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Rippon, der seinen fast 30.000 Followern bei Twitter im Laufe der Jahre verschiedene Haartrachten präsentierte, möchte ein Vorbild werden

Der 25-jährige frühere Juniorenweltmeister sprach mit dem offiziellen Magazin des Eiskunstlauf-Verbands über seine Homosexualität.

In den USA hat sich ein weiterer Profi-Sportler geoutet. Der 25-jährige Eiskunstläufer Adam Rippon nutze ein Interview mit dem Magazin "Skating", um erstmals öffentlich über seine Homosexualität zu sprechen.

"Wir haben das Jahr 2015. So viele Athleten sind gewillt, offen zu sein, und es ist Teil der Kultur, offener zu sein über das, wer du bist und was deine Interessen sind", sagte er der Oktober-Ausgabe des Magazins, das direkt vom Eiskunstlauf-Verband der USA herausgegeben wird.

"Schwulsein ist nicht etwas, was mich definiert. Was mich definiert ist, was mir meine Mutter immer wieder gelehrt hat: jeden mit Respekt zu behandeln, immer hart zu arbeiten und höflich zu sein."

Vorbild, nicht nur als Schwuler


Rippon bei einem Turnier (Bild: David W. Carmichael, by sa 3.0)

Rippon nimmt in der nächsten Woche an der internationalen "Finlandia Trophy" in Helsinki und später im Monat am Wettbewerb "Skate Canada International" teil, im November steht Moskau auf dem Programm. Der Einzelläufer wurde 2008 und 2009 Juniorenweltmeister. 2010 gewann er die Vier-Kontinente-Meisterschaften und nahm erstmals an den regulären Weltmeisterschaften teil, bei denen er einen sechsten Platz erzielte.

In dem Interview sagte der Sportler des Skating Club of New York weiter: "Natürlich sind Menschen auch an deiner sexuellen Orientierung interessiert. Menschen lieben Gerüchte. Wenn Sportler rauskommen und sagen, dass sie homosexuell sind, dann macht es das ein kleines bisschen normaler und weniger zu einer großen Sache – gerade in der Athleten-Community."

Mit dem Coming-out wolle er "ein Beispiel sein, mit dem man sich vergleichen kann", sagte er in dem Interview. Das älteste von sechs Kindern, das gehörlos geboren wurde und nach einer Operation inzwischen nahezu perfekt hören kann, ergänzte, dass er nicht nur als Homosexueller ein Vorbild sein wolle.

"Ich möchte etwas sagen zu dem Vater da draußen, der Sorge haben könnte, dass sein Sohn ein Eiskunstläufer ist", so Rippon. "Ich meine: Schau mich an! Ich bin auch ein normaler Sohn aus Kleinstadt-Pennsylvania. Nichts hat sich verändert." Er würde es sich wünschen, "ein gutes Rollenmodell zu sein. Ich war mir gegenüber die ganze Zeit ehrlich. Ich habe hart gearbeitet und geliebt, was ich mache." (nb)

Youtube | Rippon zeigt sein Können


#1 FelixAnonym
  • 03.10.2015, 20:53h
  • Ich finde es toll, dass sich immer mehr Promis outen.

    Das ist enorm wichtig:
    jede(r) LGBTI , der offen mit seiner Sexualität umgeht, befreit damit nicht nur sich selbst, sondern ist auch für andere ein Vorbild. Und es zeigt der Gesellschaft, wie viele und wie vielfältig wir sind...

    Und bei Promis ist das nochmal doppelt wertvoll, weil die viel Einfluss auf ihre Fans haben und durch ihre Bekanntheit viele Menschen erreichen.
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#2 hugo1970Profil
  • 03.10.2015, 21:03hPyrbaum
  • Danke, das Du Deine Homosexualität öffentlich machst und ich wünsch Dir alles Gute für Dein zukünftiges Leben.

    "Schwul sein ist nicht etwas, was mich definiert. Was mich definiert ist, was mir meine Mutter immer wieder gelehrt hat: jeden mit Respekt zu behandeln, immer hart zu arbeiten und höflich zu sein."

    Das ist eine schöne und gute Lebenseinstellung, die für viele auch sein müßte.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 03.10.2015, 21:27h
  • Je mehr GLBT sich outen, zu sich selbst stehen und den Homohassern zeigen, dass wir uns nicht unterdrücken lassen, desto besser...
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#4 Komischer VogelAnonym
  • 03.10.2015, 23:30h

  • I think he`s cute ;-)

    Ja denke der Vorsatz Vorbild zu sein und "nebenbei" eben auch schwul ist gut.
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#5 HeteroAnonym
#6 Patroklos
  • 04.10.2015, 00:59h
  • Herzlichen Glückwunsch zum Coming-Out, Adam und viel Erfolg! Hoffentlich werden sich in diesem Jahr noch mehr Sportler in aller Welt outen, damit das Versteckspiel ein für alle Mal ein Ende hat. Und dazu meine ich besonders die Profifußballer in der Ersten, Zweiten und Dritten Fußballbundesliga in Deutschland!
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#7 hugo1970Profil
#8 schwarzerkater
  • 04.10.2015, 10:38h
  • "Ich möchte etwas sagen zu dem Vater da draußen, der Sorge haben könnte, dass sein Sohn ein Eiskunstläufer ist", so Rippon. "Ich meine: Schau mich an! Ich bin auch ein normaler Sohn aus Kleinstadt-Pennsylvania. Nichts hat sich verändert."

    dieses zitat von rippon hat mich sehr beeindruckt
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#9 RichtigAnonym
#10 JarJarAnonym
  • 04.10.2015, 12:52h
  • Ein schwuler Eiskunstläufer? Als nächstes outen sich Innendesigner oder Frisöre...
    Um die Rotewertefraktion noch mehr zu empören: Ich finde outings sollten keine Rolle mehr spielen. Man sollte einfach so leben wie man es will ohne von irgendwelchen hypenaktiven "Schrankschwester"-schreienden Tucken zu einem outing gezwungen zu werden. Fickt euch ihr Schubladendenker! Antworten » | Direktlink »