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"Ben und Lotta"

Gegenteile ziehen sich aus

  • 17. September 2015, 10:16h, Noch kein Kommentar

"Ben und Lotta – Gegenteile ziehen sich aus" von Nessa Maral ist eine humorvolle Novelle, die dennoch ernste Themen wie Freundschaft, Toleranz, Akzeptanz und die Angst der Selbstverwirklichung behandelt.

Die Transgender-Novelle "Ben und Lotta" ist das erste Buch der jungen Autorin Nessa Maral.

Ben kann sie alle haben. Er kann jede Frau, die ihn anlächelt, mit wenig Aufwand in sein Bett locken. Und auf diese Tatsache ist er stolz. Er und sein bester Freund Sascha wetteifern oft darum, wer wann zum Zug kommt und Ben ist überzeugt – sein Leben ist toll!

Zumindest solange, bis er sie will. Lotta. Eine Frau mit bunten Perücken, die er ständig auf seiner Arbeit im Fitnessstudio sieht und die er wiederholt anflirtet – jedoch ohne Erfolg?

Die Geschichte beleuchtet abwechselnd die beiden Hauptcharaktere Ben und Lotta. Während Bens Gedanken sich darum drehen, wie er Lotta erobern kann, hat Lotta genau davor Angst. Angst, dass Ben ihr Geheimnis, ihre zugleich größte Schwachstelle, entdeckt und sich von ihr abwendet.

Denn Lotta wurde als Alexander geboren. Bereits in ihrer Jugend wusste sie, dass sie eine Frau ist. Und scheinbar gibt es nur einen Menschen in Lottas Leben, der sie so akzeptiert wie sie ist: ihren besten Freund Andreas, der schwul ist und Interesse an ihr hat.

Nachdem Andreas nach einem Bar-Besuch mit Lotta zu aufdringlich wird, rettet Sascha Lotta und "verdient" sich somit ein Date mit ihr, was jedoch katastrophal schief läuft. Derweil verliert Ben dank des Umstandes, dass sein bester Freund mit seiner Angebeteten ausgeht, die Freundschaft zu Sascha und betrinkt sich in eben jener Location, in der auch Lotta und Sascha ausgehen.

Liebe kennt kein Geschlecht


"Ben und Lotta – Gegenteile ziehen sich aus" ist das erste Buch von Nessa Maral

Lotta rettet Ben und verbringt die Nacht mit ihm. Nachdem Ben am nächsten Morgen realisiert, dass er, als überzeugter Hetero mit einem biologischen Mann geschlafen hat, verlässt er Lotta fluchtartig. Für beide beginnt eine Berg- und Talfahrt. Ben hinterfragt seine Sexualität und startet wiederholt Versuche, mit anderen Frauen zu schlafen, was allerdings misslingt. Lotta wendet sich in ihrer Verzweiflung wieder an Andreas, in der Hoffnung, nicht allein bleiben zu müssen.

Nach einem Ausflug in eine Schwulenbar erkennt Ben, dass er nicht über Lotta hinwegkommt. Er mag Lotta, weil sie ist wie sie ist. Und auch Lotta kommt zu einer Erkenntnis: Durch Ben erfährt sie, dass sie sehr wohl geschlechtsunabhängig akzeptiert und geliebt werden kann.

Gefühlvoll wird in "Ben und Lotta – Gegenteile ziehen sich aus" beigebracht, dass Liebe kein Geschlecht oder Aussehen kennt. Dass Liebe dorthin kommt, wo sie Platz hat.

Die kurze Novelle ist das erste Werk der 1996 im oberschwäbischen Bad Saulgau geborenen Autorin Nessa Maral. Bereits seit 2009 schreibt die heute 19-jährige Geschichten, sogenannte Fanfictions, zu Themen, die sie interessieren.

Nessa Maral bezeichnet sich selbst als Freiheitskämpferin für die gleichgeschlechtliche Liebe. Auch in den zukünftigen Werken werden Themen wie Transsexualität und Homosexualität eine Rolle spielen. Eine Fortsetzung zu "Ben und Lotta" ist geplant. (cw)

Infos zum Buch

Nessa Maral: Ben und Lotta . Gegenteile ziehen sich aus. Roman. 204 Seiten. Broschur. Format: 12,7 x 20,3 cm. Books on Demand. Bad Saulgau 2015. 9,95 €. ISBN 978-3-738625-12-7