Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 26.08.2015, 13:09h           7      Teilen:   |

Streit um 007

Pierce Brosnan: Produzentin akzeptiert keinen schwulen James Bond

Artikelbild
Pierce Brosnan als James Bond mit einer phallischen Geste (Bild: UA/MGM)

Der frühere 007-Darsteller kann sich einen schwulen oder schwarzen Bond zwar gut vorstellen. Aber im Augenblick gebe es dafür keine Chance.

Der irische Schauspieler Pierce Brosnan hat in einem Interview mit dem US-Lifestylemagazin "Details" erklärt, dass ein schwuler James Bond derzeit nicht möglich sei. Auf die Frage, ob er sich einen männerliebenden 007 vorstellen könnte, antwortete der 62-Jährige: "Warum nicht? Aber ich weiß nicht, ob das klappt. Ich glaube nicht, dass [Produzentin] Barbara [Broccoli] einen schwulen Bond zu ihren Lebzeiten erlauben wird. Aber es wäre sicher interessant zu sehen." Die 55-jährige Broccoli produziert die Bond-Filme seit den Achtzigerjahren.

Der derzeitige Bond-Darsteller Daniel Craig hatte 2012 im queer.de-Interview erklärt, dass der James Bond, den er darstelle, nicht schwul sei (queer.de berichtete). Dabei bezog er sich auf diverse Interpretationen einer Filmszene aus "Skyfall".

Brosnan, der sich beim Referendum zur Ehe-Öffnung in seinem Heimatland für die Gleichstellung ausgesprochen hatte, regte aber an, einen "großartigen schwarzen Schauspieler" wie Idris Elba ("The Wire", "Luther") die Rolle zu geben. Er glaube aber, dass Daniel Craig noch länger für die Queen im Einsatz sein wird.

Fortsetzung nach Anzeige


Darf Bond anders sein?

Mit diesen Aussagen kommentierte Brosnan eine seit Monaten dauernde Debatte um die Identität des fiktiven Geheimagenten – insbesondere, ob ein schwarzer Schauspieler wie Elba als Bond geeignet sei.

So wurde Ex-Bond-Darsteller Roger Moore vor wenigen Wochen in "Paris Match" mit der Aussage zitiert, dass er sich keinen schwarzen Bond vorstellen könne: "Auch wenn James von einem Schotten, einem Waliser und einem Iren dargestellt wurde, glaube ich, er sollte ein 'englischer Engländer' sein. [Ein schwarzer Bond] ist zwar eine interessante Idee, aber unrealistisch." Nach einem Shitstorm in den sozialen Netzwerken erklärte Moore, seine Aussage sei nicht gegen den in London geborenen Elba gerichtet und aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Auch US-Schauspieler Yaphet Kotto, der 1973 in "Leben und sterben lassen" den ersten schwarzen Bond-Bösewicht spielte, sprach sich gegen einen dunkelhäutigen Agenten aus: "James Bond kann nicht schwarz sein. Zum Teufel mit der politischen Korrektheit, wir müssen bei dem bleiben, was buchstäblich korrekt ist." (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 7 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 32             6     
Service: | pdf | mailen
Tags: james bond, pierce brosnan
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Pierce Brosnan: Produzentin akzeptiert keinen schwulen James Bond"


 7 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
26.08.2015
14:37:05
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von Shinkaishi
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Warum nicht einfach ein neues IP schaffen mit einem homosexuellen Action Helden?
Manchmal finde ich die Fixierung auf altelhergebracht Charakteren in manchen US Medien doch etwas albern.
Ein anderer James Bond wird viele Fans am Ende nur verärgern, warum einem Schauspieler / einer schwulen oder schwarzen Rolle diese Resentiments wünschen?

Das Problem wird allerdings auch sein, einen homosexuellen Protagonisten so zu verpacken, dass er bei einem breiten Publikum gut ankommt, viele amerikanische Serien und ähnliche machen da schon gute Ansätze vor, aber ich denke ein Actionheld Hauptcharakter kann eine Herausforderung werden...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
27.08.2015
00:22:52
Via Handy


(-2, 4 Votes)

Von Sukram71
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.12.2010


James Bond ist als Frauenheld bekannt. Warum soll man den plötzlich schwul darstellen?

Das würde die historische Figur doch völlig ändern. Dagegen kann man sein, ohne gleich homophob zu sein.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
27.08.2015
11:30:06


(+4, 4 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012
Antwort zu Kommentar #2 von Sukram71


"historische Figur"

James Bond ist eine fiktive Figur, keine historische und mit fiktiven Figuren kann man bekanntlich anstellen, was auch immer man will.

Die folgerichtige Darstellung der Zukunft wäre spätestens nach Skyfall natürlich ein bisexueller Bond, ich denke ca. bei 2 auf der Kinsey-Skala.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
29.08.2015
09:37:48
Via Handy


(-1, 3 Votes)

Von Kommentator
Antwort zu Kommentar #2 von Sukram71


Sehe ich auch so. Ich glaube nicht, dass das ernst wirkt, wenn ein schwuler Filmheld ausgerechnet auf ein/zwei schwulen weitere Schauspieler trifft. Ist ja auch noch keiner auf die Idee gekommen, einen weiblichen James Bond zu nutzen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
29.08.2015
20:08:16


(+1, 3 Votes)

Von JarJar


James Bond ist nicht schwul, das ist eine literarische Figur die nicht schwul angelegt wurde. Ich finde man sollte hier sich an die Vorlage halten, ich mag auch nie wenn man die Hautfarbe ändert, es gibt einfach Sachen die sind wie sie sind und Bond gehört dazu.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
31.08.2015
12:04:23


(-2, 2 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Vielleicht sollte man mal das Broccoliröschen sanft anfragen, ob sie sich das vorstellen könnte!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
04.09.2015
09:30:56


(-1, 1 Vote)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Gerade in der heutigen Zeit wäre ein James Bond in Sachen LGBTIPA-Rechte durchaus angebracht! In diesem Fall könnte die Besetzung folgendermaßen aussehen:

James Bond: Barack Obama
M: Francois Hollande
Q: David Cameron
Moneypenny: Angela Merkel
Bondgirl: Volker Beck

In der Rolle der Superschurken, welche die Rechte von LGBTIPA mit Füßen treten: Wladimir Putin, Xi Jinping und Victor Orban!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 BOULEVARD - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Kein Termin für LGBTI-Aktivisten: Kultusminister redet lieber mit Homo-Hassern Berlin: Straße wird nach Homo-Aktivist benannt Was verbindet "Refugees and Queers"? Präsidentenwahl: Steuert Österreich nach Rechtsaußen?
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt