Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?24763

Ein 30-Jähriger aus Langen hat offenbar eine ganz eigene Bibliothek aufgebaut (Bild: flickr / Guian Bolisay / by 2.0)

Ein Hesse hat öffentliche Toiletten auf einer Autobahnraststätte offenbar als seine persönliche Peepshow betrachtet. Er kam mit einer milden Geldstrafe davon.

Ein 30-jähriger Mann aus dem hessischen Langen muss 1.500 Euro Schmerzensgeld an einem 34-jährigen Neurologen aus Moers zahlen. Das hat das Amtsgericht Langen laut einem Bericht der "Offenbach-Post" entschieden. Grund: Der Beschuldigte hatte im vergangenen Jahr heimlich Aufnahmen des Klinikarztes auf der Toilette einer Autobahnraststätte gemacht, als dieser gerade in einer Kabine die Hose heruntergelassen hatte.

Dem Bericht zufolge hatte sich die Tat Mitte Februar 2014 abgespielt: Der Moerser musste wegen Übelkeit an der Raststätte Wetterau-West anhalten und bemerkte über der Kabinenwand ein iPhone. Als er auf die Toilette stieg und über die Trennwand schaute, sah er, wie ein Mann an seinem Smartphone herumfummelte – auf dem Bildschirm sah er sich selbst. Empört rüttelte an der Tür seines Nachbarn, die schließlich nachgab: Er nahm dem Mann wutentbrannt dessen Telefon ab und fuhr zunächst davon. Nachdem der Schock sich gelegt hatte, kehrte er wieder zum Ort des Geschehens zurück. Dort war die Polizei bereits vor Ort – der "Kloknipser" beschuldigte nun den Arzt des Handy-Diebstahls.

"Ich bin homosexuell und habe angenommen, er sei es auch"

Nachdem der Arzt den Beamten die kompromittierenden Bilder gezeigt hatte, gab der 30-Jährige aber zu, ihn gefilmt zu haben – mit der Begründung: "Ich bin homosexuell und habe angenommen, er sei es auch: Er hat mich auf dem Parkplatz mehrfach angelächelt."

Auf dem Smartphone fand die Polizei später auf dem Präsidium 700 weitere Aufnahmen von nackten Männern oder deren Glieder. Allerdings wurde genau zu diesem Zeitpunkt der automatische Löschmodus der "iCloud" aktiviert – und so waren die Beweise verschwunden.

Während das Zivilverfahren zu Schmerzensgeld führte, waren strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen beide Männer von dem Amtsgericht eingestellt worden. Gegen den Arzt war wegen Handyraubs ermittelt worden, gegen den übereifrigen Fotografen wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs. Es bestehe kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung, erklärte die Staatsanwaltschaft. (cw)



#1 GeorgFalkenhagenProfil
  • 06.10.2015, 18:57hBremen
  • Geile Story. Klappen eignen sich nicht mehr so für das Selbstwasabkriegen Ja, die "Neuen Medien" (nicht: Mädchen), smart und phon werden vielfach noch nicht zielführend beherrscht.

    Mensch, wir haben doch Internet, Planet- oder Gayromeo und die Außenwelt. Bessere Kontaktmöglichkeiten der besagten Art bleibt nun einmal die so genannte "Szene" (früher: "Sub").

    Ja, auch die U-Bahn lässt sich mit den Augen erobern, da kann man auch knipsen, sich hinterher das Pic des Traumtyps auf den Homecomputer ziehen, ausdrucken und damit wichsen.

    Mein Gott, das war doch früher, armer Täterwicht. Mit 30 ziemlich zurückgeblieben. Der Moerser Arzt handelte meines Erachtens aber "voll richtig". Ich hätte auch so reagiert wie er, denn im vorliegenden Fall ist es ja wohl egal, ob man homo oder hetero ist.

    Auf öffentlichen Toiletten ist es natürlich trotzdem auch interessant. So, eigene Kabine, abschließbar, das hat schon was. Nur, wenn ich da drin dann schau ich doch nicht raus, sondern erledige mein Geschäft. Auch die Geräusche der Aborte reichen mir, gibts sogar in stereo.

    Wie gesagt anregende Gayschichte, verfilmbar gar. Scheiße, ich muss auf Klo (nicht "closet", das ist der Schrank, der macht krank). OUT NOW!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Petrillo
  • 06.10.2015, 21:59h
  • Das ist aber nur ein Einzelfall, der ausnahmsweise mal erwischt wurde. Wer sich mal auf Internet-Videoseiten umschaut, findet dort massig Clips, die durch Glory-Holes oder über/unter Trennwänden gefilmt sind. Selbst vor Kinos und Cruising-Areas haben die Kerle keinen Respekt.

    Und wer sich zuhause im Videochat vergnügt, muss sich nicht wundern, wenn der Chatpartner den Dialog mitschneidet und dann ebenso bei entsprechenden Portalen ins Netz stellt.

    Schöne neue Welt?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Vater
  • 08.10.2015, 04:42h
  • Antwort auf #1 von GeorgFalkenhagen
  • Kennst du den besagten Autobahnparkplatz in Langen?
    Der liegt direkt vor Frankfurt und ist sowas die 'Mutter aller Klappen'.

    Im Sommer stehen da manchmal 100 Autos mit Frankfurter Kennzeichen.

    Vor Jahren habe ich mal die Tür zur Herrentoilette geöffnet und guckte mitten auf eine Orgie.

    Das war übrigens unter der Woche und bei Tageslicht.

    Ziemlich schräg :-D
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Patroklos
  • 08.10.2015, 09:05h
  • Antwort auf #3 von Vater
  • An dem bin ich auch schon oft vorbeigefahren und werde es wieder tun, wenn ich am Wochenende meine Mutter besuche.

    Was den Smartphonelüstling angeht: der war wohl ganz schön notgeil!
  • Antworten » | Direktlink »