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Transfrauen in der Türkei

Deutschland-Premiere von "Trans X Istanbul"


Im Mittelpunkt der Doku steht Ebru Kırancı, die sich seit 25 Jahren für LGBT-Rechte in der Türkei engagiert

Amnesty International präsentiert Maria Binders Dokumentarfilm über Transfrauen in der Türkei am Sonntag in Berlin.

Transfrauen in der Türkei werden zunehmend Opfer von Gewalt oder sogar ermordet. Sofern Straftaten gegen sie überhaupt polizeilich untersucht und vor Gericht gebracht werden, bleiben die Täter häufig straffrei.

Der Film "Trans X Istanbul" von Maria Binder begleitet Ebru Kırancı, eine Menschenrechtsaktivistin aus Istanbul, bei ihrem Kampf gegen die Vertreibung und Ermordung von Transfrauen. Kırancı ist selbst Transfrau und hat am eigenen Leib erfahren, was es heißt, von Staat, Gesellschaft und Familie ausgegrenzt zu werden.

Seit 25 Jahren setzt sich Ebru Kırancı aktiv für die Menschenrechte ein. Mit Humor, Selbstironie und politischem Scharfsinn möchte sie die türkische Gesellschaft verändern. Dabei trifft sie auf Margarethe, eine 85-jährige pensionierte Krankenschwester aus Deutschland und gründet mit ihr ein Heim für Transpersonen.

Der Film zeigt die verschiedenen Komponenten diskriminierender Verbrechen und geht der Frage nach, wie diskriminierende Sprache zu physischer Gewalt führt. Auch die urbane Umstrukturierung Istanbuls und die Proteste um den Gezi Park werden im Film thematisiert.

Amnesty International präsentiert die Deutschland-Premiere von "Trans X Istanbul" am Sonntag, den 27. September 2015 um 11:30 Uhr im Berliner Maxim Gorki Theater. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Regisseurin Maria Binder, der Menschenrechtsaktivistin Ebru Kırancı und weiteren Protagonistinnen des Films statt. Die Diskussion wird moderiert von der Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Selmin Çalışkan. (cw/pm)

Vimeo | Offizieller Trailer zum Film