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Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat sich an die Spitze der Bewegung gegen die Ehe-Öffnung gestellt. Jetzt will sie sich erklären (Bild: Olaf Kosinsky, wiki commons, by sa 3.0)

In den letzten Monaten sorgte die saarländische Regierungschefin mit abwertenden Äußerungen über Homo-Paare für Aufsehen. In zwei Wochen diskutiert sie mit LGBT-Aktivisten.

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ist am 18. September Gast einer öffentlichen Debatte zum Thema "Ehe für alle" in der Landeshauptstadt Saarbrücken. Kramp-Karrenbauer folgt damit einer Einladung des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Saar, der nun Details des geplanten Podiums verraten hat.

So wird die CDU-Politikerin auf LSVD-Sprecher Manfred Bruns treffen, Deutschlands prominentesten Rechtsvertreter für die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften. Bruns war bis Mitte der Neunzigerjahre Bundesanwalt am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, trägt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und wurde zudem mit dem "Preis für das Engagement gegen Diskriminierung" der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ausgezeichnet.

Die Regierungschefin des kleinsten deutschen Bundeslandes hat sich in den letzten Monaten als erbitterte Gegnerin der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht einen Namen gemacht. Sie erklärte unter anderem, dass die Ehe-Öffnung gefährlich sei, da sie zur "Heirat unter engen Verwandten" führen werde. Für derartige Äußerungen hat ihr queer.de im Juni die Homo-Gurke verliehen.

Äußerungen haben Saarland "erheblichen Schaden" zugefügt

"Mit ihren Äußerungen hat sie dem Ruf des Saarlandes, ein liberales Land zu sein, erheblichen Schaden zugefügt", erklärte LSVD-Saar-Sprecher Müller-Kittnau. Manfred Bruns sagte, er sei über Kramp-Karrenbauer sehr erstaunt gewesen, "da sie sich – genauso wie die saarländische CDU – bisher oft für den Abbau von Diskriminierungen der Lesben und Schwulen eingesetzt hat." Beispielsweise stimmte die CDU für eine Änderung der Landesverfassung, um Schwule und Lesben ausdrücklich vor Diskriminierung zu schützen.

An der Debatte soll auch der 21-jährige Malte Czarnetzki teilnehmen, der mit zwei Müttern aufwuchs. Der Student war 2013 Gast bei "Anne Will" und traf dort unter anderem auf die "Demo für alle"-Organisatorin Hedwig von Beverfoerde und die CDU-Abgeordnete Erika Steinbach (queer.de berichtete).

Karten für die öffentliche "Ehe für alle"- Debatte am 18. September um 19.30 Uhr in der Saarbrücker Congresshalle gibt es an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional sowie im LSVD-Zentrum "Checkpoint" in der Mainzer Straße 44 (0681-39 88 33), sie kosten fünf Euro. Moderiert wird die Veranstaltung von LSVD-Sprecher Günter Dworek, der dem LSVD-Bundesvorstand seit 24 Jahren angehört.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Projekt "Demokratie Leben!" des Bundesfamilienministeriums. (pm/cw)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 02.09.2015, 16:54h
  • Bedrückend, was für seltsame Debatten man im Jahre 2015 noch im Land des rosa Winkels führen muss.

    Der versierte Jurist Manfred Bruns wird Frau Kamp-Karrenbauer hoffentlich auf den sittlich völlig unbedenklichen Rechtsstandard der westlich-demokratischen Welt verweisen, an die das Saarland ja grenzt.

    Was in Ostsachsen schon schlimm ist, ist im Saarland völlig unerträglich: dunkeldeutsche Zivilisationsverweigerung!
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#3 goddamn iberalAnonym
#4 userer
  • 02.09.2015, 18:40h
  • Dann hoffen wir mal, dass der LSVD diesmal klüger agiert als in Berlin beim Kaffeklatsch mit Woelki. Damals hat nur Woelki Profit aus dem Treffen geschlagen und der LSVD auf ganzer Linie rhetorisch und medial versagt.
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#5 Patroklos
#6 Lukas45Anonym
  • 02.09.2015, 20:42h
  • Tja diese Frau steht in Deutschland für eine Partei, die zu verantworten hat:

