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  • 18.09.2015, 16:07h           14      Teilen:   |

Gleichbehandlung

Argentinien hebt Blutspendeverbot für Schwule auf

Artikelbild
In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, werden Schwule generell vom Blutspenden ausgeschlossen - egal, ob sie sich risikoreich verhalten haben oder nicht (Bild: flickr / P1270004 / cc by 2.0)

Während in Deutschland alle Männer, die einmal Sex mit einem Mann gehabt haben, vom Blutspenden ausgeschlossen sind, reformiert Argentinien seine Gesetze.

Der argentinische Gesundheitsminister Daniel Gollán hat am Mittwoch in einer feierlichen Zeremonie das Ende des generellen Blutspendeverbots für schwule Männer verkündet. Gollán erklärte, dass homosexuelle Beziehungen nicht grundsätzlich gefährlicher seien als heterosexuelle. Daher solle künftig das individuelle Risikoverhalten betrachtet werden, nicht die sexuelle Orientierung des Spenders.

LGBT-Aktivisten begrüßten die Entscheidung: "Es ist großartig, dass endlich dieser Schritt zur Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung durchgeführt wird – in einem der letzten Bereiche, in denen wir ausgeschlossen waren", sagte Esteban Paulón von der "Federación Argentina de Lesbianas, Gays, Bisexuales y Trans" (FALGBT), die mehr als 15 Jahre lang für die Aufhebung des Verbots gekämpft hatte.

Zuletzt hatten mehrere Länder in Lateinamerika ihr Blutspendeverbot aufgrund der sexuellen Orientierung aufgehoben, darunter auch Mexiko. In Europa werden schwule und bisexuelle Männer unter anderem in Italien und Spanien bei der Blutspende gleichbehandelt wie Heterosexuelle. In anderen Ländern dürfen Männer, die Sex mit Männern haben, zwar Blut spenden, für sie gelten aber höhere Hürden: In Großbritannien müssen Schwule beispielsweise ein Jahr lang keusch leben, Heterosexuelle dürfen dagegen immer sexuell aktiv sein.

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DAH fordert auch in Deutschland ein Ende des Verbots

In Deutschland ist jedem Mann, der einmal Sex mit einem Mann gehabt hat, das Blutspenden untersagt. Dabei ist es unerheblich, ob der Mann Safer Sex betrieben hat und ob er einen oder 1.000 Partner gehabt hatte. Es gab zwar in den letzten Jahren eine Debatte über die Aufhebung des generellen Verbots, bislang aber ohne Erfolg. Die Deutsche Aids-Hilfe fordert schon lange eine Neuregelung, da "viele Heterosexuelle zumindest zeitweise höhere Infektionsrisiken" aufweisen würden.

Der Europäische Gerichtshof hat erst im April entschieden, dass ein Blutspendeverbot aufgrund der sexuellen Orientierung innerhalb der EU rechtens ist (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: blutspenden, argentinien
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Reaktionen zu "Argentinien hebt Blutspendeverbot für Schwule auf"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
18.09.2015
16:32:52


(-4, 6 Votes)

Von jhgk


Das ist gut! Jetzt das Blutspenden aber für Mann+Frau-Paare verbieten. Wrr Vaginalkrämpfe hat ,kann kein Blut spenden. Da stimmt was nicht mit der Sexualität von Mann+Frau nicht. Nicht das per Mann+Frau-Blut noch andere Krämpfe auf den Menschen vererbt, weitergereicht werden und Homosexuelle auch noch Analkrämpfe, Oralkrämpfe usw. bekommen.


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#2
18.09.2015
18:50:20


(-2, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Muchas Gracias, Daniel Gollán! Eine wegweisende und gleichzeitig hervorragende Entscheidung! Das erzkatholische Argentinien ist damit Deutschland um Lichtjahre voraus, denn wir müssen in unserem Land bis zum Sanktnimmerleinstag damit warten!


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#3
18.09.2015
22:47:08


(-3, 5 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Es geht bei der Regelung darum, das Restrisiko zu minimieren, das es gibt, da der Test nicht alle Tage abdeckt. Dafür muss es irgendwelche EINFACHEN Kriterien geben, die also auch praxistauglich sind.

Egal, welche Gruppe man durch die Regelung ausschließt, man wird immer Fälle konstruieren können, wo jemand nicht ausgeschlossen werden müsste und ein anderer besser schon. Aber das ist alternativlos, wenn man die Leute nicht eine halbe Stunde über ihr Sexualleben ausfragen möchte


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#4
19.09.2015
01:13:20


(0, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Dont_talk_about


""Dafür muss es irgendwelche EINFACHEN Kriterien geben, die also auch praxistauglich sind.""..

Und wie sich über Jahrhunderte hinweg erwiesen hat, ist Gruppen-bezogene Diskriminierung nicht nur ein "einfaches Kriterium", es ist sogar "alltagstauglich" und lange erprobt..

Wen schert es schon dass man die Menschen die helfen wollen trotzdem pauschal ausschließt, und zusätzlich auch noch mehr als eine halbe Stunde über alles mögliche befragt !?..

""Aber das ist alternativlos""..

Es gibt IMMER eine Alternative !

Und vor allem IMMER eine Diskriminierngs-FREIE Alternative !


