Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?24542

Immer wieder gibt es Meldungen über Übergriffe auf Homosexuelle in Berlin - auch, weil hier die Polizei in ihren Meldungen oft auf mögliche homophobe Hintergründe der Tat hinweist (Bild: Sebastian Rittau / flickr / by 2.0)

Ein schwules Paar ist am Sonntag morgen in Berlin-Prenzlauer Berg eigenen Angaben zufolge von unbekannten Männern zunächst beleidigt und anschließend geschlagen worden.

Gemäß den im Polizeibericht verbreiteten Angaben des Paares waren die beien Männer gegen 7 Uhr zusammen Hand in Hand laufend in der Bornholmer Straße unterwegs, als sie von vier Unbekannten zunächst homophob beleidigt wurden. Die beiden 43 und 53 Jahre alten Männer gingen nicht auf die Beleidigungen ein und versuchten, ihren Weg fortzusetzen.

Das gelang jedoch nicht, da die Gruppe nun damit begonnen habe, mit Fäusten auf sie einzuschlagen. Dadurch erlitt der Ältere Verletzungen im Gesicht und an der Schulter. Der Jüngere wurde ebenfalls im Gesicht verletzt. Anschließend sollen die Schläger in Richtung Pankow geflüchtet sein.

Rettungssanitäter brachten die Verletzten in ein Krankenhaus, das sie nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen konnten. Der Polizeiliche Staatschutz hat die Ermittlungen übernommen.



#1 Tobi CologneAnonym
  • 06.09.2015, 14:46h
  • Dass schon seit einigen Jahren ausgerechnet in ehemals sehr toleranten und offenen Großstädten die Homophobie deutlich zunimmt und auch die Gewaltbereitschaft steigt, ist ein besorgniserregender Trend und sollte ein Alarmsignal sein.

    Eigentlich müsste die Politik endlich was unternehmen: besserer Diskriminierungsschutz, mehr Bildung und Aufklärung, etc.

    Aber stattdessen sieht die Politik (zumindest die meisten Parteien) weg.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Patroklos
  • 06.09.2015, 14:50h
  • Nach diesem Übergriff ist wieder einmal eines klar geworden: Berlin taugt nicht mehr als Reiseziel für LGBTIPAs aus aller Welt! Die deutsche Hauptstadt hat sich - auch durch die homophoben Übergriffe in der Vergangenheit - selbst disqualifiziert!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Evil DeadAnonym
#4 Mein NachbarAnonym
  • 06.09.2015, 16:05h
  • Wie hat mein alter, aber geistig topfitter Nachbar letztens bei einem ähnlichen Vorfall gesagt:

    "So hat es damals auch angefangen."
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MarcoHHAnonym
  • 06.09.2015, 16:11h
  • Gibt es irgendeinen Hintergrund zu den Tätern?
  • Antworten » | Direktlink »
  • Anm. d. Red.: Keinen, den die Polizei bislang für mitteilenswert hielt.
#6 HeinerAnonym
  • 06.09.2015, 16:12h
  • Antwort auf #1 von Tobi Cologne
  • >> Aber stattdessen sieht die Politik (zumindest die meisten Parteien) weg.

    Frau Merkel hat ja sogar wochenlang zugesehen, wie ein Flüchtlingsheim nach dem anderen brennt, ohne sich überhaupt mal zu äußern.

    Erst als sich die Öffentlichkeit und viele Promis immer mehr über Frau Merkels Untätigkeit aufregten, wurde sie aktiv. Aber auch nur, weil es da um ihre Umfragewerte ging.

    So ist das immer bei Angela Merkel:
    die tut gar nichts, bis es für ihren Machterhalt gefährlich wird.

    Das ist auch das Geheimnis ihres Erfolgs: wer so selten wie möglich Stellung bezieht, kann es sich auch nur mit so wenig Menschen wie möglich verscherzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 MarcoHHAnonym
  • 06.09.2015, 16:14h
  • Bzw. anders gefragt: warum ermittelt denn der Staatsschutz?
  • Antworten » | Direktlink »
  • Anm. d. Red.: Das macht er immer in Berlin, wenn die Tat einen Bezug zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit haben könnte.
#8 TimonAnonym
  • 06.09.2015, 17:22h
  • Die Politik muss endlich aufwachen und aktiv werden. Wir brauchen endlich mehr Bildung und Aufklärung. Vor allem an Schulen, aber natürlich auch in anderen Jugendeinrichtungen, in Sportvereinen, in den Medien, etc.

    Alle Parteien und alle Politiker, die jetzt noch wegsehen, verharmlosen, verhindern oder auch nur verzögern, sind unwählbar.

    Und da es hier um Menschenleben geht, werden wir jede noch so kleine Verzögerung niemals vergessen und niemals verzeihen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Robby69
  • 06.09.2015, 19:20h
  • Eine Schweinerei! Und wieder mal hat KEINER den von perversen Schwulenhassern angegriffenem Paar geholen! Zum Kotzen! Wann wird endlich mal was gegen diese verdammten Hass-Übergriffe unternommen?!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Robby69
  • 06.09.2015, 19:29h
  • Antwort auf #1 von Tobi Cologne
  • "Eigentlich müsste die Politik endlich was unternehmen: besserer Diskriminierungsschu tz, mehr Bildung und Aufklärung, etc. Aber stattdessen sieht die Politik (zumindest die meisten Parteien) weg."
    Allerdings. Leider ist das in Bayern auch nicht gerade anders. Die meisten Bullen total homophob, wenn Schwulen von Schwulen-Hassern und/oder Rechten angepöbelt oder angegriffen und zusammengeschlagen werden, machen die Bullen absolut nichts, weigern sich teilweise sogar, überhaupt zu ermitteln (wie ich durch eigene Erfahrung weiß); teilweise stehen sie bei homophoben tätlichen Übergriffen durch Neonazis auf Schwule sogar noch daneben und debattieren lautstark darüber, wie lange es dauert, bis das Opfer hops geht (wie ich leider ebefalls durch eigene leidvolle Erfahrung weiß); und die homophobe, brutale Haltung der bayerischen (und speziell auch der Münchner und Regensburger Polizei) ist ja auch über die Grenzen Bayerns bekannt. -
    Wenn man allerdings die "Hintergründe" und rechten Verflechtungen der bayerischen Behörden kennt, dann wundert man sich nicht mehr über dieses Miss-Verhalten der bayerischen Bullen etc. -
    Eine Schweinerei ist es und bleibt es trotzdem, egal in welchem Land gegen Homphobie und Schwulenhass wieer mal NICHTS getan wird.
  • Antworten » | Direktlink »