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  • 30.08.2015, 10:58h           29      Teilen:   |

Homophobie-Vorwürfe

Linksjugend Bremen fordert Absage von Xavier-Naidoo-Konzert

Artikelbild
Xavier Naidoo steht seit Jahren wegen homophober, christlich-fundamentalistischer und verschwörungstheoretischer Inhalte in der Kritik (Bild: Thommy Mardo)

Der Auftritt am 5. September in der Bürgerweide sei mit dem vom rot-grünen Senat angekündigten Einsatz für LGBT unvereinbar.

Die Linksjugend Bremen hat den rot-grünen Senat der Hansestadt aufgefordert, das für den 5. September angekündigte Festival mit dem Soul-Sänger Xavier Naidoo auf der Bürgerweide abzusagen.

"Wie kaum ein anderer bekannter Popmusiker propagiert Naidoo Thesen, die sonst nur im neonazistischen Spektrum zu finden sind", erklärte Tim Ruland aus dem Rat der Linksjugend Bremen. In der Tat bewegt sich der Sänger seit Jahren in einem dubiosen Umfeld von Verschwörungstheoretikern und so genannten Reichsbürgern, die Deutschland für ein besetztes Land halten. In Naidoos Texten fänden sich "offene Gewaltphantasien gegen Homosexuelle", kritisierte Ruland. Darüber hinaus sei der Musiker im vergangenen Jahr als Redner auf rechtsradikalen Kundgebungen aufgetreten.

Fortsetzung nach Anzeige


"Mit dem Selbstverständnis Bremens als weltoffene Stadt nicht vereinbar"

Betreiber der Fläche, auf der das Naidoo-Festival stattfindet, ist die stadteigene Brepark GmbH. Ruland kritisierte deshalb auch den rot-grünen Senat: "Der Auftritt dieses Sängers ist mit dem von Bürgermeister Sieling angekündigten Einsatz für homosexuelle und queere Identitäten und dem Selbstverständnis Bremens als weltoffene Stadt nicht vereinbar. Wir erwarten, dass die städtische Brepark den Nutzungsvertrag für das Naidoo-Konzert kündigt und zukünftig keine öffentlichen Flächen mehr für menschenfeindliche Inhalte zur Verfügung stellt."

Als homophober Gewaltaufruf gilt vor allem ein Song aus dem im Jahr 2012 gemeinsam von Xavier Naidoo und Kool Savas veröffentlichten Album "Gespaltene Persönlichkeit". Darin heißt es: "Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. […]. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist? Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?"

Die Linksjugend Solid in NRW und der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hatten wegen des Lieds Strafanzeige gegen Naidoo erstattet – jedoch ohne Erfolg. Die Staatsanwaltschaft Mannheim sah von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ab, da weder eine Volksverhetzung noch ein Aufruf zur Gewalt erkennbar sei.

Xavier Naidoo selbst erklärte, in dem Lied gehe es nicht um eine Verknüpfung von Homosexualität und Pädophilie, sondern er wolle auf "furchtbare Ritualmorde an Kindern, die tatsächlich ganz viel in Europa passieren" aufmerksam machen. Persönlich setze er sich für Homosexuellenrechte ein.

In diesem Jahr unterschrieb der Sänger tatsächlich den Offenen Brief "Es ist Zeit" an Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gefordert wurde. (cw)

Mehr zum Thema:
» Bremen engagiert sich für LGBT-Rechte (23.07.2015)
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Tags: xavier naidoo, bremen, bürgerweile, linksjugend, tim ruland
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Reaktionen zu "Linksjugend Bremen fordert Absage von Xavier-Naidoo-Konzert"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
30.08.2015
12:11:35


(+12, 18 Votes)

Von Heiner


Da haben die vollkommen recht:
der fundamental-christliche Xavier Naidoo hat schon mehrfach gegen Schwule gehetzt.

Irgendwie hat der es geschafft, sich ein ach so tolles Image zu geben, was jedoch mit der Realität rein gar nichts zu tun hat.


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#2
30.08.2015
13:00:35


(+11, 15 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"sondern er wolle auf "furchtbare Ritualmorde an Kindern, die tatsächlich ganz viel in Europa passieren" aufmerksam machen."

Wenn das nicht homophob ist, dann gibt es den Weihnachsmann und den Kinderbringer Storch:

""Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. []. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist?"

Und wenn das nicht rechsradikal ist, dann gab es keinen deutschen faschismus:

"Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?"

"Persönlich setze er sich für Homosexuellenrechte ein."

Eine dreiste Lüge

"In diesem Jahr unterschrieb der Sänger tatsächlich den Offenen Brief"

Wie sagen die Indianer in den Karl May Romanen?: "der spricht mit gespaltener Zunge"


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#3
30.08.2015
13:11:56


(-13, 25 Votes)

Von Tofujugend


Totaler Schwachsinn und mit einem Panzer über einen medialen Pudel gerollt. Der Hausfrauenstar und Muttilieblinh Xavier Naidoo als gefühlte Bedrohung von rechts, meine Güte, was machen diese Leute eigentlich, wenn sie mal mit echten Nazis konfrontiert werden, anstatt mit solchen dramatisch überzeichneten Tontauben...
Diese heranwachsenden Wächterräte der Doofen sind schon ganz schön peinlich in ihrer Merkbefreitheit und ihrem vermeintlichen Eifer.

