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Pseudo-Märtyrerschaft

Kanada: Homophober Busfahrer gefeuert


Der "unchristliche" Bus

Der Angestellte wollte keinen Bus in Regenbogenfarben steuern. Gekündigt wurde er aber wegen unternehmensschädlicher Äußerungen.

Im kanadischen Calgary haben die städtischen Verkehrsbetriebe einen Busfahrer gekündigt, der sich öffentlich geweigert hatte, einen speziell zum CSD eingesetzten Bus in Regenbogenfarben zu steuern.

Das gab Busfahrer Jesse Rau am Freitag auf einer Pressekonferenz bekannt. "Ich bin gefeuert worden, weil ich zu 100 Prozent zu meinem Glauben stehe", sagte er im Beisein seines Pastors Artur Pawlowski. Der hatte es in Kanada bereits zu einiger Bekanntschaft gebracht, weil er behauptete, Überflutungen in Alberta 2013 seien auf Gotets Zorn über die Anerkennung von Homosexualität zurückzuführen.

Vor einigen Wochen hatte der Vater eines kleinen Kindes bereits gesagt, dass er kündigen wolle, sollte ihn Calgary Transport dazu zwingen, den Bus zu fahren (queer.de berichtete). Er habe nichts gegen Schwule und Lesben, sagte er, könne aber deren "Lebensstil" nicht gutheißen.

Selbst erzeugter Sturm im Wasserglas


Jesse Rau gab sich in Medien als verfolgter Christ

Medienberichten zufolge war Rau kurz vor Ablauf seiner einjährigen Probezeit gekündigt worden. Während das Verkehrsunternehmen keine Stellung zu dem Vorgang abgeben wollte, verteilte der Fahrer auf der Pressekonferenz selbst sein Kündigungsschreiben.

Demnach wurde er wegen "falscher und irreführender Behauptungen" entlassen, die den Ruf der Stadt geschädigt hätten. So sei er nie gebeten worden, den Bus zu fahren, und hätte auch nicht-öffentlich die Versicherung erhalten, dies nicht tun zu müssen. Dennoch hätte er sich mit einer unberechtigten Kritik am Unternehmen an die Öffentlichkeit gewandt. Die Kündigung verweist zudem auch rechtsradikale Facebook-Postings des Fahrers.

Der Regenbogenbus war seit Ende April auf verschiedenen Strecken in der gesamten Stadt im Einsatz, mit der Aufschrift "Ride with Pride". Nach der CSD-Parade am 6. September sollte er wieder übermalt werden.

Zunehmende Pseudo-Märtyrerschaft

In Kanada und den USA hatten in den letzten Monaten immer wieder Christen für Schlagzeilen gesorgt, die aufgrund ihrer religiösen Ablehnung von Homosexualität Schwulen und Lesben Dienstleistungen verweigerten oder Tätigkeiten nicht ausführen wollten – teilweise mit einem Hang, sich dabei zum Märtyrer zu machen.

Neben einigen Floristen oder Bäckern, die zu Homo-Hochzeiten Dienstleistungen verweigerten, sorgten in den USA vor allem einige Standesbeamte, die homosexuelle Paare nicht trauen wollten, für Furore. Kim Davis aus Kentucky, die deswegen sogar für einige Tage in den Knast musste (queer.de berichtete), wird am Montag an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Mit Spannung wird erwartet, ob sie den Angestellten des von ihr geleiteten Amtes erneut verbieten wird, Paare zu trauen – dann droht erneut der Gang ins Gefängnis. (nb)



