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Nicht der Homosexuelle ist pervers...

Studie: Homophobie ist eine psychische Störung


Ein homophober Aktivist protestiert im Parlament von Minnesota gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben (Bild: fibonacciblue / flickr / by 2.0)

Wer Schwule und Lesben hasst, hat oft psychische Probleme, so das Ergebnis einer Untersuchung von italienischen Wissenschaftlern.

Eine neue Studie von Psychologen verschiedener italienischer Universitäten hat eine Verbindung zwischen Homophobie und Psychotizismus und anderen psychotischen Störungen festgestellt. Unter Psychotizismus verstehen die Wissenschaftler abgeschwächte Merkmale von Schizophrenie wie übersteigerter Egoismus, Gefühlskälte und Aggressivität. Die Studie wurde am Dienstag im "Journal of Sexual Medicine" veröffentlicht.

Die Wissenschaftler haben insgesamt 560 Studenten zwischen 18 und 30 Jahren ausführlich nach ihrer psychologischen Gesundheit und dem Grad ihrer Homosexuellenfeindlichkeit befragt. Demnach ist Psychotizismus ein erheblicher Faktor für homophobe Einstellungen. Auch Menschen mit unreifen Abwehrmechanismen – also Personen, die Konflikte auf dem Niveau von Kindern lösen wollen – hassen eher Schwule und Lesben. Außerdem sei der Grad der Homophobie bei Männern weit größer als bei Frauen.

Im Gegensatz sind Menschen mit Depressionen und neurotischen Störungen eher weniger homophob als der Durchschnitt.

"Nach jahrhundertelangen Diskussionen darüber, ob Homosexualität eine Krankheit ist, haben wir erstmals demonstriert, dass die echte Krankheit, die geheilt werden muss, Homophobie ist, die von potenziell gefährlichen psychopathologischen Problemen begleitet wird", erklärte Chefautor Dr. Emmanuele Jannini von der Universität Tor Vergata in Rom.

Die Studie ist die erste Untersuchung des Zusammenhangs von psychischen Störungen und Homophobie. Es gab allerdings bereits andere Untersuchungen zur Homosexuellenfeindlichkeit: So fanden amerikanische Forscher 2012 heraus, dass Menschen, die in einem autoritären, homofeindlichen Elternhaus aufgewachsen sind und selbst homosexuelle Gefühle hegen, im Erwachsenenalter eher Homo-Hasser werden (queer.de berichtete). Eine weitere Studie kam zu dem Ergebnis, dass Gestank Menschen homophober macht (queer.de berichtete).

Einen Nutzen aus der Homosexuellenfeindlichkeit können die Homo-Hasser allerdings nach einer Studie der Columbia University nicht ziehen: Sie sterben im Schnitt zweieinhalb Jahre früher als andere Menschen (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Ist Homophobie eine Krankheit, die geheilt werden kann?
    Ergebnis der Umfrage vom 14.09.2015 bis 21.09.2015


#1 Harry1972Profil
  • 11.09.2015, 16:50hBad Oeynhausen
  • Da gibt es bestimmt was von Ratiopharm.

    Aber ne Studie hätte es jetzt nicht gebraucht, um zu wissen, daß Homophobe einen an der Murmel haben.
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#2 TheDadProfil
#3 PinkPurpleBlue
  • 11.09.2015, 17:27h
  • Sooo einfach ist das denke ich nicht.

    Sicher wer eine psychische Störung ähnlich wie im dem im Beitrag beschrieben Erkrankungen hat wird mit erhöhter warscheinlichkeit Teil einer Schnittmenge aus seinem Krankheitsbild UND sexistischen, rassistischen oder eben auch homophoben wie tranzphoben Verhalten/Denken bilden.

    Ganz einfach weil sehr viele Psychiche Störungen mit einer nicht greifbaren Angst einhergehen, daher ist es atraktiv sich ein Feindbild zu suchen gegen über dem man sich selbst überhöhen kann.

    In diesem Fall ist die Homophobie aber eher ein Sympthom als eine Krankheit.