"Wie kaum ein anderer bekannter Popmusiker propagiert Naidoo Thesen, die sonst nur im neonazistischen Spektrum zu finden sind"

Aha. Die Herrschaften sprechen anscheinend auch gar kein Englisch oder irgendwas anderes als Deutsch, sonst würden ihnen da vielleicht doch ein paar mehr Beispiele auffallen. Und Kool Savas kommt gleich mit in den veganen Hipstergut-Eintopf, ja? Alles klar.


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#4
30.08.2015
13:20:35


(+11, 17 Votes)

Von rubicon777
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Der Text dieses Hassliedes lässt doch keinen Zweifel: "...dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht..." Was genau ist daran nicht homophob? Was genau ist hier kein Aufruf zur Gewalt? Was genau ist hier keine Volksverhetzung?

Problem ist, dass die deutsche Justiz, wenn es um homophobe (oder auch rechtsradikale) Aussagen geht, die Meinungsfreiheit sehr weit auslegt.

Dass Naidoo den Text im Nachhinein umzuinterpretieren versucht, ist wohl nur der Angst geschuldet, doch irgendwann wegen Volksverhetzung und Hassreden (bzw. Hasssingen) angeklagt zu werden.

Leute, traut euch, und zeigt solche Idioten an. Immer wieder!


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#5
30.08.2015
13:22:50


(-17, 23 Votes)

Von Kralle
Aus Gegenüber der verblödeten Masse. ^_^ (Niedersachsen)
Mitglied seit 15.04.2014
Antwort zu Kommentar #3 von Tofujugend


Linksverdrehte Vollpfosten halt. Die leben genauso in ihrer eigenen extremen Realität. Sind auch nicht Diskussions- oder Kritikfähig.


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#6
30.08.2015
15:05:14


(-16, 24 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Hier sind wieder die Hilfsbüttel der Gesinnungspolizei unterwegs. Brett vorm Kopf, sonst nichts, kennen wir ja zur genüge.

Xavier Naidoo wurde ja als Kind mißbraucht (wie er mal in einer Talkshow erzählte). Da hat er ja wohl das Recht, das in seinen Songs zu verarbeiten ohne dass die Hilfspolizei ihm da jedes Wort im Mund rumdreht


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#7
30.08.2015
15:48:21


(+10, 14 Votes)

Von ursus


>"Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist?"

sollten psychisch gesunde frauen also alle lesbisch sein? oder werden frauen in gewächshäusern angebaut? ich bin verwirrt. aber vielleicht liegt's nicht an mir, sondern daran, dass naidoo nicht nur mit der deutschen sprache verzweifelt ringt und regelmäßig verliert, sondern mit der realität als solcher?


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#8
30.08.2015
16:06:16
Via Handy


(+8, 14 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich möchte niemandem Unrecht tun. Eines seiner Alben heisst "Gespaltene Persönlichkeit"

Wer sexuell missbraucht wird muss oft abspalten damit seine Psyche überleben kann. Ansonsten sind die erlebten Traumata und der Schmerz nicht auszuhalten. Ich glaube ihm dass er in diesem Album etwas verarbeitete.

Doch dieser Text hier: "Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. []. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist? "

heisst doch, dass er zwischen Pädosexuellen und Schwulen (noch?) nicht unterscheiden kann oder vielleicht auch nicht will?

Seine völlig berechtigte und gesunde Wut und auch sein Hass richtet sich leider nicht nur auf Pädokriminelle sondern auch gegen Schwule. Und genau da tut er uns grosses Unrecht an.

Ginge es um gesundes verarbeiten dürfte er nicht von Mösen singen die Mann ficken MUSS nur weil man aus einer kommt. Der Text müsste eigentlich auch Frauen auf die Palmen bringen.

Mir waren diese Texte bisher nicht bekannt noch seine Missbrauchserfahrungen.

Meine Solidarität mit anderen Missbrauchsopfern wird da arg strapaziert. Diese Texte sind zuviel für mich. Ich fand da noch was in unseren CD-Regalen was vorhin in die Mülltonne wanderte.

Sorry Xavier, arbeite das nochmals auf und distanziere dich von diesen Texten öffentlich. Dann bin ich gerne bereit das zu verzeihen.


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#9
30.08.2015
16:06:17


(+9, 17 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Ich finde es gut, daß sich die Linksjugend in Bremen zu Wort meldet und fordert, das Festival auf der Bürgerweide abzusagen.

Die Politik lässt uns seit Jahren im Stich. Zeit, selbst aktiv zu werden, bis die Politiker aufwachen und ihre Arbeit tun.


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#10
30.08.2015
16:11:57


(-15, 23 Votes)

Von Markus44


"Xavier Naidoo selbst erklärte, in dem Lied gehe es nicht um eine Verknüpfung von Homosexualität und Pädophilie, sondern er wolle auf "furchtbare Ritualmorde an Kindern, die tatsächlich ganz viel in Europa passieren" aufmerksam machen. Persönlich setze er sich für Homosexuellenrechte ein.

In diesem Jahr unterschrieb der Sänger tatsächlich den Offenen Brief "Es ist Zeit" an Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gefordert wurde. "

--> Ganz am Ende des Textes kommt dann doch die Wahrheit über Xavier Naidoo.

Er befürwortet die Eheöffnung und setzt sich für die Rechte homosexueller Paare ein.

In seinem Lied geht es um Pädophilie und nicht um Homosexualität und soweit er sich gegen den Missbrauch von Kindern wendet, hat er meine volle Unterstützung und Sympathien.

Die Linksjugend Bremen sollte sich besser erstmal mit Xavier Naidoo unterhalten, bevor Sie derart sich positioniert.

Aber so sind die Linken: oftmals schlecht informiert und gern beim Thema "Christentum" mit falschen Unterstellungen unterwegs.


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