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  • 11.09.2015, 16:32h           40      Teilen:   |

Nicht der Homosexuelle ist pervers...

Studie: Homophobie ist eine psychische Störung

Artikelbild
Ein homophober Aktivist protestiert im Parlament von Minnesota gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben (Bild: fibonacciblue / flickr / cc by 2.0)

Wer Schwule und Lesben hasst, hat oft psychische Probleme, so das Ergebnis einer Untersuchung von italienischen Wissenschaftlern.

Eine neue Studie von Psychologen verschiedener italienischer Universitäten hat eine Verbindung zwischen Homophobie und Psychotizismus und anderen psychotischen Störungen festgestellt. Unter Psychotizismus verstehen die Wissenschaftler abgeschwächte Merkmale von Schizophrenie wie übersteigerter Egoismus, Gefühlskälte und Aggressivität. Die Studie wurde am Dienstag im "Journal of Sexual Medicine" veröffentlicht.

Die Wissenschaftler haben insgesamt 560 Studenten zwischen 18 und 30 Jahren ausführlich nach ihrer psychologischen Gesundheit und dem Grad ihrer Homosexuellenfeindlichkeit befragt. Demnach ist Psychotizismus ein erheblicher Faktor für homophobe Einstellungen. Auch Menschen mit unreifen Abwehrmechanismen – also Personen, die Konflikte auf dem Niveau von Kindern lösen wollen – hassen eher Schwule und Lesben. Außerdem sei der Grad der Homophobie bei Männern weit größer als bei Frauen.

Im Gegensatz sind Menschen mit Depressionen und neurotischen Störungen eher weniger homophob als der Durchschnitt.

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"Nach jahrhundertelangen Diskussionen darüber, ob Homosexualität eine Krankheit ist, haben wir erstmals demonstriert, dass die echte Krankheit, die geheilt werden muss, Homophobie ist, die von potenziell gefährlichen psychopathologischen Problemen begleitet wird", erklärte Chefautor Dr. Emmanuele Jannini von der Universität Tor Vergata in Rom.

Die Studie ist die erste Untersuchung des Zusammenhangs von psychischen Störungen und Homophobie. Es gab allerdings bereits andere Untersuchungen zur Homosexuellenfeindlichkeit: So fanden amerikanische Forscher 2012 heraus, dass Menschen, die in einem autoritären, homofeindlichen Elternhaus aufgewachsen sind und selbst homosexuelle Gefühle hegen, im Erwachsenenalter eher Homo-Hasser werden (queer.de berichtete). Eine weitere Studie kam zu dem Ergebnis, dass Gestank Menschen homophober macht (queer.de berichtete).

Einen Nutzen aus der Homosexuellenfeindlichkeit können die Homo-Hasser allerdings nach einer Studie der Columbia University nicht ziehen: Sie sterben im Schnitt zweieinhalb Jahre früher als andere Menschen (queer.de berichtete). (dk)

Wochen-Umfrage: Ist Homophobie eine Krankheit, die geheilt werden kann? (Ergebnis)

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Tags: studie, homophobie, italien
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 Studien und wissenschaftliche Untersuchungen
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Reaktionen zu "Studie: Homophobie ist eine psychische Störung"


 40 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
11.09.2015
16:50:25


(+8, 10 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Da gibt es bestimmt was von Ratiopharm.

Aber ne Studie hätte es jetzt nicht gebraucht, um zu wissen, daß Homophobe einen an der Murmel haben.


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#2
11.09.2015
17:21:54


(+8, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Harry1972


Aber interessant das diese Studie ausgerechnet von Italienischen Uni's durchgeführt wurde..


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#3
11.09.2015
17:27:15


(+3, 9 Votes)

Von PinkPurpleBlue
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Sooo einfach ist das denke ich nicht.

Sicher wer eine psychische Störung ähnlich wie im dem im Beitrag beschrieben Erkrankungen hat wird mit erhöhter warscheinlichkeit Teil einer Schnittmenge aus seinem Krankheitsbild UND sexistischen, rassistischen oder eben auch homophoben wie tranzphoben Verhalten/Denken bilden.

Ganz einfach weil sehr viele Psychiche Störungen mit einer nicht greifbaren Angst einhergehen, daher ist es atraktiv sich ein Feindbild zu suchen gegen über dem man sich selbst überhöhen kann.

