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  • 04.09.2015, 16:04h           12      Teilen:   |

Forderung der Todesstrafe für Homosexuelle

Schweizer Bischöfe distanzieren sich von Huonder

Artikelbild
Bischof Vitus Huonder polemisiert immer wieder gegen Homosexuelle - seine Ausführungen zur Todesstrafe gehen aber selbst seinen Bischofskollegen zu weit

Während die eigenen Kollegen auf Abstand zum "Tod für Schwule"-Bischof gehen, kritisiert das Forum Deutscher Katholiken das "totalitäres Gehabe seitens der Homolobby".

Die Schweizer Bischofskonferenz hat am Donnerstag nach einem dreitägigen Treffen in Givisiez (Kanton Freiburg) den Churer Bischof Vitus Huonder für seinen abwertenden Äußerungen über Homosexuelle vorsichtig kritisiert.

In einer gemeinsamen Erklärung der Bischöfe heißt es: "Den Mitgliedern der SBK gegenüber wiederholte Bischof Vitus, was er bereits in zwei öffentlichen Stellungnahmen geäussert hat: Es war nie seine Absicht und Überzeugung, für homosexuelle Akte die Todesstrafe einzufordern. Er drückte sein Bedauern aus über die Missverständnisse, für die er im Vortrag mit ungenügenden Ausführungen Anlass gegeben habe."

Huonder hatte vor gut einem Monat bei einem Kongress im hessischen Fulda einen Zitat aus dem Alten Testament vorgelesen, in der die Todesstrafe für Homosexuelle gefordert wird, und kommentiert, dieses Zitat würde "der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende" geben (queer.de berichtete). Später behauptete er, er habe lediglich einen akademischen Vortrag gehalten (queer.de berichtete). Der Chef der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, kritisierte später die "fundamentalistische Bibelexegese" seines Glaubensbruders (queer.de berichtete).

Die Schweizer Bischofskonferenz ergänzte in ihrer Stellungnahme: "Die Kirche nimmt alle Menschen in ihrer unantastbaren Würde vor Gott, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, vorbehaltlos an. Die Mitglieder der Bischofskonferenz sind sich bewusst, dass sie weiterhin angemessene Wege suchen müssen, um dies auszudrücken."

Der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, der St. Gallener Bischof Markus Büchel, erklärte in einer Pressekonferenz außerdem, dass die Situation nach einer "Welle der Entrüstung" schwierig gewesen sei. "Wir haben gespürt, dass sich viele Menschen durch die Aussagen verletzt fühlten", so Büchel nach Angaben der "Neuen Zürcher Zeitung".

Fortsetzung nach Anzeige


Drei Strafanzeigen

Gegen Bischof Huonder liegen laut der Churer Staatsanwaltschaft drei Strafanzeigen vor. Die Nachrichtenagentur SDA berichtet, zwei Anzeigen seien von Privatpersonen gestellt worden, die dritte von der schwul-lesbischen Organisation Pink Cross. In den Anzeigen wird Huonder beschuldigt, öffentlich zu Verbrechen oder Gewalt aufgerufen zu haben.

Unterstützung für Huonder kommt dagegen vom erzkonservativen Forum Deutscher Katholiken, das den Kongress in Fulda organisiert hatte. Es stellte sich am Freitag vorbehaltslos hinter den Bischof – und griff stattdessen insbesondere LGBT-Aktivisten an. Die Vorwürfe, der Huonder rufe zur Gewalt auf und sei homophob, zeugten "von einer böswilligen Verleumdung mit totalitärem Gehabe seitens der Homolobby und deren Krakenarme in Medienlandschaft, Politik und sogar Kirche", so Sprecher Hubert Gindert im Blog der Organisation. (dk)

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Tags: katholische kirche, schweiz, vitus huonder
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 Römisch-katholische Kirche
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Reaktionen zu "Schweizer Bischöfe distanzieren sich von Huonder"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
04.09.2015
16:44:59


(+5, 5 Votes)

Von goddamn liberal


Ja. ja. die bösen Kraken...

Link zu www.publikative.org

Und ihre Bildgeschichte...


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#2
04.09.2015
17:23:51


(+13, 13 Votes)

Von Yannick


Aha, nur weil man Mordaufrufe und andere Volksverhetzungen nicht toleriert, ist man für das "Forum Deutscher Katholien" totalitär...

Wie krank müssen die deutschen Katholiken sein?


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#3
04.09.2015
18:37:19


(+5, 7 Votes)

Von Rorio
Antwort zu Kommentar #2 von Yannick


"Wie krank müssen die deutschen Katholiken sein?"

Pack bleibt Pack...


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#4
04.09.2015
18:42:06


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Yannick


Youtube-Video:


Die Krake bedroht alle...


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#5
04.09.2015
18:55:00


(+2, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"totalitäres Gehabe seitens der Homolobby".

Egal, was Die geraucht oder eingenommen haben: davon sterben die Gehirnzellen ab, was dieses hetzerische Gelaber zur Folge hat!


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#6
04.09.2015
18:56:31


(+7, 7 Votes)

Von Peer
Antwort zu Kommentar #2 von Yannick


Ich frage mich immer wieder, wie man sein Gehirn so komplett ausschalten kann und jegliches Mitgefühl komplett abschaltet, sobald es um religiöse Dogmen geht.

Geht es den Religioten nicht angeblich auch um Nächstenliebe? Ist aber nur Blabla...


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#7
04.09.2015
19:03:06


(+9, 9 Votes)

Von Roman Bolliger


Huonder reklamiert für sich also, lediglich einen "akademischen Vortrag" gegeben zu haben.

Da muss man schon sagen:

Huonder hat ein seltsames Verständnis von Akademie. Dessen Niveau bewegt sich auf der Höhe von IS-Schergen-Messern beim Zerschneiden menschlicher Gurgeln.


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#8
04.09.2015
20:37:42


(+8, 10 Votes)

Von Felix


"Distanzieren" ist wieder nur Gelaber.

Solange das keine echten Konsequenzen hat (Huonders Rauswurf, Wiedergutmachung durch Spende für Anti-Mobbing-Organisation, etc.) ist das auch nicht ehrlich gemeint, sondern reines Marketing zur Begrenzung des Schadens.


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#9
04.09.2015
21:09:29


(+11, 11 Votes)

Von Carsten AC


Die katholische Kirche hat schon so viel Leid und Elend über die Menschheit gebracht - glauben die wirklich, ein paar "Distanzierungen" seien da noch ausreichend?!


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#10
05.09.2015
09:01:35


(+6, 6 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Sich distanzieren...nach aussen und im Geheimen die Messdiener vernaschen.

Soll doch die Cathosekte alle schwulen Insassen in Kloestern und Kirchen hochkant hinauswerfen. Dann werden wir sehen, was von dem Geschmeiss noch uebrig ist.

Fuer mich ist Huonder eine Schrankschwester, die mit der eigenen Sexualitaet nicht zurecht kommt.
Auch im 3. Reich waren die hitlertreuen Schwulen die groessten Schwulenhasser.


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