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  • 22.09.2015, 12:30h           25      Teilen:   |

Konservative sind empört

USA: LGBT-Aktivisten beim Papstempfang

Artikelbild
Papst Franziskus besucht bis Sonntag die USA (Bild: Roberto Stuckert Filho)

Der Besuch von Papst Franziskus in den Vereinigten Staaten erhitzt die Gemüter, weil Obama auch LGBT-Gruppen und einen schwulen Bischof zu einem Treffen eingeladen hat.

Amerikanische Konservative haben Präsident Barack Obama kritisiert, weil er beim Papstempfang unter anderem auch LGBT-Aktivisten eingeladen hat. So sollen be einem Termin vor dem Weißen Haus am Mittwoch unter anderem die katholische LGBT-Organisation "New Ways Ministry" und ein Vertreter des "Transgender Caucus for Dignity USA" teilnehmen.

Obama lud auch eine lesbische Lehrerin ein, die vor mehreren Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung von einer katholischen Schule gefeuert worden war. Zudem wird der schwule Ex-Bischof Gene Robinson von der Episkopalkirche erwartet. Insgesamt sollen an dem Empfang rund 15.000 Menschen teilnehmen.

Über die Gästeliste empörte sich insbesondere der republikanische Präsidentschaftskandidat Mike Huckabee, der zuletzt durch seine Unterstützung der homophoben Standesbeamtin Kim Davis für Aufmerksamkeit gesorgt hatte (queer.de berichtete). "Präsident Obamas Entscheidung, den Besuch von Papst Franziskus in eine politische Massenveranstaltung für Homo- und Abtreibungsaktivisten zu verwandeln, ist eine Beleidigung für Millionen von Katholiken", erklärte der frühere Gouverneur von Arkansas. Obama stehe der "antichristlichsten Regierung in der amerikanischen Geschichte" vor. Huckabee ist selbst kein Katholik, sondern Mitglied der erzkonservativen Südstaatenbaptisten.

Von vielen konservativen Blogs wird diese Kritik geteilt. So kritisierte ein Ex-Priester auf breitbart.com, dass Obama Menschen zum Empfang eingeladen habe, die "den katholischen Glauben missachten".

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Papst auch unter Erzkonservativen umstritten

Allerdings erstreckt sich die Achtung vieler US-Konservativer für die Papst nicht auf alle Lebensbereiche. Während sie die generelle Ablehnung von Homosexualität durch die katholische Kirche unterstützen, gab es in den letzten Monaten in konservativen Medien wie dem "Fox News Channel" immer wieder Kritik am Pontifex, weil er sich kritisch gegenüber der freien Marktwirtschaft geäußert hatte und ein erbitterter Gegner der in den USA populären Todesstrafe ist. Außerdem nahmen ihm manche Kommentatoren übel, dass Franziskus in den letzten Tagen den kommunistischen Erzfeind Kuba besucht hatte, während viele Konservative einen Total-Boykott der Insel fordern.

Der Vatikan hält sich bislang bedeckt über die Gästeliste. Die konservative Tageszeitung "Wall Street Journal" berichtete, dass es im Vatikan Irritationen über den Empfang gebe. Allerdings wollte sich kein Sprecher öffentlich dazu äußern.

Franziskus wird am späten Dienstagnachmittag in Washington erwartet und bis Sonntag in den USA bleiben. In dieser Zeit soll er unter anderem eine Rede vor dem US-Kongress halten und will die Städte New York City und Philadelphia besuchen. LGBT-Aktivisten haben angekündigt, vor Ort zu sein und mit Transparenten den Papst aufzufordern, Homo- und Transsexuelle nicht mehr generell als Sünder zu verurteilen. (dk)

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Tags: papst, franziskus, katholische kirche, usa, barack obama
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Reaktionen zu "USA: LGBT-Aktivisten beim Papstempfang"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
22.09.2015
12:56:28


(0, 10 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung


" ... die katholische LGBT-Organisation ... "

Ach? Der LSVD hat auch ein Büro in Washington?


Gibt es eigentlich auch eine Von-Ausserirdischen-Entführte LGBT-Organisation?
Oder eine Straight LGBT-Organisation? Die teilen sich dann sicher ein Büro mit der Nationalsozialistischen-Klezmer-Organisation. ^^


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#2
22.09.2015
13:04:51
Via Handy


(+15, 17 Votes)

Von Nico


Gut, dass Obama sich nicht einschüchtern lässt und ganz klar zeigt, dass GLBTI ein Teil der Gesellschaft sind und auch für den Papst nicht versteckt werden.

Ich hoffe nur, dass er den Papst auch mit der gefeuerten Lehrerin konfrontiert.


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#3
22.09.2015
14:00:50


(+12, 18 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich halte es für entlarvend, dass die Katholiban jetzt dem Weißen Haus schon vorschreiben wollen, wer zu einem Empfang eingeladen werden darf.

