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  • 01.10.2015, 14:15h           21      Teilen:   |

US-Wahlkampf

Ben Carson: Homo-Ehe schuld am Fall des Römischen Reiches


Kein Tag geht vorbei, an dem Ben Carson nicht irgendeinem Nachrichtensender Rede und Antwort steht.


Der neue Star unter den republikanischen Präsidentschaftskandidaten profiliert sich insbesondere mit Homophobie.

13 Monate vor den Präsidentschaftswahlen liefern sich die Republikaner bereits einen innerparteilichen Vorwahlkampf, der dieses Jahr den Rahmen sprengt: 15 Kandidaten sind noch im Rennen – und augenblicklich führt der exzentrische Immobilienmogul Donald Trump die Umfragen an. Auf Platz zwei folgt bereits seit Wochen Ben Carson, ein Neurochirurg im Ruhestand und einziger schwarzer Kandidat. Bei der Frage, welchem Politiker man vertraut, kommt er unter Republikanern auf den ersten Platz.

Er hat sogar einen ganz prominenten Unterstützer: Kanye West, seines Zeichens Rapper und Reality-Star ("Keeping Up With The Kardashians"), bezeichnete Carson vergangene Woche als "den brillantesten Typen".

Schwule und Lesben dürften aber weniger von dem Politiker halten – der 64-Jährige betrachtet sie als Hauptfeind. Das stellte er bereits in seinem 2012 erschienen Buch "America is Beautiful" fest:

Wenn wir die Ehe als Verbindung zwischen zwei Männern oder zwei Frauen oder in irgendeiner anderen Weise durch gesellschaftlichen Druck umdefinieren, so dass sie nicht mehr eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau ist, werden wir sie weiter umdefinieren. Das ist ein gefährlicher Weg mit einem desaströsen Ende, wie man am dramatischen Fall des Römischen Reiches sehen kann.



Das ist zwar historischer Blödsinn, aber diese Ansichten über Homosexuelle ziehen sich durch seinen Wahlkampf. Eine besonders absurde Äußerung fiel im März im republikanischen Haussender "Fox News", in der Carson Homosexualität mit dem sexuellen Missbrauch von Tieren oder Kindern gleichstellte:

Die Ehe ist eine Verbindung von Mann und Frau. […] Keine Gruppe, egal ob die Homosexuellen, ob [die Pädo-Gruppe] NAMBLA oder Menschen, die an Sodomie glauben – es ist egal, was sie sind – darf die Definition verändern.



Hier das Video:



Es gibt viele andere haarsträubende Aussagen Carsons, auch zu Themen wie Evolution (gibt es nicht) oder politische Korrektheit (verwandelt die USA in Nazi-Deutschland).

Solch unkonventionell populistische Kandidaten, die in Umfragen zunächst obenauf sind, gehen allerdings meist bei den Vorwahlen unter – vor vier Jahren führte ja auch einmal Michele Bachmann eine Woche lang die Umfragen an (queer.de berichtete).

Laut Wettbüros gilt Jeb Bush, der in Umfragen derzeit auf Rang fünf liegt, weiterhin als Favorit. Er hat sich zuletzt beim Thema LGBT-Rechte merklich zurückgehalten. Allerdings hat das sein Bruder George W. im Wahlkampf 2000 ebenfalls getan. Vier Jahre später gab er sich dann ganz anders: In seinem zweiten Wahlkampf lockte der Kriegspräsident die erzkonservativen Wähler in elf Staaten mit Volksentscheiden gegen die Homo-Ehe an die Wahlurnen – und konnte sich so eine komfortable Mehrheit gegen seinen demokratischen Herausforderer John Kerry sichern (queer.de berichtete).

Bei den Demokraten liegt Hillary Clinton weiterhin vor dem parteilosen Senator Bernie Sanders, einem selbsterklärten demokratischen Sozialisten. Beide unterstützen LGBT-Anliegen – Sanders schon immer, Clinton erst nach und nach (sie war bis vor zwei Jahren gegen die Ehe für alle). Auf dem schwulen Kontakt-Portal Grindr sprechen sich daher auch mehr Nutzer für Sanders denn für Clinton aus. Und verbreiten gern alte Videos wie das folgende, in dem Clinton als Senatorin das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben verteidigt:



Auf Ergebnisse müssen wir noch etwas warten: Die US-Vorwahlen gehen erst am 1. Februar 2016 los. Und erst im November 2016 werden sich die Amerikaner zwischen dem demokratischen und republikanischen Bewerber entscheiden müssen. (dk)

Mehr zum Thema:
» USA: Republikaner fühlt sich durch Homo-Ehe beleidigt (09.03.15)
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Tags: us-wahlen, ben carson, usa, präsidentschaftswahlkampf, homophobie
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Reaktionen zu "Ben Carson: Homo-Ehe schuld am Fall des Römischen Reiches"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
01.10.2015
14:27:11
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von Nico


Wenn man keine Ahnung von Geschichte hat, sollte man seine Ahnungslosigkeit nicht auch noch so laut rausbrüllen...


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#2
01.10.2015
14:39:32
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von Alex


Die altbekannte Strategie der Republikaner, mit Lügen Hass zu schüren und Ängste zu erzeugen, um daraus politisch Kapital zu schlagen.

Für Geld und Macht gehen die über Leichen.


