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  • 04.09.2015, 13:35h           25      Teilen:   |

Katholische Kirche

Glaubenskongregation verbietet transsexuelle Taufpaten

Artikelbild
Seit seiner Geburt ist Alex Salinas in seiner Heimatgemeinde aktiv - nach seinem Coming-out als Transsexueller wurde er aber zu einem roten Tuch für seine Kirche

Ein Transsexueller lebt nicht wie ein guter Katholik – und darf daher auch nicht Taufpate werden, befand jetzt die vatikanische Zentralbehörde für Glaubensfragen.

Erneute Wende im Fall des 21-jährigen Alex Salinas aus Südspanien: Der gläubige Katholik darf nach Anordnung der Kongregation für Glaubenslehre aufgrund seiner Transsexualität nun doch nicht Taufpate seines Neffen werden. "Es ist offensichtlich, dass diese Person kein Leben führt, das den Grundsätzen des Glaubens und den Anforderungen an das Patenamt entspricht", erklärte die Glaubenskongregation laut "Radio Vatikan" am Mittwoch gegenüber dem verantwortlichen Bischof Rafael Zornoza Boy.

Der Fall sorgt in Spanien bereits seit Wochen für Aufmerksamkeit. Im Juli hatte zunächst der örtliche Pfarrer in San Fernando den präoperativen Transsexuellen als Paten abgelehnt. Der Bischof verteidigte wenig später die Entscheidung in den spanischen Medien und warf dem Transsexuellen vor, dass sein "Lebensstil" nicht katholisch sei (queer.de berichtete). Daraufhin gab es scharfe Proteste; zehntausende Spanier forderten die Kirche in einer Petition auf, die Entscheidung zurückzunehmen. Der Bischof beugte sich Anfang August zunächst dem Druck (queer.de berichtete). Er fragte aber bei der Glaubenskongregation an, ob er richtig gehandelt habe. Diese antwortete nun unmissverständlich, dass ein Transsexueller "unmöglich" Taufpate werden könne.

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Vatikan: "Wir diskriminieren nicht"

Der Vatikan beharrte allerdings darauf, dass das "keine Diskriminierung" von Salinas sei. Als Transsexueller bringe er lediglich nicht die Voraussetzungen mit, die für einen Taufpaten notwendig seien. Er habe wegen seiner Geschlechtsidentität eine "gegensätzliche Haltung" zu den moralischen Grundsätzen der Kirche.

Die Organisation StopLGBTfobia erklärte, das Verbot durch die Kirche sei "ethisch verwerflich". Allerdings könne rechtlich nichts gegen die Kirche unternommen werden, da es Glaubensgemeinschaften erlaubt sei, sexuelle Minderheiten nach Gutdünken zu diskriminieren.

Salinas, der sich bisher stets als tiefgläubigen Katholiken bezeichnet hatte, kündigte inzwischen auf Facebook an, mit der Kirche brechen zu wollen. Es sei deutlich geworden, dass ihm seine Glaubensgemeinschaft nicht mehr akzeptiere. Er empfinde deshalb "Ekel, Zorn, Traurigkeit, Wut".

Im Januar hatte Papst Franziskus noch einem Transmann aus Spanien und dessen Freundin eine Privataudienz gewährt (queer.de berichtete). LGBT-Aktivisten hofften, dass die Kirche damit auch Transsexuelle als gleichwertige Gläubige akzeptieren würde – der Optimismus ist in Spanien nun verflogen. (dk)

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Tags: katholische kirche, spanien, taufe, taufpaten, glaubenskongregation
Schwerpunkte:
 Römisch-katholische Kirche
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Reaktionen zu "Glaubenskongregation verbietet transsexuelle Taufpaten"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
04.09.2015
14:02:06
Via Handy


(+17, 17 Votes)

Von Luca


"Ein Transsexueller lebt nicht wie ein guter Katholik "

Müsste er Kinder missbrauchen, um für den Vatikan ein guter Katholik zu sein?

Immerhin dürfen Kinderschänder ja sogar weiterhin Priester sein und auch Taufen durchführen.


