Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?24624

Bereits jetzt der ranghöchste offen homosexuelle Beamte im Verteidigungsministerium: Eric Fanning (Bild: Pentagon)

Eric Fanning wurde von Präsident Barack Obama als neuer U.S. Army Secretary nominiert – der Senat muss noch zustimmen.

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat am Freitag Eric Fanning als Nachfolger von John McHugh für den Posten des U.S. Army Secretary nominiert. Sofern der Senat den Vorschlag bestätigt, wäre der 47-Jährige der erste offen Schwule, der einen Dienst des amerikanischen Militärs leitet. Der U.S. Army Secretary hat den Rang eines Staatssekretärs und ist direkt dem Verteidigungsminister unterstellt.

"Eric bringt viele Jahre bewiesener Erfahrung und außergewöhnliche Führungsstärke in seine neue Aufgabe", erklärte Obama in einer Stellungnahme. "Ich freue mich, gemeinsam mit Eric dafür zu arbeiten, dass unser Militär das beste in der Welt bleibt."

Erst vor vier Jahren wurde "Don't ask, don't tell" aufgehoben

Eric Fanning ist bereits jetzt der ranghöchste offen homosexuelle Beamte im US-Verteidigungsministerium, wo er mehrere Führungspositionen besetzte. Zu Beginn seiner Karriere hatten Lesben und Schwule im US-Militär aufgrund der "Don't ask, don't tell"-Regelung ihre Homosexualität noch verstecken müssen. Das Pentagon hob diese Regelung erst 2011 auf (queer.de berichtete). Als Zivilist fiel Fanning selbst nicht unter die 1993 eingeführte Regelung, die das komplette Verbot von Homosexuellen in der Armee ersetzte.

LGBT-Verbände begrüßten die Nominierung Fannings. Chad Griffin, Präsident der Human Rights Campaign, nannte sie "ein Zeichen der Hoffnung und eine Demonstration kontinuierlichen Fortschritts hin zu Fairness und Gleichberechtigung in den Streitkräften unserer Nation".

Ein schwuler U.S. Army Secretary helfe, "den richtigen Ton an der Spitze zu setzen", kommentierte OutServe-SLDN, ein Zusammenschluss von LGBT-Militärangehörigen, die Entscheidung Obamas. "Sie ist eine Chance für das Verteidigungsministerium, die Bedürfnisse von LGBT im Militär und ihren Familien besser zu verstehen", erklärte Sprecher Matt Thorn.

Erst im Juli hatte das amerikanische Verteidigungsministerium angekündigt, dass es ab kommenden Jahr erstmals Transsexuelle im Militär akzeptieren werde (queer.de berichtete). Bislang war Transsexualität in den "Armed Forces" ein zwingender Entlassungsgrund. (cw)



#1 Patroklos
  • 19.09.2015, 10:13h
  • Ich drücke ihm die Daumen, daß er das Amt auch antreten kann und der Senat grünes Licht gibt!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 ursus
  • 19.09.2015, 14:45h
  • die bürgerlichen lobbyvereine würden vermutlich auch jubeln, wenn eine offen lesbische mutter zur staatlichen henkerin ernannt würde. es gibt keine emanzipation bei gleichzeitiger verneigung vor menschenverachtenden machtstrukturen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 DefragmentierungEhemaliges Profil
#4 LeonhardAnonym
#5 Markus44Anonym
  • 19.09.2015, 23:30h
  • Antwort auf #2 von ursus
  • @Ursus
    "die bürgerlichen lobbyvereine würden vermutlich auch jubeln, wenn eine offen lesbische mutter zur staatlichen henkerin ernannt würde. es gibt keine emanzipation bei gleichzeitiger verneigung vor menschenverachtenden machtstrukturen."

    Typisches linksideologisches Gefasel der dümmsten Art und Weise...

    ------

    Es ist gut, dass es die US-amerikanischen Streitkräfte gibt, dass es die NATO gibt und dass Deutschland mit den Vereinigten Staaten militärisch verbündet ist.

    Auch gut, das heute Japan nunmehr eine andere Militärdoktrin verabschiedet hat und nunmehr auch Japan sich an Kampfeinsätzen im Ausland beteiligen kann.

    ------

    Wenn die Linkspartei meint, dass Deutschland sich nicht an Militäreinsätzen beteiligen darf, der trägt Mitschuld, wenn Terroristen in Afrika/in Asien die Macht ergreifen oder wie in Syrien und Nordirak Islamisten die Bevölkerung terrorisieren.

    Wenn Linke und Grüne meinen, Sie müßten die USA immer für Ihre Kriegseinsätze bekämpfen, dann tragen Sie Mitschuld daran, dass Terroristen sich in Drittweltstaaten an der Macht halten können.

    Wer Pazifimus, so wie die Linken durchsetzen will, der verweigert schlichtweg die Realitäten in der Welt Ernst zu nehmen.

    Islamisten und Terroristen kann man nicht mit Diplomatie und freundlichen Argumenten überzeugen, sondern dazu bedarf es Militäreinsätze und Berufsarmeen.

    Daher schön wenn ein offen schwuler Mann in den USA nunmehr dort an die Spitze als Heerminister gelangt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Jörg NeugebauerAnonym
  • 20.09.2015, 00:16h
  • SA-Chef Ernst Röhm und Alexander der Große waren ja auch homosexuelle Militärs. Neu oder "fortschrittlich" ist das also wahrlich nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Harry1972Profil
  • 20.09.2015, 07:58hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #5 von Markus44
  • "Wenn Linke und Grüne meinen, Sie müßten die USA immer für Ihre Kriegseinsätze bekämpfen, dann tragen Sie Mitschuld daran, dass Terroristen sich in Drittweltstaaten an der Macht halten können."

