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  • 01.09.2015, 15:16h           73      Teilen:   |

"Geschwisterliche Verbundenheit" zu LSVD & Co.

Bundesverband Trans* gegründet

Artikelbild
Die Akademie Waldschlösschen

Im Waldschlösschen gründeten 59 Gruppen und Personen aus ganz Deutschland eine neue Interessenvertretung für transgeschlechtlichen Personen.

In der Akademie Waldschlösschen bei Göttingen ist am 23. August der neue "Bundesverband Trans* – Für geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt!" gegründet worden, eine gemeinsame Interessenvertretung von über 30 Gruppen und Einzelpersonen.

Der neue Verband verstehe sich "als ein gemeinsames Dach vielfältiger Vereine, Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen, deren gemeinsames Anliegen es ist, die gesellschaftliche Situation von transgeschlechtlichen Personen in Deutschland maßgeblich zu verbessern", heißt es in einer Pressemitteilung. "Noch immer sind transgeschlechtliche Personen erheblichen sozialen, medizinischen und rechtlichen Benachteiligungen ausgesetzt."

Der Verein in Gründung stehe "für mehr Sichtbarkeit von Trans*personen sowie geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in unserer Gesellschaft" und schaffe einen Ansprechpartner auf Bundesebene, heißt es weiter. "Die berechtigten Anliegen transgeschlechtlicher Personen müssen gehört und maßgeblich in kommende Veränderungen besonders im rechtlichen und medizinischen Bereich einbezogen werden. Die Entpathologisierung transgeschlechtlicher Lebensweisen ist unverzichtbar und entspricht auch der Resolution Nr. 2048 des Europarates vom 22. April 215."

Die Gründung soll transgeschlechtlichen Personen und ihren "Eltern und Angehörigen Mut und Freude schenken für ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaft".

Bislang bietet der Verband nur eine Webseite mit der Presseerklärung und eine eMail-Adresse als Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Der Verband umfasst nicht alle Organisationen von Transsexuellen und Transgendern, die teilweise sehr unterschiedliche Auffassungen über politische Fragen und Begrifflichkeiten haben. So ist auch der Begriff "Trans*" umstritten. (pm/nb)

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Tags: trans, verband, transsexuelle, transgender
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Reaktionen zu "Bundesverband Trans* gegründet"


 73 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
01.09.2015
20:13:14


(+3, 3 Votes)

Von ursus


ich wünsche viel erfolg und bin gespannt auf weitere stellungnahmen und aktionen!


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#2
01.09.2015
20:41:01


(-1, 1 Vote)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von ursus


YEPP!


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#3
01.09.2015
22:00:45


(+2, 2 Votes)

Von Lotty Maria


Es ist absolut richtig, viele und gerade Menschen mit transsexuellem Hintergrund, üben starke Kritik an diesem Bundesverband. Es geht dabei aber nicht nur um Begriffe, es geht eher um die Philosophie die hinter dem BV Trans* steht. Menschen, die mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen zur Welt kamen, möchten in ihrem Geschlecht als Mann oder Frau anerkannt werden. Sie lehnen es ab dass ihnen unterstellt wird, es handele sich um ein Lebensmodell. Wir fordern das unser pränatal angelegtes Wissen um unser Geschlecht anerkannt wird.

Wir hatten bei der Gründungsversammlung ganz und gar nicht den Eindruck dass dieser Verband sich dafür einsetzt.Es ist bedauerlich, aber durch diese Ausgrenzung hat der Verband eine Chance verspielt wirklich für alle zu sprechen. Wir erwarten von einem Verband der vor gibt uns zu vertreten, dass er unsere Bedürfnisse anerkennt und uns nicht fremd bestimmt.

Lotty Maria Wergin,
Vorstand Vereinigung-TransSexuelle-Menschen e.V.


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#4
01.09.2015
22:03:04


(+4, 4 Votes)

Von Rosa Soli


Das ist eine gute Nachricht! Ich wünsche dem neuen Verband viel Erfolg.