    Ich kenne als Pflegefachkraft und Mensch der Schlimme Lebensabschnitte durchleben die Arbeit in der Psychatrie ... sagen wir mal von beiden seiten des Tresens...

    Die jenigen die durch Assoziales Verhalten auffallen (Und das sind in der Psychatrie weniger Patienten als man als Aussenstehnder denkt, na gut ich war in Einrichtungen für Depressionen nicht für Forensik) benehmen sich wie Totale Arschgeigen weil sie in sich doch meist tief verängstigte Menschen sind.

    ABER:
    Erzähl mir bitte niemand das jeder der andere an seiner Homophobie leiden läst eine Psychiche Störung hat. Ich gehe immer noch davon aus : 7 von 10 Homophoben sind einfach nur Ungebildet oder als Kind nicht ausreichend Sozialisiert wurden.... oder hängen wirren Religionen an was vorderes keinesfalls ausschließt.
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#4 hypathiaProfil
  • 11.09.2015, 17:39hBaden
  • Wieso nur musste ich bei dem Satz
    > Auch Menschen mit unreifen Abwehrmechanismen also Personen, die Konflikte auf dem Niveau von Kindern lösen wollen <
    an die Religioten von der "Demo für alle" denken?!
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#5 no_name_01
  • 11.09.2015, 17:47h
  • Danke an die Studien! Somit bestätigen sie, was ich schon immer dachte ! :)

    Und der Slogan, der immer gern bei CSDs gesehen wird " Homophobie ist ein Krankheit" wird von den Forschern bestätigt!

    Aber wenn es eine Krankheit ist, wie kann man diesen armen, kranken Seelen bloß helfen?
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 11.09.2015, 17:55h
  • Leider gibt es nicht nur Einzelpsychosen, sondern auch Massenpsychosen.

    Das zeigt sich sowohl beim homophoben Mob auf den Pariser Straßen als in Synoden der sächsischen Landeskirche...
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#7 Patrick1988
  • 11.09.2015, 18:01h
  • Antwort auf #3 von PinkPurpleBlue
  • Antwort zu Kommentar 3 von PinkPurpleBlue:
    Ich denke, Sie haben mit Ihrer Erfahrung nicht so
    unrecht. Es heißt, HOMOPHPIE IST HEILBAR. Aber
    gibt es eine psychlogische bzw.med. anerkennung
    dieser Krankheit, wenn es denn eine krankeit ist?
    Als Homophober wird jemand glaube ich nicht
    geboren, sondern die Gesellschaft bzw. Umwelt
    eine großen Einfluss auf diese Menschen haben.
    Kommen nun noch echte psyche probleme hinzu,
    wie zB. Minderwertigkeitskompexe, wenig bzw.kein Selbstwertgefühl, Versagungsängste etc,
    kann dies zu selbsthass und im weiteren zu hass
    auf alles geben.Das löst leider dieses Aggressive
    verhalten dieser Menschen aus.
    Aber man kann auch nicht jeden Homophoben in
    eine Anstalt stecken.
    Deshalb kann ich nur jeden raten, Aufklärung zu
    betreiben (Bildung etc).
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#8 TheDadProfil
  • 11.09.2015, 18:23hHannover
  • Antwort auf #3 von PinkPurpleBlue
  • ""In diesem Fall ist die Homophobie aber eher ein Sympthom als eine Krankheit. ""..

    Nöö..
    Denn die Homophobie ist hier dann kein Symptom, sondern die Krankheit selber, analog zu einer anderen Angst-Störung wie etwa einer Arachno-Phobie oder Agora-Phobie..
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#9 TheDadProfil
  • 11.09.2015, 18:27hHannover
  • Antwort auf #7 von Patrick1988
  • ""Es heißt, HOMOPHPIE IST HEILBAR.""..

    Von daher ist der Begriff ja auch gut gewählt, denn ALLE Angst-Störungen sind heilbar..

    Manche leicht und einfach, manches andere wiederum braucht länger..
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#10 Patrick1988