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Forderung der Todesstrafe für Homosexuelle

Schweizer Bischöfe distanzieren sich von Huonder


Bischof Vitus Huonder polemisiert immer wieder gegen Homosexuelle - seine Ausführungen zur Todesstrafe gehen aber selbst seinen Bischofskollegen zu weit

Während die eigenen Kollegen auf Abstand zum "Tod für Schwule"-Bischof gehen, kritisiert das Forum Deutscher Katholiken das "totalitäres Gehabe seitens der Homolobby".

Die Schweizer Bischofskonferenz hat am Donnerstag nach einem dreitägigen Treffen in Givisiez (Kanton Freiburg) den Churer Bischof Vitus Huonder für seinen abwertenden Äußerungen über Homosexuelle vorsichtig kritisiert.

In einer gemeinsamen Erklärung der Bischöfe heißt es: "Den Mitgliedern der SBK gegenüber wiederholte Bischof Vitus, was er bereits in zwei öffentlichen Stellungnahmen geäussert hat: Es war nie seine Absicht und Überzeugung, für homosexuelle Akte die Todesstrafe einzufordern. Er drückte sein Bedauern aus über die Missverständnisse, für die er im Vortrag mit ungenügenden Ausführungen Anlass gegeben habe."

Huonder hatte vor gut einem Monat bei einem Kongress im hessischen Fulda einen Zitat aus dem Alten Testament vorgelesen, in der die Todesstrafe für Homosexuelle gefordert wird, und kommentiert, dieses Zitat würde "der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende" geben (queer.de berichtete). Später behauptete er, er habe lediglich einen akademischen Vortrag gehalten (queer.de berichtete). Der Chef der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, kritisierte später die "fundamentalistische Bibelexegese" seines Glaubensbruders (queer.de berichtete).

Die Schweizer Bischofskonferenz ergänzte in ihrer Stellungnahme: "Die Kirche nimmt alle Menschen in ihrer unantastbaren Würde vor Gott, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, vorbehaltlos an. Die Mitglieder der Bischofskonferenz sind sich bewusst, dass sie weiterhin angemessene Wege suchen müssen, um dies auszudrücken."

Der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, der St. Gallener Bischof Markus Büchel, erklärte in einer Pressekonferenz außerdem, dass die Situation nach einer "Welle der Entrüstung" schwierig gewesen sei. "Wir haben gespürt, dass sich viele Menschen durch die Aussagen verletzt fühlten", so Büchel nach Angaben der "Neuen Zürcher Zeitung".

Drei Strafanzeigen

Gegen Bischof Huonder liegen laut der Churer Staatsanwaltschaft drei Strafanzeigen vor. Die Nachrichtenagentur SDA berichtet, zwei Anzeigen seien von Privatpersonen gestellt worden, die dritte von der schwul-lesbischen Organisation Pink Cross. In den Anzeigen wird Huonder beschuldigt, öffentlich zu Verbrechen oder Gewalt aufgerufen zu haben.

Unterstützung für Huonder kommt dagegen vom erzkonservativen Forum Deutscher Katholiken, das den Kongress in Fulda organisiert hatte. Es stellte sich am Freitag vorbehaltslos hinter den Bischof – und griff stattdessen insbesondere LGBT-Aktivisten an. Die Vorwürfe, der Huonder rufe zur Gewalt auf und sei homophob, zeugten "von einer böswilligen Verleumdung mit totalitärem Gehabe seitens der Homolobby und deren Krakenarme in Medienlandschaft, Politik und sogar Kirche", so Sprecher Hubert Gindert im Blog der Organisation. (dk)



#1 goddamn liberalAnonym
#2 YannickAnonym
  • 04.09.2015, 17:23h
  • Aha, nur weil man Mordaufrufe und andere Volksverhetzungen nicht toleriert, ist man für das "Forum Deutscher Katholien" totalitär...

    Wie krank müssen die deutschen Katholiken sein?
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#3 RorioAnonym
#4 goddamn liberalAnonym
#5 Patroklos
  • 04.09.2015, 18:55h
  • "totalitäres Gehabe seitens der Homolobby".

    Egal, was Die geraucht oder eingenommen haben: davon sterben die Gehirnzellen ab, was dieses hetzerische Gelaber zur Folge hat!
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#6 PeerAnonym
  • 04.09.2015, 18:56h
  • Antwort auf #2 von Yannick
  • Ich frage mich immer wieder, wie man sein Gehirn so komplett ausschalten kann und jegliches Mitgefühl komplett abschaltet, sobald es um religiöse Dogmen geht.

    Geht es den Religioten nicht angeblich auch um Nächstenliebe? Ist aber nur Blabla...
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#7 Roman BolligerAnonym
  • 04.09.2015, 19:03h
  • Huonder reklamiert für sich also, lediglich einen "akademischen Vortrag" gegeben zu haben.

    Da muss man schon sagen:

    Huonder hat ein seltsames Verständnis von Akademie. Dessen Niveau bewegt sich auf der Höhe von IS-Schergen-Messern beim Zerschneiden menschlicher Gurgeln.
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#8 FelixAnonym
  • 04.09.2015, 20:37h
  • "Distanzieren" ist wieder nur Gelaber.

    Solange das keine echten Konsequenzen hat (Huonders Rauswurf, Wiedergutmachung durch Spende für Anti-Mobbing-Organisation, etc.) ist das auch nicht ehrlich gemeint, sondern reines Marketing zur Begrenzung des Schadens.
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#9 Carsten ACAnonym
  • 04.09.2015, 21:09h
  • Die katholische Kirche hat schon so viel Leid und Elend über die Menschheit gebracht - glauben die wirklich, ein paar "Distanzierungen" seien da noch ausreichend?!
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#10 sanscapote
  • 05.09.2015, 09:01h
  • Sich distanzieren...nach aussen und im Geheimen die Messdiener vernaschen.

    Soll doch die Cathosekte alle schwulen Insassen in Kloestern und Kirchen hochkant hinauswerfen. Dann werden wir sehen, was von dem Geschmeiss noch uebrig ist.

    Fuer mich ist Huonder eine Schrankschwester, die mit der eigenen Sexualitaet nicht zurecht kommt.
    Auch im 3. Reich waren die hitlertreuen Schwulen die groessten Schwulenhasser.
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