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#5
01.09.2015
22:17:26


(+3, 3 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #3 von Lotty Maria


magst du die kritik ein bisschen ausführlicher darlegen? was hat der verband denn aus deiner perspektive konkret falsch gemacht?


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#6
01.09.2015
22:39:47


(-1, 1 Vote)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Lotty Maria


Interessant..

Ein frisch gegründeter Bundesverband, und schon so viel Kritik..

Nicht genügend wahrgenommen fühlen kann, muß aber nicht Ausdruck davon sein, seine eigenen Vorstellungen nicht mit in die Statuten eingebracht haben zu können..

Zusätzlich steht es doch jedem Mitglied frei sich entsprechend einzubringen, und die Gremien mit entsprechenden Anträgen zu versorgen..


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#7
02.09.2015
11:17:33


(+3, 3 Votes)

Von Lotty Maria


Antwort an ursus und TheDad

Es wird schwer werden für die paar Menschen mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen, sich gegen die erdrückende Mehrheit der Trans* durch zu setzen. An einer Konsensbildung schien man dort nicht interessiert. So wird zum Beispiel gerade in diesem Moment die Diskussion im Forum der dgti gesperrt. Man erlaubt offensichtlich keine anderen Meinungen.

Schaut doch auch einmal in die Pressemitteilung. Dort ist von "geschlechtlicher Selbstbestimmung", von "transgeschlechtlichen Personen", von "Lebensmodell" die Rede. Ist dort nur ein Wort von "Anerkennung im eigenem Geschlecht" zu lesen? Warum wohl? Könnte es sein dass Transsexualität und insbesondere die Vorstellung sie sei pränatal angelegt, als altertümlich und längst überholt betrachtet wird? Passen Menschen, die mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen geboren wurden, nicht zusammen mit der Vorstellung man könne sich sein Geschlecht aussuchen? Warum heißt es wohl Trans* sollen damit alle Varianten, auch Transsexualität egalisiert werden? Quasi als Spiel mit der Geschlechterrolle?

Wer ein wenig hinter die Kulissen schaut bekommt den Eindruck das Transsexualität als radikale Ablehnung der zugewiesenen sozialen Rolle gesehen wird und operative Maßnahmen als Anpassung an die heteronormativ geprägte Gesellschaft. Menschen, der in ihrem Geschlecht Mann/ Frau Anerkennung suchen, werden sich kaum damit angesprochen und vertreten fühlen. Ein Versuch hier durch Anträge in Gremien, die mehrheitlich von Trans* besetzt sind, Einfluss zu nehmen scheint absolut aussichtslos.

LG Lotty


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#8
02.09.2015
12:00:07


(+3, 3 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #7 von Lotty Maria


danke für die erläuterung, nun wird mir klarer, worum es in diesem konflikt geht.

>"Ist dort nur ein Wort von "Anerkennung im eigenem Geschlecht" zu lesen?"

nun ja, in meinem verständnis bezieht die allgemeine formulierung "geschlechtliche selbstbestimmung" das mit ein. sehe ich das falsch? geht es dir darum, dass es expliziter formuliert werden sollte, oder findest du deine forderung in dieser formulierung gar nicht wieder? verstehe mich bitte nicht falsch, ich frage nicht aus spitzfindigkeit, sondern weil ich es besser verstehen möchte.

und hast du eine idee, woran es liegt, dass der von dir angesprochene konflikt nicht in einem konsens gelöst wurde? weshalb ist "deine fraktion" da nicht ausreichend berücksichtigt worden? hat das was mit organisationsstrukturen zu tun, waren da einfach nur bestimmte gruppen eingeladen oder vertreten, gibt es generell unterschiedlich starke politische aktivität der verschiedenen gruppen?


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#9
02.09.2015
12:08:10


(-1, 1 Vote)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Lotty Maria


""Ein Versuch hier durch Anträge in Gremien, die mehrheitlich von Trans* besetzt sind, Einfluss zu nehmen scheint absolut aussichtslos.""..

