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  • 08.09.2015, 10:24h           49      Teilen:   |

Staatshomophobie

Putin: Keine Zukunft mit Homos


Wladimir Putin glaubt, dass die rechtliche Anerkennung von Homo-Paaren heterosexuelle Russen dazu verleitet, das Kinderkriegen einzustellen.


Bei einem Treffen mit David Cameron soll Wladimir Putin Schwule und Lesben zur demografischen Bedrohung erklärt haben. Der Gedanke ist nicht neu.

Die beiden Autoren Anthony Seldon und Peter Snowden porträtieren in ihrem am Donnerstag erscheinenden Buch "Cameron at 10" den britischen Premierminister, seit er 2010 das Ruder von seinem Vorgänger Gordon Brown übernommen hat. Die "Mail on Sunday" hat bereits im Vorfeld Auszüge veröffentlicht – und dabei über einen angeblichen Dialog zwischen David Cameron und dem russischen Patriarchen aus dem Jahr 2013 berichtet, als sich die beiden beim G20-Gipfel in St. Petersburg unterhielten:

Das Gespräch nimmt eine bizarre Wende, als sich beide über Homo-Rechte keifen. Beide wollen das letzte Wort haben. Cameron ist hochmütig und nutzt Argumente aus der Debatte um die Ehe-Öffnung zu Hause, während Putin argumentiert, dass die demografische Entwicklung Russlands Schaden nehmen würde, wenn homosexuelle Menschen einander heiraten dürften; das Land würde nicht genügend Kinder haben, um seine Zukunft zu sichern.



Überraschend sind diese Aussagen nicht. Nur wenige Tage, nachdem dieses private Gespräch stattgefunden hat, äußerte sich Putin auf einer Veranstaltung über den Westen zur angeblichen homosexuellen Gefahr:

Sie verfolgen eine Politik, die kinderreiche Familien und gleichgeschlechtliche Partnerschaften auf eine Stufe stellt. Dieser Weg führt direkt zur Erniedrigung und in eine Moralkrise.



Außerdem meinte er:

Europäer sterben aus. Verstehen Sie das nicht? Und gleichgeschlechtliche Ehen produzieren keine Kinder. Wollen Sie durch Migranten überleben?



Bereits 2010 hatte er gesagt, Russland sei tolerant gegenüber Homosexuellen, aber:

Gleichgeschlechtliche Ehe bringen – wie Sie wissen – keinen Nachwuchs hervor. Wir sind also ziemlich tolerant gegenüber sexuellen Minderheiten, aber wir denken, dass der Staat Reproduktion fördern soll. Er sollte Mütter und Kinder unterstützen und nach ihrer Gesundheit schauen.



Und sogar schon 2007 hatte er sich mit dem Geburten-Argument auf die Seite von Bürgermeistern gestellt, die CSD-Verbote aussprachen:

Meine Haltung zur Schwulenparade und zu sexuellen Minderheiten ist einfach. Sie hängt mit der Tatsache zusammen, dass eines unserer Hauptprobleme demografischer Natur ist.



Diese "Argumentationslinie" ist freilich nicht exklusiv russisch, man hört sie auch von LGBT-Gegnern in Deutschland. 2012 meinte die CDU-Politikerin Katherina Reiche, damals Staatssekretärin in Peter Altmaiers Bundesumweltministerium:

Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands.



Diese Argumentation ist vor allem Rechtsaußen sehr populär: So heißt es in einem vor wenigen Wochen beschlossenen Antrag der AfD in Baden-Württemberg:

Die gegen die Natur des Menschen gerichtete Gender-Ideologie ist der wichtigsten bevölkerungspolitischen Herausforderung, vor der Deutschland steht, nämlich die Geburtenrate signifikant zu steigern, in extremer Weise abträgig.



Bild: Kremlin.ru / cc by 3.0

Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Buch "Cameron at 10" auf amazon.de
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Tags: wladimir putin, großbritannien, david cameron, russland
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Reaktionen zu "Putin: Keine Zukunft mit Homos"


 49 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
08.09.2015
10:34:41
Via Handy


(-10, 12 Votes)

Von torby


Kann mal jemanden dieses Typen zum Schweigen bringen ? Vielleicht die CIA ? Die ist doch geübt in so etwas :D


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#2
08.09.2015
10:41:12


(-12, 14 Votes)

Von Mal im Ernst


Wir sollten mal im Ernst überlegen, ob wir deswegen schwul geworden sind, um 58 Geschlechter toll zu finden und uns für diese verquere Genderideologie (die wissenschaftlichen Standards nicht standhält) oder nicht eher deshalb, weil wir auf Männer stehen.

