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  • 30.09.2015, 07:28h           42      Teilen:   |

Vergangene Woche in Washington

Geheimtreffen zwischen Papst und Kim Davis

Artikelbild
Papst Franziskus ist offenbar ein Fan von Standesbeamtin Kim Davis, weil sie bis zu ihrer Festnahme in ihrem Bezirk keine homosexuellen Hochzeiten duldete

Papst Franziskus hat bei seinem Amerikabesuch offenbar persönlich der Standesbeamtin Mut zugesprochen, die sich in ihrem Bezirk weigert, schwule und lesbische Paare zu trauen.

Kim Davis soll vergangenen Donnerstag gemeinsam mit ihrem vierten Ehemann von Papst Franziskus in der vatikanischen Botschaft in Washington empfangen worden sein. Das meldet das amerikanische Magazin "Inside the Vatican" und die christliche Juristenorganisation "Liberty Counsel" von Anwalt Mat Staver, der die 50-jährige gewählte Standesbeamtin vertritt.

Davis ist in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten, weil sie sich geweigert hatte, in ihrem Bezirk in Kentucky gleichgeschlechtliche Paare zu trauen, da dies gegen ihren christlichen Glauben verstoße – weil sie Urteile gegen sie ignorierte und auch Mitarbeiter anwies, keine Scheine auszustellen, saß sie sogar fünf Tage lang in Beugehaft.

Bereits am Montag hatte der Papst bei seinem Rückflug von seinem Besuch in den USA gegenüber Journalisten erklärt, dass es das Recht von Standesbeamten sei, ihrer Pflicht nicht nachzukommen, wenn diese gegen ihr Gewissen verstoße (queer.de berichtete).

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Papst bedankt sich für Davis' "Mut"

In der Pressemitteilung des "Liberty Counsel" heißt es, der Papst habe sich auf Englisch bei Davis für ihren "Mut" bedankt und mit ihr gebetet. "Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal den Papst treffen würde. Wer bin ich, dass ich diese seltene Gelegenheit bekomme? Ich bin nur eine Standesbeamtin, die Jesus liebt und ihm mit all ihrem Herzen folgen will", sagte Davis, die sich seit 2011 als "wiedergeborene Christin" bezeichnet.

Ihr Anwalt Staver, der das "Liberty Council" im Jahr 1989 als Organisation vornehmlich für den Kampf gegen LGBT-Rechte gegründet hatte, erklärte außerdem, dass der Papst nicht nur vom Fall der Standesbeamtin gehört habe, sondern sie treffen wollte, "um seine Unterstützung zu bekunden". Er bezeichnete Davis als "Symbol dieses weltweiten Konflikts zwischen dem christlichen Glauben und aktuellen kulturellen Herausforderungen in Bezug auf die Ehe".

Der Vatikan hat sich bislang nicht zu dem Bericht nicht geäußert. Staver hat gegenüber "CBS News" erklärt, dass der Heilige Stuhl im Besitz von Fotos des Treffens sei.

Derzeit arbeitet Davis wieder als Standesbeamtin in ihrem Bezirk und weigert sich weiter, Paare zu trauen. Sie lässt aber Ehescheine von ihren Mitarbeitern unterschreiben – mit veränderten Formularen. Gegen diese Praxis haben bereits mehrere Paare geklagt, da nicht klar ist, ob diese Eheschließungen gültig sind (queer.de berichtete). (dk)

 Update  Vatikan bestätigt Treffen

Inzwischen hat der Vatikan das Treffen zwischen Davis und dem Papst bestätigt, die Initiative sei von der Kirche ausgegangen. Weitere Angaben dazu wollte Sprecher Federico Lombardi gegenüber Journalisten nicht machen.

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Tags: ehe für alle, kim davis, papst franziskus, vatikan
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Reaktionen zu "Geheimtreffen zwischen Papst und Kim Davis"


 42 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
30.09.2015
08:52:02


(+8, 10 Votes)

Von DieterBremen
Aus Bremen
Mitglied seit 09.07.2013


Dieser selbstgefällige und homophobe Papst ist ja noch widerlicher, als ich bisher dachte. Wie geht er eigentlich mit seinen eigenen Leuten um, die sich nicht an seine Regeln halten? Bekommen die auch Lob und Anerkennung für Regelverstösse? Beschämend!!!


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#2
30.09.2015
09:26:24


(+6, 6 Votes)

Von schwarzerkater
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wenn das stimmt!


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#3
30.09.2015
10:03:13


(-8, 14 Votes)

Von Markus44


Raus aus der Katholischen Kirche kann ich zu dieser Meldung nur sagen.