    1. die Behinderung der Eheöffnung und Gleichstellung
    2. über zwei Billionen an Schulden in Gesamtdeutschland
    3. keine Zinsen auf Sparguthaben bei den Banken. Sparer werden regelrecht enteignet.
    4. ein Scheitern der Dublin II-Regeln: das gesamte EU-Asylrecht wird nicht mehr angewandt und jeder EU-Staat folgt nur seinem Eigeninteresse: eine Anwendung der Erstregistrierung des Asylanten im Ankunftsland (Italien, Griechenland, Ungarn, Slowakei und Tschechien) erfolgt nicht.
    5. über 800.000 Menschen pro Jahr wandern zu und da kaum abegschoben wird, kommt dieses Jahr allein EIN PROZENT der Bevölkerung hinzu. 6. Da die Einwanderung aus islamisch geprägten Weltregionen stammt, handelt es sich um islamische Zuwanderung nach Deutschland.
    7. zunehmende homophob motivierte Gewalttaten in den deutschen Großstädten
    8. Zunahme der desolaten Lage in den sozialen Brennpunkten wie in Duisburg-Marxloh oder Berlin-Neukölln
    9. den Verfall der Infrastruktur (über tausende von Brücken bei den Autobahnen sind marode)
    10. die Verschleuderung von Milliarden an Steuergeldern an Banken und ins Ausland.

    Dieses Land erlebt derzeit eine vollkommen unfähige Bundesregierung. Wer CDU oder SPD wählt, muss schon total schwachsinnig sein.
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#7 eigentlichAnonym
  • 02.09.2015, 20:51h
  • Antwort auf #4 von userer
  • wäre es aufgabe schwul-lesbischer organisation, solche reaktionären geistigen brandstifter*innen politisch in jeder hinsicht zu bekämpfen - nicht ihnen plattformen zur "ehrenrettung" etc. zu bieten.
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#8 BundesländerAnonym
#9 TheDadProfil
#10 Miguel53deProfil
  • 03.09.2015, 00:08hOttawa
  • Antwort auf #6 von Lukas45
  • Aber mein allerliebster Markus. Erst einmal natuerlich herzlichen Glueckwunsch zum Geburtstag. Dann aber mal die Frage, wie denn ploetzlich die vernichtende Kritik an der doch immer wieder gelobten CDU zustande kommt.

    Und wieso wieder von den im Ausland verschleuderten Millionen Steuergeldern die Rede ist, obwohl wir es doch quasi amtlich haben, dass Deutsvhland am Griechenland-Problem verdient. Und zwar im schlimmsten Falle, also bei der Pleite des Staates, immer noch 10 Milliarden Euro. (Immerhin neu die richtige Erkenntnis, dass die Verschleuderung auch in Richtung der Banken gegangen ist.)

    Ansonsten neuer Name, alte Fehler bei der Imagepflege? Alter Wein in neuen Schlaeuchen? Zunaechst hat es immerhin geholfen und zum ersten Mal seit Jahren gibt es mehr Gruen als Rot bei Timmy sein Struppy. Aber es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis das Islambashing und die weiteren Fehlanalysen wieder richtig zugeordnen werden.

    Das mit den zunehmenden Zahlen bei homophob motivierten Gewalttaten haette ich gerne mal durch einen Link untermauert. Waere dann ja ein interessanter Hinweis.

    Ansonsten gut gemacht mit dem Aufzeigen, wie ansonsten kritische Leser nur durch eine geschickte Namensaenderung ploetzlich fragwuerdigen Behauptungen zustimmen. Grosses Lob also mal wieder fuer meinen Freund mit den viele Namen, doch dem immer selben Gesicht, fuer diese "Raffinesse". Und der Beharrlichkeit am Festhalten alter Verhaltensmuster. Egal, wie "schraeg" die auch sein moegen.

    Da, so mein Gefuehl, gibt es so etwas wie Beruehrungspunkte mit der verkrampften Karrenbauer. Ueber die ich mich gar nicht weiter auslassen will. Mein Blutdruck raet mir ab.
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