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Whistleblowerin Chelsea Manning ist für viele Amerikaner eine Landesverräterin, was man sie im Gefängnis auch spüren lässt

Die amerikanischen Militärbehörden haben einen Antrag der transsexuellen Whistleblowerin Chelsea Manning abgelehnt, ihr Haar "nach weiblichen Standards" zu tragen.

Das gab die Bürgerrechtsorganisation ACLU am Freitag bekannt. Auf Mannings Twitter-Account, der von Anhängern der 27-Jährigen betrieben wird, wurde bereits eine Klage gegen das Verbot angekündigt.

Manning sitzt derzeit in einem Männergefängnis des US-Militärs in Fort Leavenworth (Bundesstaat Kansas) eine 35-jährige Haftstrafe wegen Spionage und anderen Vergehen ab. Sie war 2010 verhaftet worden, weil sie hunderttausende geheime Dokumente der Enthüllungsplattform WikiLeaks zugespielt hatte. Diese zeigten unter anderem Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak-Krieg. Der Fall machte weltweit Schlagzeilen, damals noch unter dem Namen "Bradley Manning". 2013 outete sie sich kurz vor ihrer Verurteilung als Transsexuelle (queer.de berichtete).

Das Militär hat bereits im vergangenen Jahr einer Geschlechtsanpassung zugestimmt. Jetzt, so kritisiert die ACLU, würden ihr aber immer weitere Steine in den Weg gelegt. "Das Militär hat anerkannt, dass es für Chelsea ein wichtiger Teil ihres Behandlungsplans ist, ihr Haar wachsen zu lassen. Aber ihre Grundrechte, die von der Verfassung garantiert werden, werden immer noch gebrochen", erklärte ACLU-Anwalt Chase Strangio. Er beklagte, dass die Behörden bereits Chelseas Geschlechtsanpassung nur wegen der Einreichung einer Klage zugestimmt hätten.

Bereits im April hatte Manning in einem Interview mit der Zeitschrift "Cosmopolitan" beklagt, dass es "schmerzlich und seltsam" für sie sei, weiterhin Haare wie Männer tragen zu müssen. Erst im letzten Monat hatte das Militär Manning für angebliche Regelverletzungen bestraft (queer.de berichtete). Sie durfte drei Wochen lang nicht den Hof oder die Bibliothek und das Fitnesscenter nutzen. Grund: Sie soll verbotene Gegenstände, insbesondere eine abgelaufene Zahnpastatube, in ihrer Zelle gehabt haben. (dk)



#1 MausmopsEhemaliges Profil
  • 22.09.2015, 12:41h

  • Für mich ist diese Frau unschuldig! Alles was im Zusammenhang ihrer Inhaftierung passiert ist eine Verletzung ihrer Menschenrechte. Die USA sollten sich schämen hierfür.
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#2 IsaakAnonym
  • 23.09.2015, 14:03h
  • Antwort auf #1 von Mausmops
  • Dass für Sie die Dame unschuldig ist mag ja schön sein, nur ist sie leider US-amerikanischem Recht und nicht Ihren Privatvorlieben unterworfen und hat im Übrigen ihre Verfehlungen umfangreich gestanden und sich sogar dafür entschuldigt. Wie man da - und angesichst der Klarheit ihrer Straftat - von einer etwaigen Unschuld ausgehen kann, entzieht sich meinem Vorstellungsvermögen.

    Dazu: Hier pauschal (und gleichsam mit der Brechstange) allen am Fall Beteiligten Menschenrechtsverletzungen zu unterstellen ist sicher keine gute Idee und verharmlost wirkliche Angriffe auf die Menschenrechte, die sich nicht in einem rechtsstaatlichen Verfahren und einigen harschen Haftordnungen erschöpfen. Und davon gibt es weiß Gott genug.
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#3 MausmopsEhemaliges Profil
  • 23.09.2015, 16:38h
  • Antwort auf #2 von Isaak

  • Nein sie haben vollkommen Recht. Das bisschen Gewalt welches sie aufgedeckt hat ist nicht der Rede wert. Das sie allen Ernstes auch drei mal für den Friedensnobelpreis nominiert wurde kann man auch getrost außer Acht lassen. Was Gott weiß oder nicht weiß wissen weder sie noch ich.
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#4 SebiAnonym
  • 23.09.2015, 18:46h
  • Chelsea Manning ist eine Frau. Wieso darf sie dann nicht ihr Haar wie eine Frau tragen?

    Diese Ignoranz gegenüber transidenten Personen finde ich auch als schwuler Mann unerträglich.
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#5 TimAnonym