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"Entwicklungsziele" der Vereinten Nationen

UN: Saudi-Arabien und Vatikan gegen LGBT-Rechte


Papst Franziskus warnte die UN-Vollversammlung am Freitag vor der Durchsetzung "abnormer Lebensmodelle und -stile"

Forderungen aus dem Bereich "sexuelle und reproduktive Gesundheit" dienten der "ideologischen Kolonialisierung", kritisieren Papst und afrikanische Bischöfe.

Beim Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen, der derzeit am Stammsitz in New York abgehalten wird, habe mehrere Länder Kritik an einer angeblichen Einbeziehung von LGBT-Rechten geübt.

Bei dem Gipfel wurden am Freitag "Nachhaltige Entwicklungsziele" beschlossen, die Agenda enthält 17 Kernziele und 169 Unterpunkte, die bis 2030 erreicht werden sollen. So sollen Armut und Hunger gestoppt werden und das Klima besser geschützt werden. Auch enthält das Programm Forderungen aus dem Bereich "sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte".

An dieser Formulierung hat sich am Sonntag der saudische Außenminister Adel Al-Jubeir gestört. "Wenn in dem Dokument von Sex die Rede ist, meint das für uns zwischen Mann und Frau. Wenn von Familie die Rede ist, besteht die für uns aus Mann und Frau."

Der Vertreter Saudi-Arabiens, dessen UN-Botschafter im Sommer trotz der strafrechtlichen Verfolgung von Homosexuellen und zahlreichen weiteren Menschenrechtsverstößen zum Vorsitzenden einer Experten-Komission des Menschenheitsrates ernannt worden war, betonte, man sei gegen jegliche Erwähnung von Homosexualität in dem Dokument, da diese dem "islamischen Recht entgegen" laufe. "Abweichungen" von diesem Glauben würde man nicht befolgen.

Papst warnt vor "unverantwortlicher" Ideologisierung


"Entwicklung für alle" fordert der UN-Maßnahmenkatalog

Dabei geht das Dokument (PDF), das Vertreter aus 193 UN-Staaten Anfang August vereinbart hatten, nicht mal ausdrücklich auf LGBT-Rechte ein. Es will den Kampf gegen sexuell verbreitete Krankheiten und speziell HIV verstärken und empfiehlt dazu auch Kondome und eine umfassende Sexualaufklärung; die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen seien zu achten.

Medienberichten zufolge hat auch der Vatikan das Dokument scharf kritisiert. Papst Franziskus hatte bei seiner eröffnenden Rede vor der Uno-Versammlung am Freitag davor gewarnt, "eine ideologische Kolonialisierung zu fördern, indem man abnorme Lebensmodelle und -stile durchsetzt, die der Identität der Völker fremd und letztlich unverantwortlich sind." Der Kampf für Umweltschutz und gegen Ausgrenzung verlange "die Anerkennung eines Sittengesetzes, das in die menschliche Natur selbst eingeschrieben ist".

Afrikanische Bischöfe gegen "Kultur des Todes"

Bereits im Sommer hatten sich die katholischen Bischöfe Afrikas und von Madagaskar in einer gemeinsamen Erklärung gegen den "Euphemismus 'sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte'" gewandt. Damit würden dem Kontinent "eigennützige und perverse Interessen" aufgezwungen.

In organisierter und "kraftvoll finanzierter" Weise würden "Hedonismus und Individualismus" eingeführt, die beide "fremd sind zu dem, was wir sind und sein wollen". Die Bischöfe wandten sich gegen "schmutzige Kampagnen, die eine Kultur des Todes auf unserem Kontinent fördern".

Die Erklärung richtet sich hauptsächlich gegen Sexualaufklärung und die Nutzung von Kondomen und Verhütungsmaßnahmen – wie auch dagegen, dass die "auf die Ehe von Mann und Frau basierende Familie" als "diskriminierend" beschrieben werde. Durch die Verknüpfung mit Entwicklungshilfe werde man erpresst, diese Maßnahmen durchzuführen. Das sei eine "neue Art des Sklaventums", kritisierten die Bischöfe.

Die Erklärung vermerkt, dass Papst Franziskus die afrikanischen Bischöfe vor einer "ideologischen Kolonialisierung" gewarnt habe, die die Familie zerstören wolle. (nb)



#1 PeerAnonym
  • 28.09.2015, 11:53h
  • Da haben sich ja die richtigen zusammengefunden...

    Hass verbindet eben...

    Ob der Vatikan jetzt auch die Todesstrafe für Schwule will?
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#2 HonestAbeProfil
  • 28.09.2015, 12:03hBonn
  • Damit ist Bergoglio endgültig auf das rhetorische Niveau von Ratzinger abgesunken. Einfach ein weiterer Teufel in Menschengestalt.

    WAS FÜR EINE ÜBERRASCHUNG!!!

    Und das saudische Herrscherhaus sowie die meisten afrikanische Bischöfe gehören sowieso allesamt in den Knast!
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#3 HeinerAnonym
  • 28.09.2015, 12:07h
  • >> Papst warnt vor "unverantwortlicher" Ideologisierung <<

    Unverantwortliche Ideologisierung ist wohl eher die Hetze und das Schüren von Hass dieser Hassprediger von der Kinderschänder-Sekte, die so von ihren Verbrechen ablenken wollen...

    >> Afrikanische Bischöfe gegen "Kultur des Todes" <<

    Was soll an Liebe eine "Kultur des Todes" sein? Das ergibt wohl nur in deren Wahn einen Sinn...
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#4 FelixAnonym
  • 28.09.2015, 12:09h
  • Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass predigen?

