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Aleksejew bei seiner Festnahme beim diesjährigen Moskauer CSD

Nikolai Aleksejew hat eine Schweizer Staatsbürgerschaft beantragt – will aber weiterhin in Russland für LGBT-Rchte kämpfen.

Der russische LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew hat eigenen Angaben zufolge in Genf einen Antrag auf Erlangung der Schweizer Staatsbürgerschaft gestellt. Der 37-Jährige lebt seit Jahren mit einem Schweizer Banker zusammen, 2008 war das Paar eine eingetragene Partnerschaft eingegangen.

Der Organisator des Moskauer CSD, der dutzende Male auf Demonstrationen festgenommen wurde und in diesem Jahr erstmals wegen Abhaltung eines vorab verbotenen CSDs zehn Tage lang in Haft saß (queer.de berichtete), begründete den Schritt mit persönlichen Gründen. In Interviews betonte Aleksejew, dass er die russische Staatsbürgerschaft behalten und in Russland weiter für LGBT-Rechte kämpfen wolle.

In den letzten Jahren hatten viele LGBT-Aktivisten Russland verlassen und Asyl in Ländern wie Deutschland, Schweden, Spanien oder den USA beantragt, in Deutschland wurden inzwischen die ersten Flüchtlinge anerkannt (queer.de berichtete). Sollte Aleksejew eine doppelte Staatsbürgerschaft erhalten, ist mit Spannung zu erwarten, wie die Schweiz auf das zukünftige Vorgehen der russischen Behörden gegen ihren Neubürger reagiert. (nb)



#1 resi von der almAnonym
#2 hugo1970Profil
  • 10.09.2015, 17:24hPyrbaum
  • "Sollte Aleksejew eine doppelte Staatsbürgerschaft erhalten, ist mit Spannung zu erwarten, wie die Schweiz auf das zukünftige Vorgehen der russischen Behörden gegen ihren Neubürger reagiert."

    Wenn ich was zu sagen hätte und ein Mitbürger meines landes , in einem anderen Land zu unrecht verhaftet oder diskriminiert wird (egal was für eine Diskriminierung), dann würde ich sogar ein Krieg anfangen.
    Die staatlichen verbrecher, diktatoren und ihresgleichen müßen endlich in die schranken verwiesen werden, sonst sehe ich den Weltfrieden in ernsthafter Gefahr.
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#3 PuderleAnonym
  • 10.09.2015, 19:01h
  • Aleksejew hat keine Chance, Schweizer zu werden, denn eine registrierte Partnerschaft erlaubt keine erleichtere Einbürgerung nach 5 Jahren, wie dies bei binationalen Hetero-Ehen der Fall ist. Um Schweizer Bürger zu werden, müsste A. nach derzeitigem Recht mindestens 12 Jahre in der Schweiz leben.

    "Wir" arbeiten aber daran, auch in der Schweiz die Ehe für alle und damit auch die erleichterte Einbürgerung für schwule ausländische Ehemänner (und -frauen) einzuführen. Aber es harzt wie in Merkelland.
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#4 FaktencheckAnonym