#1 Patroklos
  • 12.09.2015, 18:58h
  • Das geschieht dem Busfahrer Jesse Rau recht, daß er seinen Job los ist und ich wünsche ihm, daß er nie wieder als Busfahrer eingestellt wird!
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#2 dahassteAnonym
#3 paoloAnonym
  • 12.09.2015, 19:28h
  • Was für ein scheiss vater,geht lieber in die arbeitlosigkeit und riskiert brot und bleibe für die familie,aber hauptsache seine religiöse überzeugung nimmt keine kratzer ,Deja Vue,war es nicht abraham der bereit war sein eigen fleisch und blut dem einzigen gotte zu opfern???? Hier sieht man die perversion des monotheismus am deutlichsten,für so einen vater hab ich nicht die geringste sympathie,recht geschiets ihm!!
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#4 MariposaAnonym
  • 12.09.2015, 19:46h
  • Es häufen sich homophobe Vorfälle in USA UND Kanada??? Kann ich in diesem Ausmaß so nicht bestätigen - in Land des Ahornblattes gibt es weitaus weniger religiöse Fanatiker und es gilt als eines der liberalsten überhaupt - etwa auf dem Niveau der Niederlande oder Schweden. Eine der protestantischen Kirche hat seit einigen Jahren ein schwules Oberhaupt und es gab kaum Geschrei.

    Daß der Typ gekündigt wurde, ist folgerichtig. Er soll sein bigottes Getue im Privaten ausleben - auch da greift die kanadische Verfassung klar und deutlich (in den USA wird es leider in vielen Fällen viel zu lax behandelt, Betschwestern haben eine gewisse Narrenfreiheit, siehe Kim Davies....
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#5 KMBonnProfil
  • 12.09.2015, 19:53hBonn
  • Die Bibel-Bimbos mal wieder. Na, da haben sie einen selbsternannten Märtyrer mehr, der es bezeugen kann, dass wiedergeborene Christen verfolgt werden.

    Diese Art Christenverfolgung gefällt mir. Wo kann man spenden?
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#6 no_name_01
  • 12.09.2015, 23:00h
  • "Pastors Artur Pawlowski. Der hatte es bereits in Kanada zu einiger Bekanntschaft gebracht, weil er behauptete, Überflutungen in Alberta 2013 seien auf Gotts Zorn über die Anerkennung von Homosexualität zurückzuführen."

    Lieber herr Parstor, es war dann bestimmt auch Gottes Wille, dass er gefeuert wird. Sonst hätte er wohl interveniert,oder?
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#7 Homonklin44Profil
  • 13.09.2015, 00:02hTauroa Point
  • Sein Bimbobibeltum ist ja die eine Sache. Zusammen mit rechtsradikalen Tendenzen kann das eine giftige Mixtour ergeben. Aber es ist kaum festzustellen, ob die rechtsradikale Einstellung nun aus der Bimbobibel kam, oder die Bibeltreue vom Hang zu radikalen Gedanken und Handlungen.

    Müsste ihm nur noch das Kind weggenommen werden, denn ein Vater, dem der Bimbogott wichtiger ist, als das Wohlergehen seines Kindes, an dem hat die Erziehung irgendwas versäumt.

    Ja, in Canada gibt's leider auch ein paar so Religioten, aber zum Glück nicht in Massen, wie in den USA. Shame on my Lieblingsland...
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#8 DanjelAnonym
  • 13.09.2015, 00:54h
  • Antwort auf #4 von Mariposa

  • Hm also die Kanadier haben den erzkonservativen Harper zum Präsidenten gewählt...es wird in Kanada also nicht wenig Konservative geben.
    Das sagen auch Kanadier selber, dass Ihr Land schon länger einen Rechtsruck erfahren hat.
    In Europa kriegt man das alles nicht so mit und glorifiziert und urteilt zu schnell, anhand von Klischees.
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#9 TomausgayopolisAnonym
  • 13.09.2015, 01:46h
  • Er kann ja als Messdiener arbeiten oder eine sonstige religiotische Anstellung ausüben
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#10 Danny387Profil
  • 13.09.2015, 01:58hMannheim
  • "Er habe nichts gegen Schwule und Lesben, sagte er, könne aber deren "Lebensstil" nicht gutheißen."

    Hä??? Wie meinen?

    Ich habe auch nichts gegen Christen, finde aber deren Religion zum Kotzen.
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