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Die ehemalige Reichsbahnausbesserungswerkstatt (RAW) Franz Stenzer ist heute ein bei Touristen wie Einheimischen beliebtes Partygelände in Berlin-Friedrichshain (Bild: Wiki Commons / Mikado59 / CC-BY-SA-3.0)

Am Sonntagmorgen kam es am RAW-Gelände zu einem mutmaßlich homophoben Übergriff.

Der Berliner Polizeibericht vermeldet schon wieder einen "mutmaßlich homophoben Übergriff": Am Sonntagmorgen saß ein 26 und 27 Jahre altes schwules Paar gegen 6.45 Uhr auf einer Parkbank in der Revaler Straße, als ein 18-Jähriger, der sich augenscheinlich durch die beiden gestört fühlte, unvermittelt mit einer Flasche auf den Älteren einschlug.

Das Opfer erlitt hierbei leichte Verletzungen im Gesicht und im Brustbereich. Anschließend floh der Angreifer auf das angrenzende RAW-Gelände.

Polizeibeamte suchten daraufhin das Gelände ab und nahmen den mutmaßlichen Schläger in der Nähe vorläufig fest. Sie brachten ihn zur Blutentnahme, nach Ende der polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Nina Queer warnte vor Besuch des RAW-Geländes

Die Gegend im Berliner Stadtteil Friedrichshain ist als Partyviertel berühmt. Gerade in warmen Sommernächten sind dort insbesondere am Wochenende Zehntausende Menschen unterwegs. In letzter Zeit häufen sich jedoch Meldungen von Gewalttaten. Erst Mitte August kam das RAW-Gelände in die Schlagzeilen, als dort ein Bekannter der Sängerin Jennifer Weist ("Jennifer Rostock") Opfer eines brutalen Angriffs wurde.

Die Berliner Dragqueen Nina Queer warnte daraufhin in einem "B.Z."-Interview sogar davor, das RAW-Gelände zu betreten. Sie selbst habe Angst, auf offener Straße erstochen zu werden. Der Geschäftsführer der dort ansässigen einzigen Szenebar "Zum schmutzigen Hobby", in der Nina Queer bis Mai 2014 tätig war, wies dies erst am Samstag in einem Interview mit Siegessäule.de als "reine Panikmache" zurück.

Die Berliner Polizei vermeldet in ihren Berichten, wenn eine Tat homo- oder transphob motiviert sein könnte – anders als bislang die meisten Polizeien. Zusammen mit dem Fakt, dass in Berlin erheblich mehr LGBT leben, entsteht so auch der Eindruck, hier sei die Kriminalität am größten. (cw/pm)



#1 hugo1970Profil
  • 30.08.2015, 17:50hPyrbaum
  • Liebe queer.de redaktion bleibt dran, es würde mich brennend interessieren der weitere Ermittlungsverlauf.
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#2 Harry1972Profil
  • 30.08.2015, 18:05hBad Oeynhausen
  • Nina Queer zofft sich seit längerer Zeit mit den Betreibern des Lokals "Zum schmutzigen Hobby".
    Da hat ihre Warnung vor dem RAW-Gelände einen mehr als üblen Beigeschmack.
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#4 burgerbergProfil
  • 30.08.2015, 18:23hberlin
  • Am Telefon bestätigt ein Beamter vorsichtig die Dealer-Hackordnung. Man gehe außerdem davon aus, dass diejenigen, die rauben, prügeln und zustechen, eher Männer aus arabischen Familien seien, die aber in Berlin aufgewachsen, also anders als die schwarzen Kleindealer keine Flüchtlinge seien. Rund um das Gelände, sagt Polizeisprecher Thomas Neuendorf, habe man bekannte Intensivtäter aufgegriffen.

