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  • 08.09.2015, 12:12h           4      Teilen:   |

Rugby-Star Gareth Thomas

Guinness wirbt mit Coming-out von Profisportler

Der irische Bierhersteller zeigt in einem Werbespot das Coming-out des früheren walisischen Rugby-Kapitäns – und auch, wie wichtig Teamgeist ist.

Am 18. September geht die Rugby-WM in England los. Guinness hat daher in dieser Woche eine Werbekampagne gestartet, die die Stärken dieses besonders auf den britischen Inseln populären Sports zeigen sollen. Den Anfang macht ein Spot des früheren walisischen Kapitäns Gareth Thomas, der sich 2009 als schwul geoutet hat (queer.de berichtete).

Er steht unter dem Titel "Nie allein":



Thomas erklärt in dem einminütigen Film:

Jeder Schlag, jede angeknackste Rippe, jeder Knochenbruch – das war nichts verglichen mit den Dämonen, die mich auseinandergerissen haben. In meiner dunkelsten Stunde habe ich mich an meine Mannschaftskameraden gewandt und ihnen gesagt, dass ich schwul bin. Das war das härteste, was ich je getan habe. Und als ich sie am meisten gebraucht habe, waren sie für mich da.



In einem längeren, insgesamt vierminütigen Spot erzählt der 41-Jährige genauer, wie er sich mit dem Coming-out schwer getan hat:



Im Rugby, dem Sport der harten Männer, gibt es übrigens mehr Coming-outs als im Fußball. So hat sich erst vergangene Woche der englische Profi Sam Stanley geoutet (queer.de berichtete).

Für die Guinness-Werbekampagne werden weitere Geschichten über Rugby-Spieler veröffentlicht, die Halt in ihrem Sport gefunden haben – etwa vom südafrikanischen Rugby-Star Ashwin Willemse, der sich entscheiden musste, ob er in einer kriminellen Gang Karriere machen oder sich lieber mit ein paar Gleichgesinnten um einen Ball raufen wollte.



20 Spiele der WM werden in Deutschland im Free-TV-Kanal Eurosport übertragen. Die deutsche Mannschaft ist übrigens – wie bei allen vorherigen Weltmeisterschaften auch – nicht qualifiziert, also bringt die Suche nach den schwarz-rot-goldenen Fahnen von der letzten Fußball-WM nichts. Daher: Sláinte! (dk)

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Tags: rugby, gareth thomas, wales, großbritannien, guinness, irland
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Reaktionen zu "Guinness wirbt mit Coming-out von Profisportler"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
08.09.2015
13:28:39


(+8, 8 Votes)

Von Anthrazit
Aus Alfter (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.08.2015


Guinness wirbt hier mit einem schwulen Sportler, stellt dessen Schwulsein ins Zentrum des Spots und würdigt den Mut zum Coming-Out. Werbung möchte als positiv angesehene Eigenschaften mit der Markenidentität des Produkts verknüpfen. Das tut Guinness hier unmißverständlich mit diesen drei Dingen.

Insofern werde ich heute nachmittag einen Kasten Guinness erstehen und ihn in den nächsten Stu.. äh, Tagen mit aller dazu notwendigen Selbstüberwindung leeren.

In fundamentaler Opposition zum Autor: Lechyd da!


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#2
08.09.2015
13:54:30


(+8, 8 Votes)

Von ursus


ha, da kann ich mal rufen: ich hab's doch gesagt! ich hatte schon vor längerem prophezeit, dass sport-sponsoren das thema coming-out für ihre werbung entdecken werden, und zwar nicht als mitleids-thema (der hat zwar einen makel, aber wir mögen ihn trotzdem), sondern in umwertung zu einem positiven, "männlichen" phänomen (hier: mut, zu sich selbst zu stehen und widerstände zu überwinden).

ich wage noch eine prophezeiung: wenn diese werbung sich als erfolgreich erweist, werden andere sponsoren nachziehen wollen, und das (nicht etwa gewachsene toleranz bei den fans oder im verein) wird weitere coming-outs fördern.

coming-outs im profisport werden häufiger stattfinden, sobald sie sich in profite umsetzen lassen. it's the economy.


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#3
08.09.2015
14:53:01


(+1, 1 Vote)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die Videos sind der Hammer und es sollten noch viel mehr Firmen diesen Schritt wagen, schwule Spots zu produzieren. Vor allem Deutschland hat noch viel nachzuholen. Der Werbespot von Brandt ist neben dem von VW bisher der einzige, der im Werbefernsehen bei den öffentlich-rechtlichen und privaten gezeigt wurde!


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#4
08.09.2015
18:10:52


(+4, 4 Votes)

Von Anthrazit
Aus Alfter (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.08.2015
Antwort zu Kommentar #1 von Anthrazit


.. oder wenn man die eigene Handschrift lesen könnte: I wie i, nicht l wie L .. ist es ein kulturelles Stereotyp Walisern viele Konsonanten zu unterstellen?

Iechyd da!


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