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Amerikanische Fernsehpreise

Emmys für "Crazy Eyes" und Jeffrey Tambor


Uzo Aduba spielt in "Orange is the New Black" die lesbische Insassin "Crazy Eyes", Jeffrey Tambor zeigt in "Transparent" seine weibliche Seite (Bild: Netflix/Amazon Studios)

Bei den wichtigsten amerikanischen Fernsehpreisen gehörte "Transparent" zu den Gewinnern – Uzo Aduba konnte bereits zum zweiten Mal abräumen.

Die Amazon-Webserie "Transparent" ist mit fünf Emmys eine der bislang erfolgreichsten LGBT-Serien der Geschichte. Bei den 67. Primetime Emmy Awards, die am Sonntagabend live im US-Fernsehen ausgestrahlt worden sind, wurde der 71-jährige Schauspieler Jeffrey Tambor als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie ausgezeichnet. Er spielt in der zehnteiligen Serie die Transsexuelle Maura Pfefferman, die sich erst im Rentenalter outet. Außerdem erhielt die Serie einen Preis für die beste Regie.

Bereits eine Woche zuvor war die Serie mit drei weiteren Emmys in Nebenkategorien ausgezeichnet worden – für beste Titelmusik, beste Kostüme in einer zeitgenössischen Serie und den besten Gaststar (Bradley Whitford). "Transparent" war in insgesamt elf Kategorien nominiert worden.

Mehr Emmys erhielten nur die Fantasyserie "Game of Thrones", die mit zwölf Preisen einen neuen Rekord aufstellte, und die HBO-Miniserie "Olive Kitteridge", die mit acht Emmys ausgezeichnet wurde.

"Transparent" hatte bereits in den letzten Monaten mehrere Fernsehpreise erhalten und wurde auch von LGBT-Aktivisten hoch gelobt. Im März erhielt die Reihe für die realistische Darstellung des Coming-outs einer Transsexuellen auch den GLAAD-Award (queer.de berichtete).

Einen Emmy gab es am Sonntagabend auch für die nigerianisch-amerikanische Schauspielerin Uzo Aduba, die in der Web-Serie "Orange is the New Black" die lesbische "Crazy Eyes" darstellt. Sie hatte bereits im letzten Jahr den Preis als beste Nebendarstellerin erhalten. Derzeit lässt der Onlinedienst Netflix die vierte Staffel der Serie produzieren.

"Veep" und "Game of Thrones" sind die besten

Bei den Hauptpreisen wurde dieses Jahr "Veep" als beste Comedyserie ausgezeichnet, die sich unter anderem gegen "Modern Family" und "Transparent" durchsetzen konnte. Die Serie handelt von einer Politikerin (Julia Louis-Dreyfus, die ebenfalls einen Emmy als beste Hauptdarstellerin erhielt), die bei den Präsidentschaftsvorwahlen gescheitert ist und nun nur das undankbare Amt der Vizepräsidentin inne hat. Bei den Dramaserien setzte sich "Game of Thrones" durch – unter anderem gegen "House of Cards", "Mad Men" und "Orange is the New Black".

Zum zweiten Mal in Folge als beste Moderatorin ausgezeichnet wurde auch die lesbische Schauspielerin Jane Lynch. Sie moderiert die Spielshow "Hollywood Game Night", bei der Promis gegeneinander antreten. In dieser Kategorie war auch Heidi Klum nominiert für die Moderation von "Project Runway", einer insbesondere bei Schwulen beliebten Realityshow für Modedesigner. Die Serie läuft derzeit in der 14. Staffel.

In der Emmy-Galashow war auch die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in den USA ein Thema. So ging Moderator Andy Samberg ("Brooklyn Nine-Nine") auf die radikal-christliche Standesbeamtin Kim Davis ein, die derzeit in ihrem Bezirk in Kentucky versucht, gleichgeschlechtliche Ehen zu verhindern (queer.de berichtete): "Wenn ich eine intolerante Frau tanzen sehen will, dann wäre ich zu einer der vier Hochzeiten von Kim Davis gegangen." In seinem Monolog sagte er weiter: "Es ist unglaublich, dass sie zum Song 'Eye of the Tiger' aus dem Gefängnis entlassen wurde, wenn man bedenkt, wie viele Typen miteinander gevögelt haben, während dieses Lied lief." (dk)