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  • 13.09.2015, 17:11h           25      Teilen:   |

Verdienst für das Vaterland

Putin zeichnet Homo-Hasser aus

Artikelbild
Milonow hatte seine Karriere in der Christlich-Demokratische Union Russlands als Baptist begonnen. Inzwischen gehört er der Russisch-Orthodoxen Kirche und der Putin-Partei "Einiges Russland" an.

Witali Milonow, der homophobe Haudegen aus St. Petersburg, erhält einen Verdienstorden zweiten Grades.

Von Norbert Blech

Russische Oppositionelle und LGBT-Aktivisten sind empört über eine Entscheidung des Präsidenten Wladimir Putin, dem St. Petersburger Stadt-Abgeordneten Witali Milonow einen "Verdienstorden für das Vaterland" zu verleihen.

Der 41-Jährige erhalte den Orden zweiten Grades für seine "aktive gesetzgeberische Arbeit und viele Jahre ehrlicher Arbeit", heißt es in dem am Sonntag bekannt gewordenen Erlass des Präsidenten. Im letzten Jahr hatte Milonow bereits einen Orden des Militärs erhalten.

Die Auszeichnung durch Putin stärke sein Selbstbewusstsein, ließ Milonow inzwischen Medien wissen. Jetzt werde "endgültig klar", dass sich Russland "in Richtung der Verrücktheit und Dunkelheit des Mittelalters" bewege, kommentierte hingegen der Moskauer CSD-Organisator Nikolai Aleksejew. Man könne sich "kaum etwas Empörenderes vorstellen" als diese Ehrung.

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Beispielhafte Homophobie

Der Orden mit dem Motto "Nutzen, Ehre und Ruhm" ist die zweithöchste Auszeichnung des Landes. Seit Einführung 1994 erhielten ihn in den ersten beiden Klassen knapp über 300 Personen.
Der Orden mit dem Motto "Nutzen, Ehre und Ruhm" ist die zweithöchste Auszeichnung des Landes. Seit Einführung 1994 erhielten ihn in den ersten beiden Klassen knapp über 300 Personen.

Milonow gilt weltweit als Beispiel eines Homosexuelle regelrecht hassenden Politikers. Erst vor zwei Tagen hatte der notorische Hetzer gefordert, St. Petersburg von Schwulen und Lesben zu "befreien". Er wünsche sich einen "beispielhaften Bezirk" ohne Drogensüchtige, Prostituierte und Homosexuelle.

Immer wieder hatte Milonow mit absurden Initiativen und Vorschlägen, etwa der Forderung nach einem Einreiseverbot für Conchita Wurst, nicht nur für eine homophobe Atmosphäre, sondern zugleich auch für Spott in Medien und Bevölkerung gesorgt. Manches wirkte selbst für seine Anhänger lächerlich und übertrieben.

Zugleich blieb aber manche extremst homophobe Hetze unwidersprochen – Schwule und Lesben nannte er durchaus häufig "pervers" oder "krank" – und einige Initiativen, etwa zur Schließung der Homo-Clubs der Stadt (queer.de berichtete), wurden durchaus mit Sorge aufgenommen: Milonow selbst war mehrfach mit Schlägertrupps bei LGBT-Veranstaltungen erschienen (queer.de berichtete).

Auch sein Vorgehen gegen das Online-Projekt "Kinder 404" für LGBT-Jugendliche führte zu mehreren Gerichtsverfahren gegen die Gründerin, eine Schließung der wichtigen Community ist durchaus noch möglich (queer.de berichtete). Als Vorsitzender des Rechtsausschusses der regionalen Duma verantwortete er das dort bereits 2012 in Kraft getretene Gesetz gegen "Homo-Propaganda". Es ist inzwischen aufgehoben – zugunsten des Russland-weiten Gesetzes, das nach ihm entstand.

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Tags: russland, witali milonow, st. petersburg, verdienstorden, wladimir putin
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Reaktionen zu "Putin zeichnet Homo-Hasser aus"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
13.09.2015
17:37:20
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von Greenbasic


Und mit Verletzung der Menschenrechten und Diskriminierung von Homosexuellen will man zur westlichen Welt aufschließen?