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#2
04.09.2015
14:08:33
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von Nico


Die beste Reaktion wäre, wenn sowohl der Pate als auch die Eltern aus dieser scheinheiligen, vom Hass zerfressenen Sekte austreten würden und denen sagen, dass das Kind niemals getauft werden wird und lernen wird, was die katholische Kirche für ein verachtenswerter Konzern ist.


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#3
04.09.2015
14:08:50


(+14, 14 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Wundert das wirklich noch irgendjemanden?

Hätte er jemanden umgebracht und danach ein bissal gebeichtet, könnte er ohne Probleme Taufpate sein.

Wer noch immer Mitglied dieser Kinderf***ersekte bleibt, dem ist echt nicht mehr zu helfen!


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#4
04.09.2015
14:16:33


(+14, 14 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wozu soll ueberhaupt die Taufe gut sein? Um das kleine menschliche Wuermchen zu verbiegen, lange bevor es religionsmuendig ist? Moegen die Erziehungsberechtigten dem Kleinen eine Aufnahme in die Zwangsdoktrination ersparen.


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#5
04.09.2015
14:35:38


(+12, 12 Votes)

Von Shades of Gay


Das Geschäftsmodell der katholischen Kirche basiert auf Unterdrückung und dem Schüren von Hass.

Nur so können die ihren Allmachtsanspruch und ihr Einkommen erhalten.


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#6
04.09.2015
14:40:02


(+11, 11 Votes)

Von Pino


Die Katholiban will wohl wieder mal von ihren Verbrechen ablenken, indem sie gegen andere hetzt.

Diese Sanatnisten von der Kinderschänder-Sekte sollten lieber mal ganz schnell ihr dreckiges Maul halten.

Gegen Hassprediger hilft nur eines:
Kirchenaustritt.

Link zu www.kirchenaustritt.de


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#7
04.09.2015
14:41:18


(+8, 10 Votes)
 
#8
04.09.2015
15:31:49


(+11, 11 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012


Schade lieber Alex, dass es erst so weit kommen musste bis du erkennst, dass die Verbrecherorganisation namens Katholische Kirche Menschen wie dich oder uns, einfach nur weil wir so sind wie wir sind, verachtet und niemals akzeptieren wird. Ich wünsche dir einen guten Ausstieg aus dieser widerlichen Sekte des Hasses. Am liebsten wäre mir natürlich, du würdest damit dem religiösen Irrglauben an sich völlig entsagen, aber Hauptsache du findest eine neue Heimat, in der du dich geborgen fühlen kannst und akzeptiert wirst.


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#9
04.09.2015
15:52:26


(+12, 12 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #1 von Luca


>"Müsste er Kinder missbrauchen, um für den Vatikan ein guter Katholik zu sein?"

nein. er müsste nur sagen, okay, wenn der vatikan das so will, dann werde ich mich in einem leben einrichten, in dem ich nie der sein kann, als der ich mich fühle, in dem ich niemals meine wichtigsten träume verwirklichen kann, in dem ich unglücklich und von scham zerfressen vor mich hinvegetiere und an dessen ende ich auf ein leben zurückblicken werde, das ich in völliger selbstverleugnung vergeudet habe.

nicht etwa, weil das besser wäre, sondern einfach, weil jemand behauptet, dass das nun mal so sein muss.

ein prima vorbild für das patenkind, das ein vorbild in kadavergehorsam bis zur kompletten selbstaufgabe bekommt. das ist nur konsequent katholisch.


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#10
04.09.2015
17:29:23


(+7, 7 Votes)

Von Yannick
Antwort zu Kommentar #9 von ursus


Volle Zustimmg.

Die wollen den unterdrücken, damit er als unzufriedener, verbitterter Mensch Heilsprediger braucht, die ihm angebliche Erlösung versprechen.

Ich hoffe nur, dass er das auch so erkennt.

(Noch eine Bitte: Deine Beiträge sind inhaltlich immer super. Aber könntest Du nicht bitte reguläre Groß-/Kleinschreibung benutzen, damit das leichter lesbar ist. Denn die durchgängige Kleinschreibung erschwert das Lesen und manche Sätze muss man zweimal lesen. Es gibt auch Leute, die deswegen Deine Beiträge gar nicht lesen, was aber schade ist, weil sie inhaltlich so gut sind.


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