Super gemacht von Obama. Wenn ich daran denke, dass der schwule Wowereit seinen Partner versteckt hat, als Ratzinger in Berlin war, weil er das dem "Papst" nicht zumuten mochte ...


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#4
22.09.2015
14:15:43


(-18, 22 Votes)

Von Jeeens


Wenn der Papst sowohl von links als auch von rechts kritisiert wird, steht er wohl genau richtig.

Dass diese bewusste Provokation von Obama peinlich ist, steht außer Frage.


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#5
22.09.2015
14:42:26


(+11, 19 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #4 von Jeeens


Was machst du eigentlich, wenn der Papst mal in deine Gegend kommt und den Leuten die Hände schüttelt? Stellst du dann einen Schrank hin und versteckst dich, oder reichst ihm die Hand aus dem Schrank raus, um ihn nicht peinlich zu provozieren?

"Dass diese bewusste Provokation von Obama peinlich ist, steht außer Frage."

Wem ist sie peinlich? DIR? Vielleicht so peinlich provokant, wie ein Sohn gemischtrassiger Eltern, der auch noch Präsident wird? Die Geschichte wird zeigen, wer auf der Verliererseite stehen wird, und dann sind jene peinlich, die Ressentiments haben. Wie es heute jene sind, die solche damals gegen gemischtrassige Paare hatten und sie für provokant hielten.
Was wäre denn, wenn der Papst mal nach Island gereist wäre? Er wäre von einer Frau empfangen worden. Sogar von einer lesbischen. Wäre das nicht auch eine peinliche Provokation gewesen?
Und was ist denn nun mit dem französischen Botschafter im Vatikan?


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#6
22.09.2015
15:05:42


(+17, 19 Votes)

Von Ohne Gnade


Großartig, dass sich Obama einfach nicht vom homophoben Mob beirren lässt!

Unsere flatulierende "Ich habe da so ein komisches Bauchgefühl bei der Gleichstellung"-Trulla Mutti Merkel wäre im Traum nicht auf die Idee gekommen, ausgerechnet bei einem Papst-Empfang Vertreter von LGBT-Gruppen einzuladen. Stattdessen würde sie nur wieder irgendwelche fundamentalistischen Katholen und evangelikalen protestantischen Hetzer dazubitten.

Wie sie es ja auch bisher immer gehalten hat. Ich sage nur "Grußworte für den Gnadauer Kreis" (einen ultrakonservativen ev. Verein, der unter anderem die Homo-Heilung propagiert) und ähnliche Geschmacklosigkeiten.

Man kann über Obama sagen, was man will, aber LGBT-technisch hat er's einfach drauf. Unsere Bundesmutti bläht lieber weiter fröhlich vor sich hin ...


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#7
22.09.2015
15:12:52


(+3, 9 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von Defragmentierung


"Nationalsozialistischen-Klezmer-Organisation."
das soll wohl eine double bind konstruktion sein?
man wird schwer von begriff, ich sags ja.


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#8
22.09.2015
16:29:44


(+3, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Jeeens


""Wenn der Papst sowohl von links als auch von rechts kritisiert wird, steht er wohl genau richtig.""..

Dir Kritik am Papst ist eher keine Frage von "Rechts" und "Links"..

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mike Huckabee ist Autor mehrerer Bücher sowie ehemaliger Pastor der Southern Baptist Convention..

Also ein religiöser Eiferer..
Baptist..
Evangelikaler der dem katholischem Papst huldigt, mindestens sich anbiedert..

""Huckabee schloss das Studium zum Bachelor of Arts in Religion an der Ouachita Baptist University mit magna cum laude nach zweieinhalb Jahren 1975 ab.
Danach wechselte er zu einem Theologischen Seminar der Southern Baptist Convention (SBC) in Fort Worth, Texas.
Das dortige Studium brach er nach einem Jahr ab.
Huckabee war Pastor in SBC-Kirchen in Arkadelphia, Texarkana (Arkansas) und Pine Bluff, Arkansas.
Von 1989 bis 1991 war er Präsident der Arkansas Baptist State Convention.
Er war auch als Präsident bei einem religiös orientierten Fernsehsender tätig.""..


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#9
22.09.2015
16:35:03


(+5, 11 Votes)
 
#10
22.09.2015
17:11:31


(+11, 11 Votes)

Von Katrin
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Obama hat einen Querschnitt der Bevölkerung eingeladen. Das ist nur richtig so und keineswegs provokant. Ich empfinde es allerdings als provokant, dass keine ehemals geschändeten Kinder dabei sind, die von der RKK abgefunden wurden. Wenn die Kittelträger aus Rom jetzt wegen einer handvoll katholischer Gays irritiert sind dann sollen sie doch den Besuch absagen. Und übrigens irritieren auch mich katholische Schwule, nicht nur den Papst, weil ich dachte der Vatikan sei voll davon.


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