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#3
01.10.2015
15:28:55


(+7, 9 Votes)

Von David77


Solche Idioten aber auch... welche langen "Reiche" sind denn NICHT untergegangen in der Menschheitsgeschichte?
Welche Religion herrschte eigentlich im römischen Reich kurz vor dem Untergang?
Komisch, die Homo-Ehe scheint ja eine mächtige Waffe zu sein... warum setzen die Republikaner sie dann nicht im Kampf ein um feindliche "Reiche" untergehen zu lassen?


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#4
01.10.2015
15:34:19


(+9, 9 Votes)

Von no_name_01
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ein ehemaliger Neurochirurg, ein Kind der Wissenschaft, macht sich durch solche abstrusen (Verschwörungs-)Theorien nur noch lächerlich und diskreditiert sich. Hätte bei seiner Profession bleiben sollen...


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#5
01.10.2015
15:35:31


(+6, 10 Votes)

Von Skalpell


Dem Neurochirurgen fehlt es an Mut und Demut.

Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Soziologie:

Bewußtsein: Gesamtheit der spezifisch menschlichen psychischen Tätigkeit; die sinnlichen und rationalen Formen der ideelen Wiederspiegelung der objektiven Realität durch das Zentralnervensystem und die mit ihnen zusammenhängenden Emotionen und Willensakte.

Das Bewußtsein ist ein Produkt der Materie und existiert nur im Zusammenhang mit seiner materiellen Grundlage. Es ist jedoch selbst keine Materie, kein materielles Produkt im Sinne einer organischen Absonderung. Das Psychische, das Bewußtsein usw., ist das höchste Produkt der Materie (d.h. des Physischen), es ist eine Funktion jenes besonders komplizierten Stückes Materie, das als Gehirn des Menschen bezeichnet wird (Lenin, 14,226)

»Nach welchen Regeln das Gehirn arbeitet; wie es die Welt so abbildet, dass unmittelbare Wahrnehmung und frühere Erfahrung miteinander verschmelzen; wie das Gehirn das innere Tun als seine Tätigkeit erlebt und wie es zukünftige Aktionen plant, all das verstehen wir nicht einmal in Ansätzen. Mehr noch: Es ist überhaupt nicht klar, wie man dies mit den heutigen Mitteln erforschen könnte. In dieser Hinsicht befinden wir uns gewissermaßen noch auf dem Stand von Jägern und Sammlern.«

Link zu www.gehirn-und-geist.de

"auf dem Stand von Jägern und Sammlern"

Weiter zu den Sklavenhaltergesellschaften?

Mit spätrömischer Dekadenz kann man sich auch in die Finger schneiden.


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#6
01.10.2015
15:41:26


(+5, 9 Votes)

Von no_name_01
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Skalpell


Ähm, was willst Du damit sagen?


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#7
01.10.2015
16:28:55


(+5, 7 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012
Antwort zu Kommentar #4 von no_name_01


"Ein ehemaliger Neurochirurg, ein Kind der Wissenschaft"

Link zu www.blickpunkt-brandenburg.de

Vielleicht hat Carson ja doch nur steinzeitliches Wissen darüber und ansonsten einfach unfassbares Glück gehabt.


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#8
01.10.2015
16:46:03


(+4, 6 Votes)

Von no_name_01
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von HonestAbe


Ich glaube, die erste Siamesische Trennung erfolgreich durchzuführen zu haben , erforderte mehr als Glück ;)

Aber ich würde schon gerne wissen (betreff: Link), wie sie bestimmt haben, dass Menschen nach steinzeitlichen operativen Eingriffen am Schädel überlebt haben. Dabei rede ich nicht nur von reinen Zunähen von Schädelwunden, sondern Neuronen im Gehirn betreffend. Aber leider ist der Vortragsort zu weit gelegen, aber danke für den Link!


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#9
01.10.2015
17:23:23


(+6, 6 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012
Antwort zu Kommentar #8 von no_name_01


"Ich glaube, die erste Siamesische Trennung erfolgreich durchzuführen zu haben , erforderte mehr als Glück ;)"

Eben! Doch mit der Hilfe des HERRN ist eben ALLES möglich!

"Aber ich würde schon gerne wissen (betreff: Link), wie sie bestimmt haben, dass Menschen nach steinzeitlichen operativen Eingriffen am Schädel überlebt haben."

Soweit ich weiß dadurch, dass der geöffnete Schädel wieder zusammengewachsen ist. Das passiert nach dem Tod nun mal nicht.

"Dabei rede ich nicht nur von reinen Zunähen von Schädelwunden, sondern Neuronen im Gehirn betreffend."

Neuronen? Nun, ein gewisser Teil davon muss ja den steinzeitlichen Eingriff überstanden haben, sonst hätte der Patient ja nicht überlebt, was er ja haben muss, weil sonst der Schädel eben nicht mehr zusammengewachsen wäre.

"Aber leider ist der Vortragsort zu weit gelegen, aber danke für den Link!"

Keine Ursache!

Nebenbei bemerkt: Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass man hinter diesen steinzeitlichen Schädelöffnungen eher kultische Handlungen vermutet als medizinisch angezeigte operative Eingriffe. Schade, dass Bad Saarow so weit weg ist. Da könnte man ja mal einen Experten fragen.


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#10
01.10.2015
18:13:39


(+3, 5 Votes)

Von Puder Baer


Der Carson schwingt die Kelle wie die Kelle den Carson schwingt.... grauslich.


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