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  • 01.09.2015, 06:30h           27      Teilen:   |

Aufruf

Größte Umfrage zum Thema "Diskriminierung in Deutschland"

Artikelbild
Das grafische Design der Umfrage zeigt Symbole zahlreicher Bevölkerungsgruppen, die mit Diskriminierungen zu kämpfen haben

Die Antidiskriminierungsstelle bittet um Teilnahme an einer Onlinestudie zu selbst erlebten oder beobachteten Diskriminierungserfahrungen.

Am 1. September hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) die bislang größte Umfrage zum Thema "Diskriminierung in Deutschland" gestartet. Bis zum 30. November können sich alle in der Bundesrepublik lebenden Menschen ab 14 Jahren zu selbst erlebten oder beobachteten Diskriminierungserfahrungen äußern. Teilnehmende können den Fragebogen unter umfrage-diskriminierung.de online ausfüllen oder im Papierformat abrufen.

"Bisher fehlt es in Deutschland an detaillierten Daten zu Diskriminierungserfahrungen. Wir brauchen mehr Informationen, um Betroffenen besser helfen zu können"", erklärte ADS-Leiterin Christine Lüders zum Auftakt der Umfrage. Abgefragt wird auch, welche Auswirkungen Diskriminierungen auf Menschen haben und wie sie damit umgehen. Parallel zur so genannten Betroffenenstudie findet eine repräsentative Telefonbefragung statt.

Erste Ergebnisse werden 2016 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Detaillierte Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sollen 2017 dem Deutschen Bundestag vorgelegt werden.

Für die Online-Befragung, die in Zusammenarbeit mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) konzipiert wurde, muss man sich etwa 20 bis 30 Minuten Zeit nehmen. Die Teilnahme ist freiwillig. Für die Auswertung wäre es laut ADS jedoch wichtig, dass man möglichst auf jede Frage antwortet. Außerdem sei die Umfrage vollständig anonym: "Alle Daten werden streng vertraulich behandelt."

Fortsetzung nach Anzeige


Die ADS nimmt LGBT-Rechte ernst

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist im August 2006 mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) gegründet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Die ADS, die verwaltungsorganisatorisch dem Familienministerium angegliedert ist, hat etwa 20 Mitarbeiter.

Leiterin der Antidiskriminierungsstelle ist seit 2010 Christine Lüders. Anders als ihre Vorgängerin Martina Köppen setzt sie sich konsequent für LGBT-Rechte ein. Im vergangenen Jahr warnte sie etwa anlässlich der Demonstrationen von Bildungsplan-Gegnern vor einer "neuen Homophobie" in Deutschland (queer.de berichtete).

Immer wieder kritisierte Lüders auch die Bundesregierung. So warf sie ihr zum diesjährigen Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie vor, seit Jahren eine EU-weite Antidiskriminierungsrichtlinie zu blockieren (queer.de berichtete). Zuletzt warb sie dafür, im Bundestag ohne Fraktionszwang über die Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare abzustimmen (queer.de berichtete). (cw)

Links zum Thema:
» Jetzt an der Online-Umfrage teilnehmen
» Flyer zur Umfrage als PDF
» Homepage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes
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Tags: diskriminierung, umfrage, ads
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Reaktionen zu "Größte Umfrage zum Thema "Diskriminierung in Deutschland""


 27 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
01.09.2015
07:19:48
Via Handy


(+6, 12 Votes)

Von thysonrex
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.07.2015


Ich bin gespannt was passiert, wenn die Dame feststellt, dass sich einige Minderheiten genau deshalb diskriminiert fühlen, weil sie Homosexuelle nicht diskriminierend dürfen.


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#2
01.09.2015
09:04:24


(+7, 7 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von thysonrex


das erstauen wird nicht nur bei der ADS groß sein.. wir selbst werden uns wundern wer alles sich diskriminiert fühlt , nur weil er uns nicht mehr diskriminieren dürfen soll..

Die dünne schicht der toleranz beginnt zu bröckeln.


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#3
01.09.2015
09:24:46


(-6, 10 Votes)

Von jhgk


Solche Studien zur Teilnahme jedermann schaden eher!

Denkt doch ein nicht so gebildeter , dass so jede Studie zu Kinderwohl bei gleichgeschl.Paaren mit Kindern ,Umfragen/Studien zur Häufigkeit von Kondomanwendung usw. genau so per Studie/Umfrage erfasst wird.

Bei seriösen und wichtigen Studien , kann nicht jeder teilnehmen. Auch muss man oft nachweisen , dass man vollständig gesund ist, Psychologen sind dabei usw.


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#4
01.09.2015
09:31:24


(+8, 10 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von stromboli


Die größten Diskriminierer leben ja von unseren Steuergeldern.

Als CDU-Bundestagsabgeordnete und sächsische Landesbischöfe, die dann noch niederträchtig einen draufsetzen.

