schwulen weitere Schauspieler trifft. Ist ja auch noch keiner auf die Idee gekommen, einen weiblichen James Bond zu nutzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 JarJarAnonym
  • 29.08.2015, 20:08h
  • James Bond ist nicht schwul, das ist eine literarische Figur die nicht schwul angelegt wurde. Ich finde man sollte hier sich an die Vorlage halten, ich mag auch nie wenn man die Hautfarbe ändert, es gibt einfach Sachen die sind wie sie sind und Bond gehört dazu.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Patroklos
  • 31.08.2015, 12:04h
  • Vielleicht sollte man mal das Broccoliröschen sanft anfragen, ob sie sich das vorstellen könnte!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Patroklos
  • 04.09.2015, 09:30h
  • Gerade in der heutigen Zeit wäre ein James Bond in Sachen LGBTIPA-Rechte durchaus angebracht! In diesem Fall könnte die Besetzung folgendermaßen aussehen:

    James Bond: Barack Obama
    M: Francois Hollande
    Q: David Cameron
    Moneypenny: Angela Merkel
    Bondgirl: Volker Beck

    In der Rolle der Superschurken, welche die Rechte von LGBTIPA mit Füßen treten: Wladimir Putin, Xi Jinping und Victor Orban!
  • Antworten » | Direktlink »