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Tim Cook ist seit 2011 Chef des amerikanischen Computerriesen Apple und nach seinem Coming-out drei Jahre später der mächtigste offen schwuler Geschäftsmann der Welt

Der Apple-CEO hat in einer amerikanischen Latenight-Show über seine Homosexualität gesprochen – und warum er sich deshalb mit seiner Firma für Menschenrechte engagiert.

In der CBS-Talkshow "Late Night with Stephen Colbert" hat Apple-Chef Tim Cook begründet, warum er sich vergangenes Jahr als schwul geoutet hat (queer.de berichtete). Außerdem erklärte er, warum sich seine Firma – anders als unter seinem verstorbenen Vorgänger Steve Jobs – neuerdings auch für wohltätige Zwecke, insbesondere Menschenrechte und Umweltschutz, engagiert.

Hier das am Mittwoch von CBS veröffentlichte Video des Gesprächs:

Und hier die Übersetzung:

Moderator: Sie hatte gerade Ihr Coming-out als Schwuler. War das ein Upgrade oder eine Funktion, die erst jetzt aktiviert wurde? (Lachen) Warum ich frage: Sie sind im [erzkonservativen Bundesstaat] Alabama wegen ihrer Sexualität praktisch als eingeborener Außenseiter groß geworden. Hat das Einfluss darauf, dass sie Menschen aus aller Welt, denen es schlecht geht, helfen wollen?

Cook: Ja. Jeden Tag, wenn ich zur Arbeit komme, sehe ich auf meinem Schreibtisch ein Foto von Robert Kennedy und Martin Luther King. Jeden Tag denke ich an Dr. Kings Zitat: "Die wichtigste und dringlichste Frage ist: Was tust du für andere?" Mir wurde klar, dass Kids in Schulen Mobbing ausgesetzt sind. Sie werden diskriminiert und sogar von ihren eigenen Eltern verstoßen. Ich musste etwas tun.

Mir ist zwar meine Privatsphäre wichtig, aber ich hatte das Gefühl, dass ich sie zu wichtig genommen habe. Ich konnte schließlich etwas für andere tun. Ich wollte jedem meine Wahrheit erzählen. Viele haben es schon gewusst. Für viele war es keine Neuigkeit. Es war, als ob man etwas im iPhone neu entdeckt, was es schon immer gab, aber man wusste bislang nichts davon. (Lachen) Für viele meine Mitarbeiter war es keine Offenbarung, aber das war es für viele in der Welt. Ich habe mich verpflichtet gefühlt, das zu tun.

In dem Interview verteidigte Cook auch Steve Jobs gegen Kritik. Dieser wird in Biografien als herzloser und brutaler Firmenpatriarch dargestellt.

Cook ist seit 2011 Vorstandsvorsitzender von Apple. Unter seiner Regie führte der Computerriese unter anderem ein Mitarbeiter-Wohltätigkeitsprogramm und ein Ehrenamts-Programm ein. Er hat außerdem den Kurs des 1976 gegründeten Unternehmens als eine der LGBT-freundlichsten Firmen in den USA beibehalten. Im Corporate Equality Index der LGBT-Organisation Human Rights Campaign erhält die Firma seit Jahren die Wertung "100 Prozent". Es gibt aber seit Jahren auch Kritik an dem Konzern, weil insbesondere bei chinesischen Zulieferfirmen katastrophale Arbeitsbedingungen herrschen. (dk)



#1 LeonhardAnonym
#2 Petrillo
  • 17.09.2015, 14:38h
  • Und der Gewinner für das Bestätigen von Vorurteilen gegenüber Schwulen ist...

    #1 Leonhard, der bei diesem Bericht wieder nur daran dachte, mit wem der Interviewpartner er körperlich interagieren würde!

    Vielleicht lieber mal darüber freuen, dass Tim Cook eine Riesen-Bresche für schwule Business-Leute schlägt? Dass Tim Cook es geschafft hat, Apple die letzten Jahre auf Kurs zu halten und Gewinn wie Wohlfahrtstätigkeit zu maximieren?

    Auf jeden Fall ist Tim Cook ein hochinteressanter und sympathischer Mann, der hoffentlich noch eine ganze Zeit den Konzern weiter so gut steuert (auch wenn man Steve Jobs Abwesenheit ab und an spürt).
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#3 Dont_talk_aboutProfil
  • 17.09.2015, 23:22hFrankfurt
  • Dieser skrupellose Konzern wird durch einen Schwulen an der Spitze auch nicht besser. Cook kann gar nicht so viel spenden, um das gutzumachen, was er vorher verbockt hat
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#4 HonestAbeProfil
#5 albernAnonym
#6 Patroklos
#7 HonestAbeProfil