In diesem Fall ist die Homophobie aber eher ein Sympthom als eine Krankheit.

Ich kenne als Pflegefachkraft und Mensch der Schlimme Lebensabschnitte durchleben die Arbeit in der Psychatrie ... sagen wir mal von beiden seiten des Tresens...

Die jenigen die durch Assoziales Verhalten auffallen (Und das sind in der Psychatrie weniger Patienten als man als Aussenstehnder denkt, na gut ich war in Einrichtungen für Depressionen nicht für Forensik) benehmen sich wie Totale Arschgeigen weil sie in sich doch meist tief verängstigte Menschen sind.

ABER:
Erzähl mir bitte niemand das jeder der andere an seiner Homophobie leiden läst eine Psychiche Störung hat. Ich gehe immer noch davon aus : 7 von 10 Homophoben sind einfach nur Ungebildet oder als Kind nicht ausreichend Sozialisiert wurden.... oder hängen wirren Religionen an was vorderes keinesfalls ausschließt.


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#4
11.09.2015
17:39:57


(+15, 15 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Wieso nur musste ich bei dem Satz
> Auch Menschen mit unreifen Abwehrmechanismen also Personen, die Konflikte auf dem Niveau von Kindern lösen wollen <
an die Religioten von der "Demo für alle" denken?!


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#5
11.09.2015
17:47:15


(+13, 13 Votes)

Von no_name_01
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Danke an die Studien! Somit bestätigen sie, was ich schon immer dachte ! :)

Und der Slogan, der immer gern bei CSDs gesehen wird " Homophobie ist ein Krankheit" wird von den Forschern bestätigt!

Aber wenn es eine Krankheit ist, wie kann man diesen armen, kranken Seelen bloß helfen?


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#6
11.09.2015
17:55:51


(+12, 12 Votes)

Von goddamn liberal


Leider gibt es nicht nur Einzelpsychosen, sondern auch Massenpsychosen.

Das zeigt sich sowohl beim homophoben Mob auf den Pariser Straßen als in Synoden der sächsischen Landeskirche...


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#7
11.09.2015
18:01:13


(+8, 8 Votes)

Von Patrick1988
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Antwort zu Kommentar #3 von PinkPurpleBlue


Antwort zu Kommentar 3 von PinkPurpleBlue:
Ich denke, Sie haben mit Ihrer Erfahrung nicht so
unrecht. Es heißt, HOMOPHPIE IST HEILBAR. Aber
gibt es eine psychlogische bzw.med. anerkennung
dieser Krankheit, wenn es denn eine krankeit ist?
Als Homophober wird jemand glaube ich nicht
geboren, sondern die Gesellschaft bzw. Umwelt
eine großen Einfluss auf diese Menschen haben.
Kommen nun noch echte psyche probleme hinzu,
wie zB. Minderwertigkeitskompexe, wenig bzw.kein Selbstwertgefühl, Versagungsängste etc,
kann dies zu selbsthass und im weiteren zu hass
auf alles geben.Das löst leider dieses Aggressive
verhalten dieser Menschen aus.
Aber man kann auch nicht jeden Homophoben in
eine Anstalt stecken.
Deshalb kann ich nur jeden raten, Aufklärung zu
betreiben (Bildung etc).


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#8
11.09.2015
18:23:41


(+4, 8 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #3 von PinkPurpleBlue


""In diesem Fall ist die Homophobie aber eher ein Sympthom als eine Krankheit. ""..

Nöö..
Denn die Homophobie ist hier dann kein Symptom, sondern die Krankheit selber, analog zu einer anderen Angst-Störung wie etwa einer Arachno-Phobie oder Agora-Phobie..


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#9
11.09.2015
18:27:38


(+3, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Patrick1988


""Es heißt, HOMOPHPIE IST HEILBAR.""..

Von daher ist der Begriff ja auch gut gewählt, denn ALLE Angst-Störungen sind heilbar..

Manche leicht und einfach, manches andere wiederum braucht länger..


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#10
11.09.2015
18:38:52


(+6, 6 Votes)

Von Patrick1988
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von TheDad


Antwort zu TheDad,Nr9
Da muss ich Ihnen recht geben, denn Angst-Störungen sind heilbar...


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