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  • 29.09.2015, 14:22h           19      Teilen:   |

Homophober Staatschef

Mugabe vor UN: "Wir sind keine Schwulen"

Artikelbild
Robert Mugabe nutzt jedes Forum, um seine Abneigung gegenüber Schwulen und Lesben zum Ausdruck zu bringen

Auch im Alter von 91 Jahren hetzt der Staatschef von Simbabwe gegen Homosexuelle – dieses Mal in der Vollversammlung der Vereinten Nationen.

Der simbabwische Präsident Robert Mugabe hat am Montag bei einer Rede in der UN-Vollversammlung westliche Staaten dafür kritisiert, dass sie die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben als Grundrecht anerkennen. In seiner Rede erklärte der Despot: "Wir lehnen auch Versuche ab, uns 'neue Rechte' zu verschreiben, die unseren Werten, Normen, Traditionen und unserem Glauben widersprechen. Wir sind keine Schwulen! Kooperation und Respekt füreinander wird die Menschenrechte weltweit fördern, nicht Konfrontation, Verunglimpfung und Doppelmoral."

Der Satz "Wir sind keine Schwulen" ist nicht im offiziellen Redeprotokoll (PDF) enthalten, sondern wurde offenbar von ihm spontan eingefügt. Während der Tirade gab es im Plenum Gelächter, aber auch höflichen Applaus.

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Obama: Jeder darf mitbestimmen, egal wen er liebt

Im Zentrum der Vollversammlung stand die Syrien-Krise. Am Rande der Veranstaltung trafen sich auch US-Präsident Barack Obama und der russische Präsident Wladimir Putin. In seiner Rede sprach Obama auch indirekt das Thema Homosexualität an: Er lobte, dass in seinem Land "jeder Mensch mitbestimmen kann, egal wer er ist, wie er aussieht, wen er liebt – das ist es, was uns stark macht".

Robert Mugabe kontrolliert sein Land seit drei Jahrzehnten mit harter Hand. Der inzwischen 91-jährige ehemalige Freiheitskämpfer gilt als einer der homophobsten Politiker der Welt und hat bereits mehrfach den "Unzuchtsparagrafen" genutzt, um politische Gegner auszuschalten. 1996 ließ er etwa seinen Vorgänger im Präsidentenamt, Canaan Banana, wegen angeblicher Homosexualität verhaften und verurteilen.

Auch rhetorisch geht Mugabe immer wieder gegen Schwule und Lesben vor, die er etwa öffentlich als "schlimmer als Hunde und Schweine" bezeichnete. Bei seiner letzten Vereidigung zum Staatschef nannte er Homosexualität eine "schmutzige Krankheit". Zuvor hatte er im Wahlkampf homosexuellen Menschen mit Enthauptung gedroht (queer.de berichtete).

Wie andere homophobe Staatschefs in Afrika bezeichnet Mugabe Homosexualität immer wieder ein westliches oder europäisches Konstrukt, das Afrika aufgezwungen werde – obwohl es die Briten waren, die als Kolonialherren Ende des 19. Jahrhundert das Homo-Verbot eingeführt hatten. (dk)

Youtube | Die gesamte Rede von Robert Mugabe ("We are not gays" auf 11:20)
Mehr zum Thema:
» UN: Saudi-Arabien und Vatikan gegen LGBT-Rechte (28.09.2015)
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Tags: vereinte nationen, robert mugabe, simbabwe, barack obama
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Reaktionen zu "Mugabe vor UN: "Wir sind keine Schwulen""


 19 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
29.09.2015
14:32:08


(+13, 13 Votes)

Von Hoffentlich bald


Glücklicherweise sterben DIKTATOREN auch irgendwann und sei es an Altersschwäche!


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#2
29.09.2015
14:37:38
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Nico


Wieso bietet die UN solchen Faschisten auch noch immer ein internationales Forum für ihre Hetze?!


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#3
29.09.2015
15:14:54


(-6, 6 Votes)

Von Patroklos
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Antwort zu Kommentar #1 von Hoffentlich bald


Es gibt auch Ausnahmen:

Adolf Hitler = Freitod
Benito Mussolini = Erschossen
Saddam Hussein = Galgen
Pol Pot = Medikamentenmißbrauch
Nicolae Ceauescu = Erschossen


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#4
29.09.2015
15:50:25


(+5, 11 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #2 von Nico


Ähm, weil Mugabe nun mal Staatsoberhaupt ist und - so ungerne wir das hören - vermutlich auch die deutliche Mehrheit der Simbabwer hinter sich hat?

