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Am 28. September debattiert u.a. Superintendent Dr. Bertold Höcker über die Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare.

Nicht nur Gesellschaft und Politik, sondern auch die Evangelische Kirche ist sich uneinig in der Frage einer Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare. Auf der einen Seite hat sich der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Prof. Dr. Heinrich-Bedford-Strohm, für die Ehe für alle ausgesprochen und als entscheidendes Kriterium für das verbindliche Füreinandereinstehen definiert. Auf der anderen Seite hat etwa erst jüngst der neue sächsische Landesbischof Dr. Carsten Retzing mit Verweis auf die Bibel selbst generell gelebte Homosexualität als gegen den Willen Gottes bezeichnet.

"Was ist also eigentlich eine Ehe – aus bürgerlich-rechtlicher Sicht, aus protestantischer Sicht, aus feministisch- und queertheologischer Sicht?" Das will der LSVD im Rahmen eines Diskussionsabends am 28. September klären. Mit Henny Engels vom LSVD-Bundesvorstand debattieren Dr. Bertold Höcker (Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Stadtmitte und selbst schwul) und Magdalena Möbius (Studienleiterin für Frauenarbeit im Amt für Kirchliche Dienste der EKBO).

Die öffentliche Veranstaltung wird moderiert von Helmut Metzner vom LSVD-Bundesvorstand und bietet ein Schlusswort von Ulrich Kessler vom regionalen LSVD. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Georgensaal des Evangelischen Kirchenforums Berlin Mitte (Klosterstraße 66). (nb/pm)



#1 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 15.09.2015, 12:29h
  • " ... aus protestantischer Sicht, aus feministisch- und queertheologischer Sicht?"

    Aha, Wissenschaft wird mit magischen Firlefanz vermischt. Dass dieser Quatsch ausschließlich den menschenfeindlichen Sekten nutzt, sie aufwertet und ihren wirren Thesen seriösen Anstrich verleiht, ist klar.

    Liebe LSVDler: Ehe hat mit Magie NICHTS zu tun. Eure erneuten Unterstützung homophober und faschistoider Positionen wird Euch hoffentlich um die Ohren fliegen. Nie mehr auch nur einen Cent für Euch!
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#2 Patroklos
#3 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 15.09.2015, 13:28h
  • Antwort auf #2 von Patroklos
  • Na, Du musst es ja haben!
    Außer für Deine Geheimarmee ANONYMOUS, spendest Du doch auch schon für die Wiedereinführung der Todesstrafe (NPD), den BDM (dicke Zöpfe), die FDP (nochmal Todesstrafe) und dem Verein zur Integration der Begriffe Karneval und Umwelt in die Frau (Loriot).
    Herzlichen Glückwunsch!
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#4 Patroklos
#5 TheDad
  • 15.09.2015, 13:42h
  • Antwort auf #2 von Patroklos
  • Wie hoch ist denn da, trotz der Behauptung durch Austritt der Sekte entkommen zu sein, im Mittel Dein jährliches Spendenaufkommen ?

    Gibt es da eine "Liste" besonders unterstützenswürdiger Organisationen ?
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#6 TheDad
  • 15.09.2015, 13:53h
  • Antwort auf #1 von Defragmentierung
  • Grundsätzlich kritisch zu sehen ist hier vor allem die Teilnahme des Herrn Höcker..

    Der Mann ist neben seiner Theologie auch noch Psychologe, und solche Menschen sind mir von Haus aus suspekt..

    Der gehört zwar auch zum Kuratorium der Hirschfeld-Stiftung, und das der selbst Schwul ist, wurde bei der Aufstellung des neuen Kuratoriums irgendwie unterschlagen, selbst im dazugehörigen Artikel hier..
    Aber seine Funktion als "Superintendent" der Berliner Landeskirche macht ihn quasi zu einer Art "Vermieter" des Tagungsortes Georgensaal..

    Das hat dann den Geschmack eines Kamin-Gespräches in dem die "theologische Sicht" dominiert..
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#7 ursus
  • 15.09.2015, 13:54h
  • Antwort auf #1 von Defragmentierung
  • das ging mir beim lesen auch durch den kopf. der subtext klingt für mich doch zu sehr nach "was eine ehe ist und was keine, sollten religiöse funktionär_innen doch bitte mitbestimmen dürfen".

    sollten sie aber eben nicht, genau das ist doch das problem.

    natürlich kann man die haltung vertreten, dass eine kritische diskussion innerhalb der religionen zu diesem thema wünschenswert sei, aber ich halte es nicht wirklich für die aufgabe unserer lobbyist_innen, diese in die hand zu nehmen. erst recht nicht, wenn dabei der eindruck unkritisch gefördert wird, dass religiöse scheinargumente auf die gleiche ebene gestellt werden sollten wie politische tatsachen.

    "queere theologie" halte ich übrigens für einen schlechten witz. das klingt in meinen ohren so absurd wie "humanistischer faschismus".
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#8 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 15.09.2015, 14:41h
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • "Das hat dann den Geschmack eines Kamin-Gespräches in dem die "theologische Sicht" dominiert.."

    Definitiv. Das Irrationale muss nicht einmal durch die es vertretenen Gesprächsteilnehmer dominieren, wie es bei diesem magischen Zirkel des LSVD der Fall ist. Es reicht in der Regel ein fauler Apfel im Fass, um jeden ergebnisoffenen und rationalen Diskurs zu sabotieren. Mit Sektenmitgliedern oder deren Lobby für leistungsfreie Einkommen zu diskutieren, und dies kann ich nach jahrzehntelanger Erfahrung bezeugen, ist sinnlos, Hornberger Schießen, Tri-Tra-Trullala.
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#9 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 15.09.2015, 14:56h
  • Antwort auf #7 von ursus
  • " natürlich kann man die haltung vertreten, dass eine kritische diskussion innerhalb der religionen zu diesem thema wünschenswert sei, aber ich halte es nicht wirklich für die aufgabe unserer lobbyist_innen, diese in die hand zu nehmen."

    Dieser Standpunkt ist auch der meine. Wobei ich bei sekteninternen Diskursen die Ohren doch eher auf Durchzug schalte, mir ist einfach die Zeit zu schade. Und ja, sehr ärgerlich und abzulehnen ist die Unterstützung die der LSVD Ideologien angedeihen lässt, die exemplarisch und primär für die Verfolgung und Vernichtung (!) von LGBTs stehen. Von der betrügerischen und hinterhältigen Entwertung evidenzbasierender Fakten durch esoterischen Mumbo-Jumbo gar nicht erst zu reden. Dies ist ehedem eine direkte Unterstützung der Gegenaufklärung durch Obskurante.
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#10 HonestAbeProfil
  • 16.09.2015, 11:09hBonn
  • Könnte man bitte ENDLICH mal allseitig akzeptieren, dass die ZIVILehe NICHTS mit der von irgendwelchen Zauberern durchgeführten religiösen Ehe zu tun hat!!!

    inb4 dass ich hart darüber aufgeklärt werde, dass "moderne Priester" ja etwas "völlig anderes" seien als "Zauberer".
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