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Peter Kern 2013 im Festsaal des Wiener Rathauses (Bild: Manfred Werner / wiki commons / by sa 3.0)

Der schwule Regisseur und Schauspieler aus Wien wurde 66 Jahre alt.

Der österreichische Regisseur und Schauspieler Peter Kern ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das meldete die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwochabend unter Berufung auf Freunde Kerns.

Der frühere Wiener Sängerknabe begann seine Schauspielkarriere am Theater und ging 1968 mit dem Musical "Hair" auf Tournee. Peter Lilienthal holte ihn 1971 für das Fernsehspiel "Jakob von Gunten" erstmals vor die Kamera.

Im Laufe der folgenden Karriere hatte Kern unter anderem für Rainer Werner Fassbinder gespielt ("Faustrecht der Freiheit"), für Hans W. Geißendörfer ("Sternsteinhof") und für Helmut Dietl ("Kir Royal"). Für Walter Bockmayers "Flammende Herzen" und Wim Wenders' "Falsche" Bewegung" erhielt er jeweils den Deutschen Filmpreis für die beste Hauptrolle. Seine Theaterkarriere führte ihn unter anderem zu der Volksbühne Berlin, ans Burgtheater Wien und an die Schauspielhäuser von Hamburg und Köln.

Als Regisseur setzte Kern rund 25 Kinoprojekte um, darunter "Blutsfreundschaft" mit Helmut Berger oder "Gossenkind" und "Knutschen, Kuscheln, Jubilieren". Über die in den Filmen dargestellte Stricherszene sprach er auch als Freier in dem Film "Die Jungs vom Bahnhof Zoo" mit Rosa von Praunheim. Zuletzt stellte er im Februar auf der Berlinale "Der letzte Sommer der Reichen" vor, seinen nun letzten Film.

In Interviews gab sich Kern oft unangepasst und provokant, zugleich auch ehrlich und offen; zu seiner Homosexualität stand er ebenso kämpferisch wie zu seinem Gewicht. "Die Wut ist meine Unterhaltung, mein Spaß!", sagte er kürzlich in einem Interview.



#1 PelayoProfil
  • 27.08.2015, 09:22hBerlin
  • Eine bemerkenswerte Persönlichkeit! Ein schwuler Mann, der anders lebte als die meisten Schwulen. Bemerkenswert seine Ansichten in dem Interview, das er Rosa von Praunheim gab.
    Sein Tod ist ein großer Verlust.
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#2 jochenProfil
  • 27.08.2015, 11:08hmünchen
  • Ein Mensch und Schauspieler bei dem es sich immer lohnte genauer zuzuhören und hinzusehen
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#3 IrgendwerAnonym
  • 28.08.2015, 01:12h
  • Ich bin in meinem Leben nur selten jemandem begegnet, der so eklatante Defizite im zwischenmenschlichen Umgang an den Tag legte, dabei allerdings - das muss man ihm zugute halten - ganz offen, ehrlich und gradlinig war und seinen Launen völlig ungehemmt freien Lauf ließ.

    Aber ich war natürlich auch kein schnuckliger athletischer Zwanzigjähriger oder jemand in einflussreicher Position, der Herrn Kern etwas hätte nutzen können. Gegenüber letzteren konnte er nämlich wirklich sehr charmant sein. Und sein Beispiel wird mich immer daran erinnern: Was ein Mensch taugt, zeigt sich nicht zuletzt an seinem Umgang mit eigenen wie fremden Untergeordneten, mit Wildfremden und mit fürs eigene Fortkommen oder den persönlichen Vorteil "Nutzlosen".
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#4 jochenProfil
  • 28.08.2015, 12:35hmünchen
  • Ich kannte ihn nicht persönlich, nur seine Arbeit u. die schätzte ich meist.
    Mag sein, dass er Defizite hatte. Das wäre nix besonderes. Das haben wir alle, mal mehr , mal weniger.

    Ich hoffe du hast es ihm bei Lebzeiten noch gesagt, denn hier und jetzt bringt es nichts mehr.

    Es wirkt auf Außenstehende nur wie Nachtreten.
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#5 WunderlichAnonym
#6 PelayoProfil
#7 WunderlichAnonym
  • 31.08.2015, 11:43h
  • Antwort auf #6 von Pelayo
  • Kann, aber wenn man schon einen Bericht schreibt über das Ableben einer Person die in der Öffentlichkeit steht, sollte man halt einfach auch die Todesursache mit in den Bericht bringen.
    Ich will gar nicht genau wissen was es war, halt: Erlag seiner Krankheit, setzte selbstbestimmt seinem Leben ein Ende oder ähnliches. Antworten » | Direktlink »
#8 Patroklos