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  • 05.10.2015, 14:43h           12      Teilen:   |

Homophobie

50 Cent beschwert sich über "schwule Scheiße" in TV-Serie

Artikelbild
50 Cent will offenbar keine Schwulen im Fernsehen sehen

Der Überraschungserfolg "Empire" begeistert in den USA Millionen von Menschen – dem Rapper 50 Cent ist die Sendung aber zu schwul.

Gansta-Rapper 50 Cent (bürgerlich: Curtis James Jackson III) hat den Quotenrückgang in der zweiten Staffel von "Empire" auf in der Hip-Hop-Serie gezeigte schwule Handlungssstränge zurückgeführt. In den USA sind bislang zwei Folgen der zweiten Staffel der als "afro-amerikanisches Dallas" gefeierten Serie gesendet worden; die Serie handelt von einem Hip-Hop-Plattenlabel – einer der Söhne des Besitzers ist schwul.

Auf "Instagram" hatte der 40-jährige Künstler, der seit über einem Jahrzehnt zu den Topstars seines Genres gehört, in der letzten Woche zunächst einen Post eines anderen Nutzers weiterverbreitet: "Es waren drei Millionen weniger Zuschauer, die letzte Nacht 'Empire' gesehen haben. Habt Ihr es gesehen? Wir konnten das zusätzliche schwule Zeug und Celebrity-Zeugs nicht ertragen."

Der Eintrag wurde nach Kritik inzwischen gelöscht. Dann schrieb 50 Cent am Montag allerdings in einem Eintrag: "Es scheint eine langsame Nachrichten-Woche zu sein. Sie werden sagen, 50 sagte, Empire habe 3 Millionen Zuschauer wegen zu vieler schwuler Scheiße verloren". In einem weiteren Eintrag appellierte er an die Macher der Serie, ihn zu engagieren, um den Quotenverfall zu stoppen.

Tatsächlich ist die Einschaltquote der zweiten Folge der zweiten Staffel vergangene Woche von 16,2 auf 13,7 Millionen Zuschauer zurückgegangen. Damit gehört die Serie aber immer noch zu den erfolgreichsten im Sender Fox. Zudem ist es für amerikanische Fernsehserien normal, dass die Staffelpremiere eine höhere Einschaltquote erzielt als die darauf folgenden Episoden.

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Retourkutsche gegen "Empire"?

Der Nachrichtendienst "The Wire" berichtet, dass die Abneigung des Gangsta-Rappers gegenüber "Empire" auch andere Gründe haben könne: So enthielt die Staffelpremiere einen Seitenhieb gegen 50 Cent – ihm wurde darin vorgeworfen, süchtig nach Aufmerksamkeit zu sein.

Serienerfinder Lee Daniels hatte bereits vor dem Start der zweiten Staffel gesagt, er habe Schwule in die Geschichte integriert, um sie sichtbar zu machen: "Bei unserer ersten Testaufführung hat das Publikum alles geliebt, aber als wir ihnen gezeigt haben, wie Jamal seinen Freund küsst, haben sie es gehasst". Gegenüber der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph" hatte er erklärt: "Ich hatte gehofft, dass wir zeigen können, das Schwulsein cool ist, aber ich denke, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben."

50 Cent hat wiederholt mit beleidigenden Aussagen für Aufregung unter Schwulen und Lesben gesorgt. Bereits 2004 hatte er gesagt: "Ich bin kein Freund von Schwuchteln, ich will keine Homos um mich rumhaben." (queer.de berichtete). 2011 sorgte er mit einem Twitter-Eintrag für Aufregung, in dem er allen nichtheterosexuellen Männern empfahl, Selbstmord zu begehen (queer.de berichtete). Er erklärte später, er sei missverstanden worden. Ein Jahr später sprach er sich zwar für die Ehe-Öffnung aus, nachdem Präsident Obama seinen Widerstand dagegen aufgegeben hatte – allerdings erklärte er in einem bizarren Interview gleichzeitig, dass heterosexuelle Männer vor Schwulen geschützt werden müssten (queer.de berichtete). (dk)

Mehr zum Thema:
» "Empire" auf ProSieben: "Küss meinen schwarzen Arsch" (24.06.2015)
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Tags: 50 cent, empire, fernsehen, serie
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Reaktionen zu "50 Cent beschwert sich über "schwule Scheiße" in TV-Serie"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
05.10.2015
15:16:59


(+5, 9 Votes)

Von Fennek


Tja, wenn man sich seiner eigenen Sexualität nicht sicher ist, empfindet man das halt als Bedrohung...


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#2
05.10.2015
15:55:28


(+5, 5 Votes)

Von Just me


"[...] allerdings erklärte er in einem bizarren Interview gleichzeitig, dass heterosexuelle Männer von Schwulen geschützt werden müssten"

Warum sollte ich als schwuler Mann ihn schützen? Er mag nicht gerade zu den Stärksten gehören - weder körperlich noch geistig - doch seinen Schutz können gerne andere übernehmen. Ich wäre vermutlich sogar der Erste, der ihm gegen seinen Willen über eine befahrene Straße 'hilft'...