    Dass diese Terroristen in den meisten Fällen überhaupt erst durch den amerikanischen Geheimdienst in die Lage versetzt wurden, groß zu werden, ist völlig an Dir vorbeigegangen?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 schwarzerkater
  • 20.09.2015, 10:53h
  • Antwort auf #2 von ursus
  • @ursus: "die bürgerlichen lobbyvereine würden vermutlich auch jubeln, wenn eine offen lesbische mutter zur staatlichen henkerin ernannt würde..."

    guter vergleich - hauptsache die quote stimmt
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDad
  • 20.09.2015, 16:35h
  • Antwort auf #5 von Markus44
  • ""Wenn die Linkspartei meint, dass Deutschland sich nicht an Militäreinsätzen beteiligen darf,""..

    Wo steht das ?
    Wer hat das gefordert ?

    ""Wenn die Linkspartei meint, dass Deutschland sich nicht an Militäreinsätzen beteiligen darf, der trägt Mitschuld, wenn Terroristen in Afrika/in Asien die Macht ergreifen oder wie in Syrien und Nordirak Islamisten die Bevölkerung terrorisieren.""..

    Was für ein Weltbild suggeriert Dir hier, das Terroristen nachfragten, ob sie die Macht im Lande übernehmen dürften ?
    Und das sie davon abließen so lange die Bundeswehr Teil der Nato sei ?

    Mal abgesehen davon das sich die Bundeswehr als Teil der Nato im Ausland nur bewegen darf, wenn es ein UNO-Mandat dazu gibt..

    Was genau spricht dagegen als souveräner Staat sein Militär als "Bundeswehr" abzuschaffen, und diese Truppen dann als Teil eines EU-Heeres und vor allem als Teil eines UNO-Heeres zu etablieren, und damit an den durch die UNO-Mandate legitimierten Einsätzen teilzunehmen ?

    ""Wenn Linke und Grüne meinen, Sie müßten die USA immer für Ihre Kriegseinsätze bekämpfen, dann tragen Sie Mitschuld daran, dass Terroristen sich in Drittweltstaaten an der Macht halten können.""..

    Man muß jeden Staat politisch kritisieren, was noch lange nicht bekämpfen heißt, der sich in einem kriegerischem Konflikt mit einem anderem Staat befindet..
    Das schließt die USA ebenso wie Russland ein, deren militärische Präsenzen in diversen Ländern der Erde NICHT auf UNO-Mandaten beruhen !

    ""Wer Pazifimus, so wie die Linken durchsetzen will, der verweigert schlichtweg die Realitäten in der Welt Ernst zu nehmen.""..

    Wo läßt du "denken" ?
    Wer Pazifismus durchsetzen will, muß aufhören zu schießen..
    Als Erster..
    Und muß die Tatsache durchsetzen das militärische Auseinandersetzung NICHT die Fortsetzung von "Politik mit anderen Mitteln" ist, sondern die Durchsetzung eigener Interessen auf Kosten der Leben anderer Menschen !

    ""Islamisten und Terroristen kann man nicht mit Diplomatie und freundlichen Argumenten überzeugen""..

    Das kann durchaus sein..
    Aber man kann Terroristen vor allem vom Nachschub mit Waffen abschneiden, und auch wirtschaftlich entwaffnen..
    Denn man muß mit denen keine "Geschäfte" machen..

    ""Daher schön wenn ein offen schwuler Mann in den USA nunmehr dort an die Spitze als Heerminister gelangt.""..

    Was genau ist daran nun "schön" ?
    Es muß Menschen geben, die diesen Job machen, so lange er besteht..
    Ob dieser Mensch dafür nun unbedingt ein Schwuler Mann sein muß, oder ein Hetero-Großvater, ist eigentlich egal..
    Die Meldung dahinter besagt nämlich nur, das es der USA scheinbar gelungen ist Diskriminierngen aufgrund der Sexuellen Identität so weit abzubauen..
    An der Kritik am eigentlichem Job ändert das trotzdem überhaupt nichts !

    Und was hat das alles mit der Meinung von "ursus" zu tun, die romantischerweise darin besteht, dass sich Schwule Männer nicht in solche staatlichen Strukturen vereinnahmen lassen sollten ?

    Was ist an seiner Meinung "typisch linksideologisch" ?

    NICHTS !

    Aber Du bist gar nicht mehr in der Lage eine andere Meinung als etwas anderes als "typisch linksideologisch" wahrzunehmen, denn Du selbst bist Rechtskonservativ, und damit ideologisch Reaktionär erstarrt, und siehst hier nur die Kritik am System, das Dir persönlich "am Bestem" gefällt..
  • Antworten » | Direktlink »
#10 ursus
  • 20.09.2015, 16:52h
  • Antwort auf #5 von Markus44
  • >"Islamisten und Terroristen kann man nicht mit Diplomatie und freundlichen Argumenten überzeugen, sondern dazu bedarf es Militäreinsätze und Berufsarmeen."

    wenn man sich anschaut, wie sich der terrorismus mit zunehmenden "westlichen" militäreinsätzen in diversen "nicht-westlichen" ländern der welt in den letzten jahren entwickelt hat, dann kann man nicht gerade behaupten, dass die militärische strategie allzu erfolgreich sei.

    gerade der radikalislamische terrorismus ist ohne die politischen und psychologischen auswirkungen der us-militärpolitik nicht zu verstehen. diese politik hat terrorismus vermutlich in höherem maße hervorgebracht als bekämpft.
  • Antworten » | Direktlink »