Wenn wir uns von den Genderideologen, genauer gesagt Genderideologinnen, mißbrauchen lassen, eine unerklärbare und sinnfreie Haltung gutzuheißen, wird unserer Glaubwürdigkeit geschadet und wer so etwas macht, setzt das gesellschaftlich Erreichte auf's Spiel. Und das kann dann so aussehen wie in Rußland.

Wenn wir mal ehrlich sind, müssen wir doch zugeben, daß das ganze eine Versorgungsfrage für unverwertbare Professorinnen darstellt.


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#3
08.09.2015
11:12:47


(+7, 9 Votes)

Von Anthrazit
Aus Alfter (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.08.2015


Russland braucht mehr Kinder. Dedowschtschina ist hungrig.


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#4
08.09.2015
11:16:54


(+10, 10 Votes)

Von Anthrazit
Aus Alfter (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.08.2015
Antwort zu Kommentar #2 von Mal im Ernst


Und warum sonst wärst Du "schwul geworden"?

Welchen wissenschaftlichen Standards genau hält die Gender-Theorie nicht stand? Belege? Nachweise? Links?


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#5
08.09.2015
11:26:22


(+10, 12 Votes)

Von ursus


sprechen wir doch ganz offen aus, woher diese argumentationsweise stammt.

>"Wir müssen uns darüber im klaren sein, wenn wir dieses Laster weiter in Deutschland haben, ohne es bekämpfen zu können, dann ist das das Ende Deutschlands, das Ende der germanischen Welt. Wir haben es leider nicht so einfach wie unsere Vorfahren. Bei denen waren diese wenigen Einzelfälle so abnormer Art: Der Homosexuelle, den man Urning nannte, wurde in den Sumpf versenkt. (...) Das war nicht eine Strafe, sondern das war einfach das Auslöschen dieses anormalen Lebens. Das musste entfernt werden, wie wir Brennesseln ausziehen, auf einen Haufen werfen und verbrennen. (...)

Es gibt unter den Homosexuellen Leute, die stehen auf dem Standpunkt: Was ich mache, geht niemanden etwas an, das ist meine Privatangelegenheit. Alle Dinge, die sich auf dem geschlechtlichen Sektor bewegen, sind jedoch keine Privatangelegenheit eines einzelnen, sondern sie bedeuten das Leben und das Sterben des Volkes, bedeuten die Weltmacht und die Verschweizerung. Das Volk, das sehr viel Kinder hat, hat die Anwartschaft auf die Weltmacht und Weltbeherrschung. Ein gutrassiges Volk, das sehr wenig Kinder hat, besitzt den sicheren Schein für das Grab, für die Bedeutungslosigkeit in 50 und 100 Jahren, für das Begräbnis in 200 und 500 Jahren. (...)"

heinrich himmler, 1937, rede vor SS-gruppenführern in bad tölz


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#6
08.09.2015
11:29:09


(+10, 10 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #2 von Mal im Ernst


och nöö, bitte nicht schon wieder eine genderverschwörungs-diskussion...


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#7
08.09.2015
11:32:08


(+10, 12 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #2 von Mal im Ernst


Die Gender-Ideologen sind also schuld, dass in Russland rechtsreaktionäre, militaristische, völkische Nationalisten das Sagen haben?
Jetzt mal im Ernst, geh kacken, dann kommt auch Braunes raus.


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#8
08.09.2015
11:40:48


(+10, 10 Votes)

Von Adam
Antwort zu Kommentar #2 von Mal im Ernst


Allein dein erster Satz zeigt das Sie von Wissenschaften keine Ahnung haben.

"Wir sollten mal im Ernst überlegen, ob wir deswegen schwul geworden sind"

Keine Ahnung wie man Schwul wird , ich war es schon immer , ist mir neu das man es einfach so werden kann.

Alleine Ihre aussage lässt es aussehen als würde man es sich aussuchen, sorry aber Niveauloser geht es kaum.


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#9
08.09.2015
12:23:55


(-6, 10 Votes)

Von sonst so am rand


Elisabeth überrundet Viktoria. Die Angela den Konrad.

Wird Mutti Oma?

Putin kann nicht auf Opa-Effekt hoffen?

" Helfende Omas haben Männer dazu gebracht, sich fest an eine Frau zu binden."

Link zu www.spiegel.de


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#10
08.09.2015
13:00:11


(+4, 8 Votes)
 
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