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#5
19.09.2015
19:34:31


(-2, 4 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014
Antwort zu Kommentar #4 von TheDad


Kollege TheDad wrote

> Wen schert es schon dass man die Menschen die
> helfen wollen trotzdem pauschal ausschließt,

Ausnahmsweise hast Du es mal sehr gut auf den Punkt gebracht. Es geht hier um Menschen, die helfen wollen. Ganz offenbar hat aber das Rote Kreuz analysiert, dass dies kein Hilfe ist, also mehr Probleme schafft als es löst. Wenn das RK alternativ Fragen zur Monogamie stellen würde, gäbe es hier doch auch wieder genug Leute, denen das nicht schmecken würde. Ergo: Wer wirklich nur helfen will, der zieht zurück, wenn seine Hilfe netto keinen Mehrwert liefert


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#6
19.09.2015
20:20:36


(0, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Dont_talk_about


""Ganz offenbar hat aber das Rote Kreuz analysiert, dass dies kein Hilfe ist, also mehr Probleme schafft als es löst. Wenn das RK alternativ Fragen zur Monogamie stellen würde, gäbe es hier doch auch wieder genug Leute, denen das nicht schmecken würde.""..

Wie paßt das zu der Tatsache das Menschen die EIN EINZIGES MAL im Leben als Mann Sex mit einem Mann hatten, der Fakt ob dies Safe geschah dabei völlig außer Acht gelassen wird, für den REST ihres Lebens als Spender ausgeschlossen werden ?

WER stellt dann hier wohl das größere Risiko dar ?

Promiskuitive Menschen aller Sexueller Identitäten, oder nur MSM ?

Das wurde auch hier schon Dutzendfach diskutiert, aber Leute wie Du sehen immer noch nicht ein, das man Diskriminierungen nicht einfach hinzunehmen hat !

Das was Du hier als "Mehrwert" bezeichnest, ist nichts weiter als PROFITGIER der Konzerne wie dem DRK, die sich schlicht weigern, sich der veränderten technischen Lage anzupassen, und auf Profite zugunsten einer erhöhten Sicherheit FÜR ALLE, zu verzichten, und auf so plumpe "Argumentationen" zu verzichten !


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#7
19.09.2015
21:01:35


(-1, 3 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #3 von Dont_talk_about


"Es geht bei der Regelung darum, das Restrisiko zu minimieren, das es gibt, da der Test nicht alle Tage abdeckt. Dafür muss es irgendwelche EINFACHEN Kriterien geben, die also auch praxistauglich sind."

Dieses "einfache Kriterium" ist ein Todesurteil für manche, die vergeblich auf eine Spende warten!!

"Aber das ist alternativlos, wenn man die Leute nicht eine halbe Stunde über ihr Sexualleben ausfragen möchte"

Und wenn der Spender nun doch bereit ist, ausgefragt wird, es sich rausstellt, dass er monogam ist und sich nicht riskant verhält, und er am Ende dann doch abgelehnt wird, weil er schwul ist?

"
Link zu www.queer.de
"

" Egal, welche Gruppe man durch die Regelung ausschließt, man wird immer Fälle konstruieren können"
Der Fall ist real und war Mord durch verweigerte Hilfeleistung!!!!


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#8
19.09.2015
21:54:53


(-2, 6 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014
Antwort zu Kommentar #7 von David77


@David77

Selbst wenn jemand selber treu ist, kann es ja sein, dass sein Freund in betrügt, ohne dass er es weiß. Rein statistisch ist dann aber sein Infektionsrisiko höher als wenn er in einer heterosexuellen Beziehung lebt und sein Partner ihn betrügt. Selbst wenn also die Beziehung monogam ist oder er gar keinen Sex hat, hat das RK ja das Problem, dass es das nicht mit Sicherheit wissen kann. Das Problem existiert im Hetero-bereich natürlich genauso, aber es gilt halt statistische Risiken zu minimieren


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#9
19.09.2015
22:38:59


(0, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Dont_talk_about


""Selbst wenn jemand selber treu ist, kann es ja sein, dass sein Freund in betrügt, ohne dass er es weiß.""

Stimmt..
Das gilt aber FÜR ALLE, und damit ist Dein nachfolgender Satz purer UNSINN :

""Rein statistisch ist dann aber sein Infektionsrisiko höher als wenn er in einer heterosexuellen Beziehung lebt und sein Partner ihn betrügt.""..

Das Infektionsrisiko steigt NICHT durch die sexuelle Identität, sondern einzig durch promiskes, und hier vor allem durch Risiko-Verhalten und fehlenden SaferSex !

""Selbst wenn also die Beziehung monogam ist oder er gar keinen Sex hat, hat das RK ja das Problem, dass es das nicht mit Sicherheit wissen kann.""..

Kann es bei Heten-Beziehungen AUCH NICHT !
Kann es bei Heten-Singles AUCH NICHT !

""Das Problem existiert im Hetero-bereich natürlich genauso, aber es gilt halt statistische Risiken zu minimieren""..

Es gilt hier vor allem DUMMHEIT und VORURTEILE zu minimieren !

Zur Dummheit gehört die Auffassung MSM sei irgendwie "gefährlicher" als sonstiges promiskuitives Verhalten OHNE SaferSex, denn es geht hier gar nicht nur um HIV, sondern um diverse übetragbare Infektionen !

Zu den Vorurteilen gehört die Unerhörtheit von Leuten wie Dir, zu behaupten das "statistische Risiken" vermeidbar wären, indem man MSM grundsätzlich als Spender ausschließt !

Denn trotz dieses Ausschlusses kam es, wenn auch selten, auch in Deutschland zu Übertragungen von HIV und diversen anderen Infektionen durch Blutspenden..


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#10
19.09.2015
23:18:24


(-2, 6 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014
Antwort zu Kommentar #9 von TheDad


@Kollege TheDad

Ich habe nicht den Eindruck, dass Du überhaupt verstehst, was ein statistisches Risiko ist und wie dieses entsteht. Man kann sich die Welt natürlich malen, wie sie einem gefällt. Eine Diskussion, die etwas mit der Realität zu tun hat, ist dann aber nicht mehr möglich


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