Scheint..
Aber bevor nicht wenigstens der Versuch gescheitert ist, hat man ganz sicher schon verloren, bevor man noch überhaupt gekämpft hat..

""Könnte es sein dass Transsexualität und insbesondere die Vorstellung sie sei pränatal angelegt, als altertümlich und längst überholt betrachtet wird? Passen Menschen, die mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen geboren wurden, nicht zusammen mit der Vorstellung man könne sich sein Geschlecht aussuchen?""..

Das erschließt sich mir nicht so ganz..
Wer vertritt hier die Meinung, man könne sich sein Geschlecht aussuchen, und welches Geschlecht ist damit gemeint, das körperliche, soziale, oder gesellschaftliche ?
Und woher kommt die Auffassung, Transidentität/Transsexualität beruhe auf etwas anderem, als der Tatsache das Körper und Gefühl nicht übereinstimmen, unabhängig ob man dass nun prä- oder post-natal entwickelt ?


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#10
02.09.2015
14:31:07


(+3, 3 Votes)

Von Lotty Maria


Hi Ursus, hi TheDad, bei "geschlechtlicher Selbstbestimmung" haben viele Bauchschmerzen. Das klingt so als wäre Geschlecht etwas beliebiges, etwas zum Aussuchen. "Geschlechtliche Anerkennung" besagt auch das wir über unser Geschlecht bestimmen aber es fehlt die Beliebigkeit. Geschlecht lässt sich nicht aussuchen, wohl aber das soziale Geschlechtsverhalten. Geschlecht ist aber nicht die soziale Geschlechterrolle, Geschlecht ist Körper.

Der Begriff "transgeschlechtliche Person" lässt vermuten das Geschlecht etwas ist was man wechseln kann. Dem ist nicht so. Die soziale Rolle kann gewechselt werden auch der Körper kann angeglichen werden aber Geschlecht lässt sich nicht anerziehen. Außerdem handelt es sich bei Menschen mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen nicht um Trans*Menschen sondern um Menschen, um Frauen und Männer.

Was ist jetzt ein "Lebensmodell"? Was mag ein Leser bei dieser Formulierung denken? Gerade im Zusammenhang mit den übrigen Begriffen suggeriert dies eine Beliebigkeit, ich suche mir den Weg meines Lebens aus und wähle meine Geschlechtsrolle in der ich leben möchte. Transsexualität ist aber nichts was man sich aussucht. Es ist ein schweres Schicksal welches häufig mit Leid verbunden ist.

Um es ganz deutlich zu machen, persönlich habe ich nichts gegen Menschen die in der gegengeschlechtlichen Rolle leben, Es wäre durchaus möglich einen Konsenz zu finden. Nur geht das nicht wenn man von vorne herein darauf besteht dass alles das Gleiche ist, nur unterschiedlich stark ausgeprägt. Es geht nicht, wenn man davon ausgeht dass sich Männer und Frauen lediglich durch die Genitalien unterscheiden. Also alles Postnatal entwickelt ist.

Nach dieser Vorstellung können wir nur Menschen sein die die soziale Geschlechterrolle wechseln. Wenn wir dann sogar noch eine Genitalangleichende OP durchführen lassen, um uns der sozialen Rolle anzugleichen, klingt das so als könne man den Wunsch nach der Genitalangleichung weg therapierten. Wir sind froh, ein Stück weit aus der Vorstellung, Transsexualität sei heilbar, weg gekommen zu sein. Durch solche Modelle geht es aber wieder in diese Richtung.

Eine Lösung ist hier auch nicht durch Mehrheitsentscheid herbei zu führen. Entweder im Konsenz oder gar nicht. Wir können nicht die Mehrheit entscheiden lassen wie wir zu fühlen haben wie wir von der Gesellschaft wahr genommen werden sollen, wie wir unser Geschlecht empfinden sollen. Ich denke dass dies nach zu vollziehen sein sollte oder.

Liebe Grüße Lotty


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