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Anm. d. Red.: Es sollte "vor Schwulen geschützt" heißen, nicht "von". Sorry für den Fehler.

 
#3
05.10.2015
16:51:06


(+4, 4 Votes)

Von no_name_01
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Es spricht nur der Neid aus ihm, weil seine eigene Serie (Produzent und Nebenrolle) auf Starz, einem "Cable Network" , sein Dasein fristet. Nicht weinen, 50


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#4
05.10.2015
17:08:41


(-2, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Hatte der vor kurzem nicht eine Privatinsolvenz in den Schlagzeilen:

Link zu www.spiegel.de

Und nun die Fresse aufreißen! STFU, 50 Cent!


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#5
05.10.2015
17:20:28


(+2, 2 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"In einem weiteren Eintrag appellierte er an die Macher der Serie, ihn zu engagieren, um den Quotenverfall zu stoppen."

Das könnte ich mir sogar vorstellen, das die Sendung erfolgreicher würde, das ist genau auch so wie mit den religionen, die Menschheit will verarscht werden.


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#6
05.10.2015
17:24:23


(+3, 3 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Ich beziehe mich auf den letzten Absatz der Meldung:
Die Äußerungen zeigen einfach nur aus was für einem Holz diese Person und andere Rapper geschnitzt sind, dumm bis geht nicht mehr, das ist leider die heutige Rezeptur zum Erfolg.


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#7
05.10.2015
18:53:27


(+4, 6 Votes)

Von Dumm-di-dumm


50 Cent? Verstehe. Benennen sich alle Rapper nach dem Wert ihres Hirns?


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#8
05.10.2015
19:12:25


(+1, 5 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


"Ich bin kein Freund von Schwuchteln, ich will keine Homos um mich rumhaben."

Ist 50 Cent sowas wie die Rapper-Ausgabe von Daffyd Thomas?


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#9
05.10.2015
20:25:38


(+1, 3 Votes)

Von Gerhard


kill it with fire !

Spaaaß, ich wollte auch mal so böse sein, wie die homohasser bei facebook :D


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#10
06.10.2015
11:12:29


(+4, 4 Votes)

Von Christine


Entschuldigt die saloppe Ausdrucksweise, bin gerade in Eile, aber ich dachte gerade Folgendes:
Es gibt zwei Hauptgründe für Ablehnung und Bekämpfung von homosexuellen Männern bei Männern: Einmal (siehe aktuelle Vatikangeschichte) die ausgeprägte Homophobie unter Schwulen, die nicht zu ihrer eigenen sexuellen Identität stehen wollen/können als eine Art psychischer Abwehrmechanismus, der entweder unbewusst oder -was moralisch noch bedenklicher ist- bewusst eingesetzt wird, um andere Menschen zu diskriminieren und von sich selbst abzulenken ("Ich bin ein guter Mensch, denn ich bin -vermeintlich- heterosexuell, versage mir aber die Liebe zu einer Frau und potentiellen eigenen Kindern, um Gott möglichst nahe zu sein"). Diese Gruppe (versteckt) schwuler Homophobiker ist offenbar sehr stark in der Katholischen Kirche verbreitet, viele (unerkannt) schwule oder bisexuelle Homophobiker geben sich aber auch in der weltlichen Welt als brave Heteros mit Familie aus, die entweder versteckt ihre Sexualität leben oder sich dauerhaft mit einer Lüge einrichten und Dampf ablassen, indem sie gegen ihre heimliche Sehnsucht (identisch gelebte Sexualität) hetzen.
Dann gibt es noch die Angst vor (Alphamännchen-) Machtverlust bei heterosexuellen Männern, die unbewusst fürchten, ihre Gorilla(evtl. mit Harem)-Position innerhalb einer patriarchalisch dominierten Gesellschaft (kann auch nur das Rapper-Business sein) zu verlieren, wenn sich zwei schwule Männer als Paar/Team zusammenfinden und dadurch (tatsächlich!) körperlich stärker, wahrscheinlich auch materiell besser gestellt sind als ein Gorilla, der ein größeres Harem (Geliebte, Kinder, Hofstaat) durchfüttern muss. Wenn dann noch die soziale Komponente, die ebenfalls Machterhalt oder Machtzugewinn nach sich zieht, dazu kommt (in immer mehr Führungspositionen in westlichen Ländern werden offen schwule Männer gewählt- nicht nur von weiblichen Wählern), dann sieht der heterosexuelle Schwulenhasser seine Felle schwinden. Das demokratische Prinzip stärkt die Gleichberechtigung aller Individuen, indem jede/r gewählt werden kann, der/die andere von sich überzeugt. Die Angst des heterosexuellen Mannes vor den Schwulen ist nur die Angst vor der möglichen Schwächung der eigenen Position, wenn die Mehrheit entscheiden kann, wem sie mehr Vertrauen/Macht verleiht. Der eigentliche Grund für die zweite Gruppe Homophobiker wäre dann die Angst vor dem eigenen Macht-/Ansehensverlust, wenn man nicht mehr danach beurteilt wird, ob man ein imponierender Gorilla ist oder sich so aufspielt, sondern danach, ob man tiefgründigere Führungsqualitäten besitzt.


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