Es gibt bessere christliche Kirche, wo homosexuelle Paare öffentliche Segnungsgottesdienste ioder auch kirchliche Trauungen erhalten und theologisch akzeptiert sind.

Oder wer "ganz sich die Kirchensteuer sparen" will, der tritt halt ganz aus, ohne Wechsel in eine andere Kirche.

Es ist jedenfalls ein "starkes Stück", wie sich Franziskus hier verhält und zum zivilen Ungehorsam eines Staatsdieners auffordert. Damit ist er bei mir nunmehr dann doch "unten durch", falls diese Meldung so stimmt. Ich hatte ihn liberaler eingeschätzt, aber da habe ich mich wohl getäuscht.

Weder die Frauenordination noch die Abschaffung des Pflichtzölibates wird von Franziskus befürwortet.

Und eine Liberalsierung auf der Familiensynode, die zwischenzeitlich im letzten Herbst unter Federführung von Kaspar möglich erschien, scheint wohl eher nicht durchzukommen, wenn ich mir diese Aktion von Franziskus in den USA anschaue.


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#4
30.09.2015
10:34:25


(+8, 14 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Markus44


Raus aus der katholischen Kirche ist richtig,
Richtiger ist: Raus aus allen Kirchen, daher

Link zu www.kirchenaustritt.de

Da braucht's keine weiteren Kommentare


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#5
30.09.2015
10:40:30


(+9, 13 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Immer wenn man denkt, Bergoglio sei auf dem unwürdigsten Punkt menschlicher Existenz angelangt, bringt er es fertig, doch noch ein Stückchen weiter in den Abrund zu rutschen und seine Schafherde mit sich zu führen.

Dieser Typ ist gefährlich, weil hinterlistig, verschlagen und skrupellos.

Link:
www.kirchenaustritt.de


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#6
30.09.2015
10:47:01


(+10, 12 Votes)

Von Physiognomie
Antwort zu Kommentar #5 von userer


Das scheint mir auch so!

Bei Ratzinger wußte man wenigstens direkt wo man dran war.

" Better the devil you know!"


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#7
30.09.2015
11:10:30


(+9, 11 Votes)

Von Sebi


Klar, dass der alte Hetzer diese Rechtsbrecherin noch weiter aufwiegelt, weiterhin den demokratischen Rechtsstaat zu unterwanders.

Und da dieser Hassprediger ja bei öffentlichen Aussagen gerne Kreide frisst, macht er das natürlich nur bei Geheimtreffen.

Die Kirche macht vieles im Geheimen, damit die Öffentlichkeit nicht deren wahre Ziele erfährt...


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#8
30.09.2015
11:12:02


(+9, 11 Votes)

Von Heiner


Die Katholiban gehört vom Verfassungsschutz beobachtet.

Und definitiv muss jeder Demokrat, der Freiheit und Rechtsstaatlichkeit erhalten will, aus dieser faschistischen Organisation austreten.

Link zu www.kirchenaustritt.de


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#9
30.09.2015
11:15:19


(+7, 9 Votes)

Von Carsten AC


Die Hassprediger der Kinderschänder-Sekte sollten angesichts der Geschichte ihrer Organisation lieber ganz schnell still sein und sich aus Politik raushalten.

Aber nein: natürlich hetzen die unvermindert weiter - machen das aber mittlerweile im Verborgenen.

Die wollen wieder eine Kirchendiktatur wie im Mittelalter errichten.


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#10
30.09.2015
11:15:30


(+1, 5 Votes)

Von Alice


Wenn man sich das Spektrum katholischer Würdenträger anschaut (etwa Erzbischof Ignatius Kaigama bis Erzbischof Christoph Schönborn) liegt der Papst (noch) eher in der Mitte seiner Kirche, kann also als "repräsentativ" gelten. Jeder Katholik muss also entscheiden ob er das so mittragen will, ändern will oder dieser Kirche den >>Laufpass<< geben möchte.

Kim Davis und ihr >>Gewissen<<:
Sie ist Standesbeamtin - richtig?
Sie ist damit von Berufswegen verpflichtet erlaubte Ehen gültig und zuverlässig zu schließen, seien es etwa Ehen zwischen Schwarz und Weiß, Katholiken und Atheisten oder jungen und alten Menschen - richtig?
Kann sie das nicht und ist es ihr wirklich ernst damit, dann muss sie ihren Job kündigen, denn dann ist sie offensichtlich nicht am rechten Platz.
Also
Madam Kim Davis if you truely can not marry every (allowed) couple then you have to give up your job, otherwise you are - in this case - dishonest.


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