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  • 14.09.2015, 15:33h           3      Teilen:   |

Machtwechsel in Canberra

Australien: Auch mit neuem Premier keine schnelle Ehe-Öffnung

Artikelbild
Malcolm Turnbull (l.) löst seinen Parteikollegen Tony Abbott als Premier ab

Nach dem Sturz von Tony Abbott will der neue Premier Malcolm Turnbull, ein Befürworter der "Ehe für alle", offenbar an einem Referendum nach der Wahl festhalten.

Der australische Premierminister Tony Abbott ist nach einem Machtkampf in der eigenen Partei seinen Job los. Bei einer Kampfabstimmung unterlag der konservative Regierungschef am Montag in seiner Fraktion seinem Herausforderer Malcom Turnbull.

Rund ein Jahr vor der nächsten regulären Parlamentswahl (die spätestens im Januar 2017 stattfinden muss) stehen die Umfragewerte für die Partei schlecht. Der 60-jährige Turnbull, der vierte Premier in zwei Jahren, soll nun durch ein liberales Image Punkte für die Partei holen. Bereits im Februar hatten Parteirebellen eine Abstimmung über den Parteivorsitz verlangt, die Abbott aber noch abwehren konnte. Das Votum am Montag verlor er mit 44 zu 54 Stimmen.

Ein großer Streitpunkt innerhalb von Abbotts Liberalen war in den letzten Jahren die Frage einer Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare. Im August entschied die Regierungskoalition, eine Abstimmung über die Frage für Abgeordnete nicht freizugeben (queer.de berichtete). Stattdessen kündigte Abbott einen (von ihm lange abgelehnten) Volksentscheid zu der Frage an, der allerdings erst nach der Wahl stattfinden sollte.

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Turnbull befürwortet Ehe-Öffnung

Australiens zukünftiger Premier Turnbull hingegen hat sich schon vor Jahren für eine Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare ausgesprochen und sich für eine Freigabe der Abstimmung im Parlament eingesetzt.

Medienberichten zufolge will Turnbull aber an der Linie von Partei und Koalition festhalten, dass es zu der Frage ein in Australien eher seltenes Plesbizit geben soll und das erst nach der nächsten Wahl. LGBT-Organisationen haben inzwischen angekündigt, Turnbull um ein Treffen in den nächsten Tagen zu bitten. Die Kampagne "Australian Marriage Equality" freute sich mit einem Meme auf Facebook, dass erstmals in der Geschichte des Landes die beiden Anführer von Regierung und Opposition eine Ehe-Öffnung unterstützen.

Laut Umfragen unterstützt auch eine Mehrheit der Australier eine Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare. Die Organisation Victorian Gay and Lesbian Rights Lobby legte in der letzten Woche zugleich das Ergebnis einer Umfrage vor, wonach rund 70 Prozent von 650 befragten LGBT gegen eine Volksabstimmung sind, da diese unnötige Kosten produziere und zu Hetze gegen Minderheiten führen könne.

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Tags: australien, tony abbott, malcom turnbull, ehe-öffnung, referendum
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Reaktionen zu "Australien: Auch mit neuem Premier keine schnelle Ehe-Öffnung"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
14.09.2015
18:52:05


(-4, 4 Votes)

Von Patroklos
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Neue Besen kehren gut? Abwarten und Tee trinken!


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#2
14.09.2015
19:44:07


(-3, 5 Votes)

Von Markus44


Es ist gut und erfreulich, das nunmehr mit Malcolm Turnbull ein Eheöffnungsbefürworter bei den Liberalen an die Spitzge gekommen ist.

Und es ist gut, dass die australische sozialdemokratische Chefin Julia Gillard sich nunmehr ebenso zur Eheöffnung bekennt, wobei hätte sie diese Meinung schon zur Zeit ihrer Regierung gehabt, dann hätte Australien bereits die Eheöffnung. Die Eheöffnung ist vor paar Jahren in Australien deswegen nicht gekommen, weil Julia Gillard dies als sozialdemokratische Regierungschefin damals nicht wollte.


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#3
15.09.2015
14:14:32


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
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Offensichtlich ist es in Australien so, das Premier wird, wer die Parteiführung inne hat..

Und nur deshalb muß Tony Abbot hier nun als Premier weichen..

Man stelle sich vor, hier wird Kanzler, wer die Partei führt..
Und dann verliert die Mutti eine solche Kampfabstimmung gegen einen Mann wie Armin Laschet oder Volker Kauder..

Grauenhafte Vision..


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