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  • 09.09.2015, 15:36h               Teilen:   |

QFF-Treffen in Zürich

Queere Fußballfans: FIFA muss LGBT besser schützen

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Mehr als 80 Delegierte trafen sich am Wochenende in Zürich, dem Sitz des Weltfußballverbandes FIFA

Die Dachorganisation Queer Football Fanclubs (QFF) hat bei ihrem Treffen in Zürich am Samstag einen offenen Brief an die FIFA übergeben, in dem die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften an Russland und Katar kritisiert wird.

Der Weltfußballverband solle in Zukunft den Artikel 3 seiner eigenen Statuten umsetzen, fordern die Vertreter der queeren Fußballfans. Darin wird die Ungleichbehandlung von Teilnehmern oder Zuschauern verboten. Wörtlich heißt es in Artikel 3: "Jegliche Diskriminierung eines Landes, einer Einzelperson oder von Personengruppen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, Politik oder aus einem anderen Grund ist unter Androhung der Suspension und des Ausschlusses verboten."

In Russland werden Schwule und Lesben allerdings wegen des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" verfolgt, in Katar stehen auf Homosexualität sogar fünf Jahre Haft.

"Uns war es wichtig, dass wir unsere Sichtbarkeit gegenüber der FIFA erhöhen und unseren Forderungen nach Umsetzung von sozialen Standards Ausdruck verleihen. Dies ist uns auf kreative Art und Weise gelungen", erklärte QFF-Pressesprecher Sven Kistner.

Auf Einladung des FC-Zürich-Fanclubs Letzi Junxx hatten sich am vergangenen Wochenende mehr als 80 Delegierte der QFF zu ihrer Tagung getroffen. Beschlossen wurde von der Vollversammlung unter anderem ein neues Logo.

QFF ist eine Vereinigung europäischer schwul-lesbischer Fanorganisationen, die zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 von den schwul-lesbischen Fanclubs aus Berlin, Stuttgart und Dortmund gegründet wurde. Inzwischen spricht der Dachverband für mehr als 1.200 Fans.

Die nächste QFF-Tagung wird Mitte Januar 2016 in Gelsenkirchen stattfinden. (cw/pm)

Links zum Thema:
» QFF
» Offener Brief (PDF)
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Tags: fußball, sport, schweiz, zürich, qff, fifa
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