Wenn Sie gegen jeden Vertreter, den Sie als "Diktator" oder "Schwulenhasser" bezeichnen eine UN-Sperre verhängen würden, dann könnten Sie den Laden auch gleich zu machen. Und das mit sehr unschönen Folgen für globale Politikfeldkoordination.


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#5
29.09.2015
16:55:45


(+7, 9 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012


Stirb endlich, Robert!


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#6
29.09.2015
17:01:13


(+6, 6 Votes)

Von no_name_01
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Isaak


Und? Nur weil er ein "gewählter" Vetreter seines Volkes ist, muss die Weltgemeinschaft diese Saat des Hasses nicht dulden, zumindest keine Plattform für seine Tiraden bieten!

Zudem agieren die UN und seine Hilfswerke auch in Simbabwe.. er muss nicht das "schwule" Geld und sonstige Leistungen aus den westlichen Staaten akzeptieren, wäre er konsequent in seinem Handeln
Sein einziges Handeln besteht darin, die Korruption , Amtsmisbrauch und Misswirtschaft mit Verfolgung von Schwulen abzulenken. Das kann und sollte die UN nicht hinnehmen


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#7
29.09.2015
17:41:52


(+10, 12 Votes)

Von michael008
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Antwort zu Kommentar #6 von no_name_01


Nun ja, Isaak hat Recht die UN besteht nun mal aus einer Ansammlung von Mitgliedern mit unterschiedlichsten Staatsformen und Staatsoberhäuptern und man kann Herrn Mugabe so gesehen leider genauso wenig das Rederecht verweigern wie Herrn Putin, dem saudischen König und sonstigen abseitigen Persönlichkeiten.
Was ich aber vemisse, ist das Rückgrat der Delegierten aus Staaten mit offiziell humanistischen Wertevorstellungen.
Es wäre schön wenn sie publikumswirksam und unter Protest den Sitzungsaaal verlassen würden,
wenn mal wieder solche unterirdischen Hasstiraden geschwungen werden.
Das gilt auch für entsprechende Papstreden....


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#8
29.09.2015
17:54:07


(+4, 6 Votes)

Von Casting
Antwort zu Kommentar #7 von michael008


"Was ich aber vemisse, ist das Rückgrat der Delegierten aus Staaten mit offiziell humanistischen Wertevorstellungen."

Bild vor Wort.

Putin paktiert seit Jahren in zunehmender Intensität strategisch mit europäischen Rechtspopulisten, um einem Sandstrahlgebläse gleich, dem scharfen rhetorischen Schwert der Menschenrechte seinen würdigen Glanz zu nehmen.

Bildproduktion im Bereich soft power:

"Einmal mehr pochte Mikl-Leitner auf eine europäische Lösung. "Man muss sich bewusst sein, wenn es keine internationale Lösung gibt, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Vorgangsweise wie bisher oder dann eben ein strenges Vorgehen an den Grenzen, das heißt auch, mit Gewalteinsatz", betonte die Ministerin. "Dann entstehen Bilder so wie in Mazedonien, das muss sich jeder bewusst sein." Wenn es zu einem Rückstau an der Grenze komme, dann habe man nur eine Chance, nämlich die Grenzen ganz dicht zu machen."

Link:
diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4831569/Mi
klLeitner-warnt-vor-Gewalteinsatz-an-Grenzen?_vl_b
acklink=/home/index.do


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#9
29.09.2015
18:20:54


(+6, 6 Votes)

Von no_name_01
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von michael008


Doch, kann man, wenn Simbabwe die UN-Charta ratifiziert hat und dagegen verstößt. Konsequenterweise müsste der Ausschluss erfolgen.

Aber wir reden hier ja von der UN, die aufgrund ihrer Größe und Heterogenität eine unfähige Institution ist... Ruanda und Co lassen grüßen.


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#10
29.09.2015
19:34:41


(-5, 7 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #7 von michael008


UnitedNations() {
if (hat_Bodenschätze == true) {
intervention( militärisch );
} else {};
}


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