Link zu www.evlks.de

Kontakt

Bischofskanzlei
Rampische Straße 29
01067 Dresden

Telefon: 0351 3105724
Telefax: 0351 3400281

E-Mail: bischof@evlks.de

Link zu www.welt.de

Link zu www.bekenntnisinitiative.de


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#5
01.09.2015
10:02:12


(+7, 9 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Es ist zu begrüßen, wenn sich Frau Lüders von der Antidiskriminierungsstelle im Gegensatz zu ihren Vorgängern verstärkt gegen Diskriminierung einsetzt und Umfragen starten lässt.
Besonders wichtig finde ich ist es, dass sie die Bundesregierung zu diesem Thema kritisiert.

Denn Deutschland ist als EU-Staat mit der #Ehe für alle immer noch im Hintertreffen, die Antidiskriminierungsrichtlinien in der EU werden von der deutschen Regierung blockiert, die Rehabilitierung der Menschen, die unter dem § 175 litten, fand noch nicht statt, die Bildungspläne in Schulen werden zu schleppend durchgesetzt, etc.

Die Bekämpfung von Diskriminierung beginnt und endet nicht damit, Beleidigungen zu unterbinden. Diskriminierung beinhaltet Benachteiligungen in jeglicher Art und Weise (privates Umfeld, berufliches Umfeld, Kultur) bis hin zur Vorenthaltung von Rechten (Ehe für alle), die jedem Menschen gem. Grundgesetz zustehen.

Es kann allerdings nicht sein, dass gerade Religionen immer noch den Freischein für Hetzkampagnen gegen LGBTs haben. Darüber müsste sich der Gesetzgeber mehr Gedanken machen.


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#6
01.09.2015
11:11:20


(-5, 11 Votes)

Von EyesWideShut
Aus hannover (Niedersachsen)
Mitglied seit 31.08.2015


Menschen umgeben sich lieber mit Menschen die einem ähnlich sind. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun sondern entspricht der menschlichen Natur. Gewaltverbrechen waren schon immer strafbar und wer bei "Beleidigung" lieber zum Anwalt rennt anstatt sich wie ein Erwachsener zu verhalten sagt mehr über seine eigene bemitleidenswerte Persönlichkeit aus. Das Problem, welches ich heute sehe ist vielmehr die Instrumentalisierung der Diskriminierung sodass wichtige Themen nicht mehr angesprochen werden dürfen aus Angst stigmatisiert und verklagt zu werden.


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#7
01.09.2015
12:05:36


(0, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich habe eben an der Befragung teilgenommen und bin auf das Ergebnis gespannt. Vielleicht gibt es ja auch bald noch eine Folgebefragung. Am besten ist es, wenn eine ganz viele teilnehmen!


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#8
01.09.2015
15:50:50


(+4, 6 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #6 von EyesWideShut


Welche Themen dürfen denn Ihrer Auffassung nach nicht mehr angesprochen werden? Ich will Ihnen nichts unterstellen, aber das klingt schon sehr nach einer altbekannten und ebenso saft- wie kraftlosen rechten Argumentationsfloskel, die die eigene Menschenfeindlichkeit nur zu verschleiern sucht.

Im Übrigen haben Sie eine sehr wichtige kulturelle Institution wohl offenbar missverstanden - nämliche unsere Rechtsprechung. Ein Beleidigung ist (sofern objektiv als solche einstufbar) ein Angriff auf das schützenswerte Rechtsgut der persönlichen Ehre und damit kein Kavaliersdelikt sondern eine ganz ordinäre Straftat; der Beleidigende folglich ein ganz ordinärer Straftäter und nichts anderes. Wenn also eine Beleidigung stattfindet und ich als Betroffener dagegen Anzeige erstatte, dann ist das wohl weniger charakterlichen Mängeln geschuldet als vielmehr dem Bemühen, gesetztes Recht einzufordern. Ihre Äußerungen dazu wirken lachhaft; oder würden Sie bei einer schweren Körperverletzung nicht auch zum Anwalt rennen? Vor wenigen Jahrhunderten hat man sowas doch auch noch mannhaft mit den Fäusten ausgetragen. Wo ist da der Unterschied?


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#9
01.09.2015
16:31:28


(0, 4 Votes)

Von andreMuc
Antwort zu Kommentar #7 von Patroklos


Ich bin berufstätig. Bei 11% habe ich das Ganze abgebrochen. Dauert mir zu lange. Bei viel Tagesfreizeit kann man das ja machen wenn man Langeweile hat. Ausserdem was hat das hat das mit Diskriminierung zu tun, wenn ich Fragen zu meinem Wohlbefinden beantworten soll. Nein Danke. Ausserdem drücke ich sicher den Wert ganz gewaltig. Noch nie diskriminiert wurden und lebe sehr gut. Ich will nicht die Statistik versauen.


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#10
01.09.2015
16:40:20


(+8, 8 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #6 von EyesWideShut


"sodass wichtige Themen nicht mehr angesprochen werden dürfen aus Angst stigmatisiert und verklagt zu werden."

Im Land der Kelles, Petrys, Gaulands, Sarrazins?

Wo lebst Du eigentlich?

Die machen z. T. sogar sehr viel Kohle mit ihrer Hetze.


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