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#2
13.09.2015
17:42:35


(+3, 9 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Klassisches Beispiel einer von Selbsthass zerfressenen Schwulette.

Sonst ist da nix.


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#3
13.09.2015
17:58:47


(+4, 6 Votes)
 
#4
13.09.2015
18:00:26


(-5, 9 Votes)

Von jhgk


Ich sag nur CIA. Die CIA soll Hand anlegen .Basta ..Ende erspart einen Krieg mit Russland.


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#5
13.09.2015
19:16:39


(+3, 5 Votes)

Von paolo


Na klar,putin bläst milonow einen, milonow bläst putin einen,nix neues


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#6
13.09.2015
19:34:05


(+5, 7 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Zugleich blieb aber manche extremst homophobe Hetze unwidersprochen Schwule und Lesben nannte er durchaus häufig "pervers" oder "krank" und einige Initiativen, etwa zur Schließung der Homo-Clubs der Stadt (queer.de berichtete), wurden durchaus mit Sorge aufgenommen: Milonow selbst war mehrfach mit Schlägertrupps bei LGBT-Veranstaltungen erschienen (queer.de berichtete)."

Der einzige, der wirklich pervers und gemeingefährlich - im wahrsten Sinne des Wortes - ist, ist dieser Schwulen-Hasser selbst! Diese "Auszeichnung" ist keine Auszeichnung, sondern eine Schande.
ZAR PUTIN - STOPP HOMOPHOBIA! STOPP HATE-CRIMES!


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#7
13.09.2015
20:02:55


(+8, 10 Votes)

Von David77


Link zu www.berliner-zeitung.de

Hier ein interessanter Beitrag über ihn.

"Im selben Jahr 1998 ließ Milonow sich auch orthodox taufen. Aber zum Christentum hatte er schon sieben Jahre vorher gefunden, ausgerechnet bei den Baptisten. Ich kam damals nach zwei Stunden aus der Kirche und spürte einen tiefen Hass gegen alles, was ich vorher getan hatte, sagt er."

Das spricht ja wohl Bände... Mal wieder ein "Wiedergeborener" von den Baptisten...
Und heraus kommt er mit Hass... Soviel zur vielgepriesenen Nächstenliebe...
Man sollte Baptisten damit konfrontieren.
Und vor allem sehr aufschlussreich:
"spürte einen tiefen Hass gegen alles, was ich vorher getan hatte"
Aha. Muss man groß raten, gegen wen sich der Hass auf Homosexuelle eigentlich richtet und wo er herkommt??


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#8
13.09.2015
21:14:59


(-7, 7 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


So menschenverachtend, wie der aussieht, stammt er bestimmt von folgendem Tyrannen ab:

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Iwan_IV._%28Russland%29


wohl aber eher von dem:

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_I._%28Russland%29


Und so ein geistig Zurückgebliebener wird auch noch ausgezeichnet!


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#9
13.09.2015
23:34:39


(+7, 7 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Zitat: " Jetzt werde "endgültig klar", dass sich Russland "in Richtung der Verrücktheit und Dunkelheit des Mittelalters" bewege, kommentierte hingegen der Moskauer CSD-Organisator Nikolai Aleksejew."

Das ist mir schon eine ganze lange Weile eher klar geworden, wohin sich das Land bewegt. Mit solchen Heinis als Galleonsfiguren kann da nix Gutes bei rauskommen.

Ah ja, der hasst alles, was er früher getan hat? Blöd für ihn. Wenn er Weiber gefickt hat, muss er jetzt keusch leben oder ganz heimlich Kerle ficken ... wenn er früher Kerle gefickt hat, ist er heute eine hassverkorkste Klemmschwester!


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#10
14.09.2015
00:55:02


(-10, 12 Votes)

Von Markus45


Tja und weiterhin rollen die deutschen Linken bei der Linkspartei und die SPD dem Putin den roten Teppich. Und unser SPD-Exkanzler Schröder würde als Erstes dort erscheinen und Putin umarmen.

Würden Linke und Sozialdemokraten regieren, dann würde in Berlin dem Putin der rote Teppich gerollt.

Wer links oder sozialdemokratisch in Deutschland wählt, wählt Putin.


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