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Homophobe Symbolfigur

Kim Davis bleibt in den Schlagzeilen


Kim Davis im Interview mit dem Sender ABC

Die homophobe Standesbeamtin präsentiert sich in der Öffentlichkeit als Verfolgungsopfer – und weigert sich weiterhin, schwule und lesbische Paare gleich zu behandeln.

Kim Davis könnte erneut Ärger mit dem Gesetz ins Haus stehen: Die 50-jährige gewählte Standesbeamtin aus dem Bezirk Rowan County in Kentucky weigert sich weiterhin, ihrer Unterschrift und ihren Namen auf Ehe-Dokumente zu setzen, weil sie es als Christin nicht verantworten könne, Schwule und Lesben zu verheiraten. Am Montag haben Anwälte von zwei gleichgeschlechtlichen und zwei verschiedengeschlechtlichen Paaren Klage gegen Davis eingereicht. Der Vorwurf: Mit dieser Praxis könnten die Eheschließungen in dem Bezirk ungültig sein.

Das Problem ist, dass Davis die Ehescheine in ihrem Bezirk abgeändert hat – statt ihres Namens steht auf ihnen nun, dass die Scheine "gemäß einer gerichtlichen Anordnung" ausgestellt werden. Die Bürgerrechtsorganisation ACLU befürchtet, dass die Scheine damit nicht mehr die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Außerdem würden damit Schwule und Lesben als Bürger zweiter Klasse diskriminiert.

"Ich habe Freunde, die schwul oder lesbisch sind"

Im Sender ABC erklärte Davis am Dienstag unter Tränen, dass sie keine Angst davor habe, für ihren Glauben erneut ins Gefängnis zu gehen. Außerdem sagte sie, dass sie nichts gegen Homosexuelle habe – mit einem Argument, dass viele prominente Personen mit homosexuellenfeindlichen Ansichten, beispielsweise Landesbischof Carsten Rentzing oder der CDU-Politiker Volker Kauder, fast wortgleich genutzt haben: "Ich habe Freunde, die schwul oder lesbisch sind." Davis weiter: "Sie wissen, wo ich stehe. Wir sind bei diesem Thema nicht einer Meinung, aber es ist in Ordnung, weil wir einander respektieren."

Die Standesbeamtin reagierte auch auf Vorwürfe, dass sie eine Heuchlerin sei, weil sie selbst vier Mal geheiratet habe, obwohl Christen maximal ein Mal heiraten sollten. Ihre Antwort: Sie habe erst nach der letzten Scheidung Gott gefunden.

Davis' Anwalt Mat Staver, der als Gründungsmitglied der homophoben Juristenorganisation "Liberty Counsel" immer wieder gegen LGBT-Rechte polemisiert, versucht unterdessen, den Märtyrerstatus seiner Mandantin zu stärken. Die ACLU wolle "ihren Skalp als Trophäe an die Wand hängen", polterte er in einer ersten Reaktion auf die erneute Klage. (dk)

Youtube | Das Davis-Interview auf ABC


#1 no_name_01
  • 23.09.2015, 16:15h
  • Warum weint SIE eigentlich? Sie ist doch diejenige, die anderen Menschen ihr Recht auf zivile Ehe verweigert...

    Kramt noch mehr schmutzige Wäsche aus, damit endlich ihr Märtyrerstatus einen irreparablen Schaden erleidet!
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#2 Nanus64Anonym
#3 KaluAnonym
  • 23.09.2015, 16:48h
  • Nur mal zur Info - vielleicht auch um das Ausmaß der Schwulenfeindlichkeit vom K.Davies zu illustrieren. Sie ist "county clerk" und Kraft ihres Amtes "verheiratet" sie niemanden. Sie stellt lediglich eine "marriage license" aus. Mit diesem Formular bestätigt sie als gewählte Staatsbeamtin - noch nicht mal persönlich, sondern In Vertretung des Staates Kenntucky - dass ein Paar alle gesetzlich erforderlichen Papiere und Nachweise eingereicht hat, um heiraten zu können. Damit ist sie weder an der Eheschließung selbst beteiligt, noch sanktioniert sie diese in irgendeiner Weise - nicht als Amtsträgerin und schon gar nicht als Person Kim Davies.
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#4 Patroklos
#5 SebiAnonym
  • 23.09.2015, 18:42h
  • "und weigert sich weiterhin, schwule und lesbische Paare gleich zu behandeln."

    Wie lange will der Staat sich noch von einer einzelnen Fanatikerin derart vorführen lassen?

    Wenn die sich weigert, ihren Job zu machen, muss sie sich halt einen anderen Job suchen...
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#6 HeinerAnonym
  • 23.09.2015, 18:50h
  • >> Die homophobe Standesbeamtin präsentiert sich in der Öffentlichkeit als Verfolgungsopfer

    Es ist immer schon typisch für die Psyche von Fanatikern gewesen, dass sie sich als "arme Opfer" sehen und denken, nur sie lägen richtig, während alle anderen falsch liegen.
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#7 23tg3nfr30jAnonym
#8 EwingAnonym
#9 HonestAbeProfil
  • 23.09.2015, 23:12hBonn
  • Antwort auf #8 von Ewing
  • Nochmal zur Erinnerung: Die Kuh wurde in dieses Amt gewählt, nicht angestellt! Sie kann daher leider Beelzebubs nicht gefeuert werden. Was möglich wäre, wäre ein Amtsenthebungsverfahren, aber ich bin kein Jurist und schon gar nicht versiert in US-Recht und weiß daher nicht, welche Chancen ein solches Verfahren hätte.
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#10 PFriedrichProfil
  • 24.09.2015, 00:10hTrier
  • "...Die Standesbeamtin reagierte auch auf Vorwürfe, dass sie eine Heuchlerin sei, weil sie selbst vier Mal geheiratet habe, obwohl Christen maximal ein Mal heiraten sollten. Ihre Antwort: Sie habe erst nach der letzten Scheidung Gott gefunden. ..." -

    Jaja. Du kleines beklopptes Mausezähnchen weißt ganz genau, daß dein "Gott" "will", daß du nach deinen religiotischen Spielregeln zu deinem ERSTEN Mann zurückzugehen hast. Und sollte der inzwischen verschieden sein - dann mußt du zu Nummer zwei etc. etc., du verlogenes, dummes Luder.
    - kotz -
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