    Sollten die nicht lieber Hunger, Armut und Gewalt bekämpfen statt Freiheit, Vielfalt und Liebe zu verdammen?
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#5 TimonAnonym
  • 28.09.2015, 12:13h
  • Sollte nicht gerade die Kinderficker-Sekte lieber ganz schnell ihren Mund halten, bevor sie moralische Urteile über andere fällt.

    Im Gegensatz zu denen geilen wir uns nicht an Messdienern auf, sondern lieben einvernehmlich unter mündigen Erwachsenen.

    Gegen Hassprediger hilft nur eines:
    Kirchenaustritt.

    www.kirchenaustritt.de/

    Da es diesem geld- und machtgeilen Konzern nur darum geht, trifft nichts die mehr.

    www.kirchenaustritt.de/
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#6 PFriedrichProfil
  • 28.09.2015, 12:28hTrier
  • "... Der Kampf für Umweltschutz und gegen Ausgrenzung verlange "die Anerkennung eines Sittengesetzes, das in die menschliche Natur selbst eingeschrieben ist". ..." -

    Wie absurd.
    Wie herzlos.
    Wie grausam.

    "Die Natur" darf nie wieder Maßstab für den Menschen und seine Frage nach Menschlichkeit sein.
    Maßstab für die wesenhaft liebesbedürftige menschliche Person darf einzig die personale, mitfühlende Liebe sein.
    Erst im Raum existentieller Akzeptation beginnen wir als Menschen zu leben und zu atmen. Diese Akzeptation zu binden an und zu bedingen durch das sexuelle Verhalten ist gewissermassen "teuflisch".
    Übrigens hat der "Teufel" Ratzinger im Kampf um diese Befreiung des Menschen aus "der Natur" damals Eugen Drewermann größtmöglichen Schaden an Reputation und Beruf zugefügt.
    Drewermann hatte den Menschen seiner Bestimmung zu einem Leben aus der Liebe zuführen wollen und hatte in seinem epochalen Werk "Kleriker - Psychogramm eines Ideals" u. a. analytisch begründend (und selbstverständlich ein wenig überspitzend) postuliert, daß systembedingt ein Kleriker ein eminentes psychogenetisches Problem durch eben den Umstand evident macht, daß er zum Kleriker wurde. Sein eigenes Entwicklungsproblem nun läßt den Kleriker in einer gesunden, auf Liebe basierenden menschlichen Entwicklung ein "Problem" sehen, er wird "besorgt", wo eigentlich Freude herrscht. Eine wahrhaft "teuflische" Verdrehtheit.
    Dieser Typ des "Klerikers" taucht im christlichen und auch in anderen Kulturkreisen auf, wie man jetzt sieht.
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#7 sanscapote
  • 28.09.2015, 12:38h
  • Antwort auf #2 von HonestAbe
  • Wer hatte daran gezweifelt, dass Bergoglio mit dem Teufel gemeinsame Sache machen würde, nachdem er selbst an seinem vorherigen Wirkort Familien nachhaltig zerstört hatte, indem er Babys und Männer verschleppen oder umbringen liess?

    Er ist ein Wolf im Schafpelz.
    Er gehoert demselben Clan an wie Ratziger.
    Schande ueber ihn und seine ebenfalls Familien zerstoerenden Vasallen im Frauengewand mit Goldschmuck, fuer was sie selbst nie gearbeitet hatten.
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#8 kaum nochAnonym
  • 28.09.2015, 12:50h
  • Antwort auf #6 von PFriedrich
  • Würde nicht zur Papst-Hofierung auf allen Kanälen passen.

    "Er ist...als kirchenkritischer Publizist regelmäßig in den Medien präsent.
    ...
    Am 20. Juni 2005, seinem 65. Geburtstag, trat Drewermann aus der römisch-katholischen Kirche aus und gab dies in der Talkshow Menschen bei Maischberger kurz vor Weihnachten 2005 der Öffentlichkeit bekannt."

    de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Drewermann

    Und zur Hofierung der gesellschaftlichen Basis des Papstes:

    "Drewermann hat sich vielfältig allgemeinpolitisch geäußert. Er verurteilte die Golfkriege, die israelischen Luftangriffe während des Libanonkrieges 2006 und die deutschen militärischen Auslandseinsätze scharf.[10] Er ist gegen den Kapitalismus...hat Bedenken gegenüber einem ungezügelten Wirtschaftswachstum und spricht sich für die Möglichkeit der Sterbehilfe aus. Als Vertreter der deutschen Friedensbewegung forderte er 2008 erneut, die Bundeswehr abzuschaffen und beim Amt des Militärbischofs (damals Walter Mixa) anzufangen.[11] Mixa interpretierte dies[12] als wenig geschwisterlich und kritisierte Drewermanns Anwesenheit bei Kirchentagen.

    Nach Peter Neuhaus hat Drewermanns Werk grundsätzlich auch eine politische Dimension mit Bezügen zur Politischen Theologie von Johann Baptist Metz.[13] Bei einzelnen Wahlveranstaltungen[14] hat Drewermann die Linkspartei unterstützt und zu deren Wahl[15] aufgefordert."
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#9 DieterBremenProfil
  • 28.09.2015, 13:01hBremen
  • Vatikan und Saudi-Arabien vereint in einer unheilvollen weil homophoben Koalition. Manchmal wird mir wirklich angst und bange. Eigentlich ist es doch erstaunlich, dass sie uns so sehr fürchten und bekämpfen!
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