    Die Polizei spricht von einer Amüsiermeile mit überregionaler Bedeutung, von offensivem Drogenhandel und gehäuften Rohheitsdelikten, also Gewalttaten aller Art. Und zwar tatsächlich nicht erst seit Wochen: In diesem Juli wurden sechs Raubüberfälle angezeigt. Im Juli 2014 waren es neun. Im Oktober 2014 gab es sogar 21 Überfälle. Man tue viel, sagt Polizeisprecher Neuendorf: 286 Einsätze habe es 2015 gegeben.

    www.tagesspiegel.de/themen/reportage/eine-nacht-auf-dem-raw-
    gelaende-eine-machete-das-ist-den-halbstarken-dann-doch-zu-v
    iel/12220294-2.html


    Jetzt der homophobe Übergriff - da fragt man sich unweigerlich, ob dieser Artikel in der Siegessäule mit der Überschrift "Reine Panikmache" dazu dienen sollte, dass die Gäste trotzdem kommen und dem Wirt die Kasse füllen. Dazu dann auch noch die Presse beschimpfen - ist frech!
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#5 Harry1972Profil
  • 30.08.2015, 19:07hBad Oeynhausen
  • Es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß die Kriminalstatistik für Berlin ganz klar zeigt, daß Gewaltdelikte seit Jahren weniger werden.
    Kann jeder ruckzuck selbst googeln.
    Panikmache? Eher ein fehlendes Sicherheitskonzept.
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#6 Daniel FlaccusAnonym
  • 30.08.2015, 20:05h
  • Deswegen fordere ich DAS RECHT auf Schusswaffen für LGBT's.

    Selbst wenn es nur Flaschen waren.
    Es sind und können immerhin ernste Verletzungen entstehen !

    Heteros die LGBT's so angreifen , müssen dann halt vorsichtig sein. Sie wurden immerhin gewarnt ,dass LGBT's Waffen tragen dürfen.

    Wie viele schwule Paare ,müssen denn erst noch so verschlagen werden, dass Sie Ihr Leben lang leiden müsssen oder gar behindert werden.
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#7 GeorgGAnonym
  • 30.08.2015, 20:43h
  • Da kommen schwule Männer zu Tausenden aus der ganzen Welt nach Berlin auf der Suche nach Freiheit. Ebenso ziehen Tausende aus der Provinz nach Berlin, weil sie gehört haben, dass es die liberalste Stadt für Schwule sein soll.
    Aber Berlin wird für schwule Männer immer gefährlicher. Es sind homophobe Männer und Jugendbanden, die die Schwulen in dunklen Ecken wie dem RAW-Gelände auflauern, sie ausrauben, sie schlagen und in Einzelfällen sie töten.
    Heute lebt man als schwuler Mann in der west- und ostdeutschen Provinz wesentlich sicherer und angenehmer als in Berlin.
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#8 AdamAnonym
  • 31.08.2015, 09:43h
  • Antwort auf #6 von Daniel Flaccus
  • Entschuldige aber bei Dir scheint nicht mehr alles richtig zu sitzen.
    Waffen haben noch nie ein Problem gelöst, was eine kleingeistiges Argument.

    Es müssen endlich richtige Strafen her für Hass Verbrechen, und diese Täter nicht nach Personalien aufnehmen laufen lassen.
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#9 Patroklos
#10 Marco6Profil
  • 31.08.2015, 11:16hMAnnheim
  • Antwort auf #5 von Harry1972
  • Bei maneo.de ist nachzulesen, dass über 80% der schwulen Opfer von Gewalttaten diese nicht mehr zur Anzeige bringen, wohl auch aus Resignation, weil es meistens überhaupt nichts bringt. Einer meiner Freunde ist im schwulen Kiez von Schöneberg schon dreimal nachts ausgeraubt worden. Das erste Mal hat er noch eine Anzeige bei der Polizei gemacht, die beiden anderen Male aber darauf verzichtet, aufgrund der negativen Erfahrung mit Polizei und Staatsanwaltschaft, die haben zwar formal ermittelt, aber rausgekommen ist dabei überhaupt nichts, außer dass er stundenlang auf Polizeiwachen verbringen musste.
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