Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?24622

Das Polizeifoto von Kim Davis wurde letzte Woche geschossen, nachdem Richter Bunning Beugehaft gegen sie angeordnet hatte

Verzweifelt wehrt sich die Südstaaten-Standesbeamtin dagegen, Homo-Paare in ihrem Amt gleichzubehandeln.

Kim Davis hält weiter die Gerichte auf Trab: Die 50-jährige Standesbeamtin aus Rowan County in Kentucky, die als wiedergeborene Christin keine Homosexuellen trauen will, ist diese Woche zwei mal vor einem Bundesberufungsgericht mit ihrem Antrag gescheitert, Schwulen und Lesben Ehescheine verweigern zu dürfen.

So hatte sie gegen ein Urteil von Bundesrichter David Bunning geklagt, der vergangene Woche angeordnet hatte, dass sie alle heiratswilligen Paare trauen muss, wenn es sich nach US-Recht um eine legale Ehe handelt. Weil sie sich der Anordnung widersetzte und auch ihre Angestellten keine Ehescheine ausstellen ließ, ordnete Bunning sogar Beugehaft an. Er sah keine andere Möglichkeit, den gleichgeschlechtlichen Paaren zu ihrem Recht zu verhelfen: Davis kann als gewählte "County Clerk" weder entlassen noch versetzt werden, ein auwändiges Impeachment-Verfahren ist nicht in Sicht. Erst nach fünf Tagen wurde Davis wieder auf freien Fuß gesetzt (queer.de berichtete).

Am Donnerstag wurde der Antrag auf vorläufige Aussetzung von Bunnings Urteil von drei Berufungsrichtern abgewiesen. Die Anwälte der Beamtin hatten argumentiert, dass Bunning seine Kompetenz überschritten habe, als er anordnete, dass sie gleichgeschlechtliche Paare trauen muss – ihrer Ansicht nach durfte sich das Urteil lediglich auf die Kläger beziehen, aber nicht auf alle Homo-Paare.

Bereits am Dienstag war sie mit einem weiteren Antrag auf vorläufige Aussetzung gescheitert. Hier hatte sie beantragt, keine Ehescheine ausgeben zu müssen, bis über ihre Klage gegen Steve Beshear, den Gouverneur von Kentucky, entschieden wird. Beshear hatte angeordnet, dass alle Standesbeamten im Bundesstaat Homo- und Heteropaare trauen müssen, was Davis als Verletzung ihrer Religionsfreiheit betrachtet. Die Berufungsrichter urteilten, dass die Klage der gläubigen Standesbeamten nur sehr geringe Aussichten auf Erfolg habe und eine Aussetzung daher nicht angemessen sei.

Weiter viel Unterstützung für Davis

Unter christlichen Erzkonservativen gilt Davis derweil weiterhin als Heldin. Auch mehrere Präsidentschaftskandidaten der Republikaner loben ihren Widerstand gegen LGBT-Rechte. So fand am Donnerstag eine Demonstration mit mehreren hundert Teilnehmern vor dem Parlamentsgebäude von Tennessee in Nashville statt, bei der neben Davis' Ehemann auch Präsidentschaftskandidat Ted Cruz eine Rede hielt.

Bei der CNN-Präsidentschaftsdebatte am Mittwochabend spielte Davis ebenfalls eine Rolle. Mehrere der 16 Kandidaten erklärten die homophobe Standesbeamtin zu einer Kämpferin für Menschenrechte. Kandidat Rick Santorum verglich Davis etwa mit dem Bürgerrechtler Martin Luther King. Mike Huckabee erklärte, dass muslimische Terroristen im Gefängnis praktisch mehr Religionsfreiheit als die Christin Davis hätten, weil man ihnen erlaube, sich einen langen Bart wachsen zu lassen. Die favorisierten Kandidaten Jeb Bush und Donald Trump hielten sich dagegen vom Thema fern. (dk)



#1 jhgkAnonym
#2 TheDad
  • 18.09.2015, 14:20h
  • ""Kandidat Rick Santorum verglich Davis etwa mit dem Bürgerrechtler Martin Luther King.""..

    Gegen diesen Vergleich werden doch wohl hoffentlich auch die Colored People auf die Barrikaden gehen, denn King hat niemandem "verboten" zu Heiraten..
    Im Gegenteil hat er sich dafür eingesetzt Ehen zwischen den unterschiedlichen Ethnien zu erlauben..

    Das zeigt aber auch nur einmal mehr auf, wie unsinnig die "Argumente" solcher Leute wie Santorum daherkommen..

    Dieser Frau Davies kann man nur raten möglichst sofort auf ihr Amt zu verzichten, denn sonst wird man sie ihres Amtes entheben müssen..
  • Antworten » | Direktlink »
#4 no_name_01
  • 18.09.2015, 15:02h
  • Ich warte mit einem Pflasterstein bewaffnet vor dem Rowan County Office. Die Bibel sagt, dass Ehebrecher Tod durch Steinigung finden müssen. *sarkasmus*

    Ich fände so eine Aktion vor Ihrem Arbeitsplatz eigentlich lustig, aber vielmehr dieses Heuchlertum aufdeckend. Auf Ihre Reaktion darauf wäre ich sehr gespannt
  • Antworten » | Direktlink »
#5 stromboliProfil
  • 18.09.2015, 15:17hberlin
  • Antwort auf #4 von no_name_01
  • eine aktion mit styropor- pflastersteinen..
    Gar nicht mal so schlecht die idee..
    so sinngemäß ihren eigenen anspruch auf sie angewendet...

    Sollte man hier auch als instrumentarium der radikalen aktionsgegenwehr gegen christlichen eifer anwenden oder zumindest in einem happening zeigen

    vieleicht morgen vor dem hedwigsbordel..
    viele bunte gefüllte kondome für den neuen lehnsherrn der christlichen bruderschaft.
    Auch ich wäre gespannt auf reaktion und gesichter..
    vieleicht würde das ja der rbb übertragen?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 stromboliProfil
#7 Fg68atProfil
  • 18.09.2015, 16:07hWien
  • Sie traut keine Paare. Sie muss nur Ehefähigkeitszeugnisse (Heiratslizenz / Heiratserlaubnis / Marriage license) ausstellen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Johannes45Anonym
#9 Miguel53deProfil
  • 18.09.2015, 16:51hOttawa
  • Antwort auf #8 von Johannes45
  • Liebe Redakteure von Titanic. Ich habe bereits aufgegeben. Nun sollte das der "Drei Apostel" auch tun. Wir sind laengst enttarnt.



    Und nun behaupten Sie noch, lieber Freund, Sie moechten nicht so furchtbar gern in den Schoss der Mutter Kirche zurueckkriechen...

    Man muss Sie einfach gern haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Harry1972Profil