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Dr. Volker Jung darf am 1. Oktober bereits zu zweiten Mal eine Auszeichnung von LGBT-Aktivisten entgegennehmen. (Bild: EKHN)

Für seinen Einsatz für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz verleiht der schwul-lesbische Verband von CDU/CSU Volker Jung einen Ehrenpreis.

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, erhält erneut einen LGBT-Auszeichnung: Nachdem ihn das Schwule Netzwerk NRW letztes Jahr mit der Kompassnadel geehrt hatte, wird ihm nun auch der LSU-Ehrenpreis verliehen. Das teilte der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) am Freitag mit.

"Dr. Volker Jung ist durch sein Reden und Wirken immer wieder dezidiert für die Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz homosexueller Menschen eingetreten", erklärte der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt. Besonders herausragend sei sein Engagement für das Familienpapier der EKD aus dem Jahr 2013, in dem die evangelische Kirche gleichgeschlechtliche Beziehungen theologisch als "gleichwertig" definiert hatte (queer.de berichtete).

"Jung setzt sich, trotz aller Kritik aus den eigenen Reihen, dafür ein, dass ein vielfältiges Familienbild Einzug in das Selbstbild der Evangelischen Kirche hält", so Vogt. Außerdem lobt der LSU-Chef, dass die Kirche in Hessen-Nassau bereits vor über zehn Jahren die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zugelassen hat.

Jung setzt sich auch in der politischen Debatte für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben ein. So forderte er vergangenes Jahr, Lebenspartner im Adoptionsrecht gleich zu behandeln (queer.de berichtete).

Jung will Preisgeld an Familienberatungsstelle spenden

Die Verleihung des Ehrenpreises findet am 1. Oktober im Rahmen des Parlamentarischen Jahresempfangs der LSU in Berlin statt. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Jung hat bereits angekündigt, das Geld für eine Familienberatungsstelle in seinem Kirchengebiet spenden zu wollen.

Trotz Jungs Einsatzes gegen Diskriminierung ist die evangelische Kirche in Deutschland beim Thema Schwule und Lesben tief gespalten. So erlauben 13 der 20 evangelischen Landeskirchen Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare, in sieben Landeskirchen wird Homo-Paaren dagegen die Anerkennung verwehrt.

In dieser Frage gibt es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Insbesondere die evangelischen Kirchen in den südlichen Ländern Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen gehen nach wie vor gegen Homosexuelle vor. So bezeichnete ein Pfarrer in Franken vergangenen Monat die Ehe-Öffnung als "dekadent und pervers" (queer.de berichtete). In Sachsen wurde sogar ein schwuler Organist wegen seiner sexuellen Orientierung gefeuert (queer.de berichtete). Zudem beschuldigt der sächsische Landesbischof Schwule und Lesben, dass sie gegen den "Willen Gottes" verstoßen (queer.de berichtete).

Der LSU-Ehrenpreis wird alle zwei Jahre verliehen. Erste Preisträgerin war 2011 die frühere Bundestagspräsidentin und Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth (CDU), die für ihre langjährigen Verdienste um gesundheitliche Aufklärung und im Kampf gegen HIV und Aids gewürdigt wurde (queer.de berichtete). Vor zwei Jahren zeichnete die LSU die sogenannten "Wilden 13" – eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten der Union – aus, die sich innerhalb ihrer Fraktion und öffentlich für die steuerliche Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe eingesetzt hatten (queer.de berichtete). (dk)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
#2 goddamn liberalAnonym
#3 Patroklos
  • 11.09.2015, 18:58h
  • Herzlichen Glückwunsch an den Preisträger und daß er das Preisgeld spenden wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 TheDadProfil
  • 11.09.2015, 19:45hHannover
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • ""und daß er das Preisgeld spenden wird.""..

    ?
    GRÖL..

    ""Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Jung hat bereits angekündigt, das Geld für eine Familienberatungsstelle in seinem Kirchengebiet spenden zu wollen.""..

    Leute wie Du fallen auch auf jeden UNSINN herein..

    Die Kohle bleibt natürlich "im Haus", denn es handelt sich um eine "Beratungsstelle" im Besitz der Landeskirche, weil zur Diakonie gehörend, womit die schlicht Geld erwirtschaften..

    Und diese unsägliche LSU pirscht sich einmal mehr an die Verursacher heran..
    Unfaßbar..
  • Antworten » | Direktlink »
#5 hugo1970Profil