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  • 07.10.2015, 11:08h           1      Teilen:   |

LGBTI-Karrieremesse ALICE

Warum Vielfalt in der Rechtsbranche besonders wichtig ist

Artikelbild
Schwul-lesbische Jurist_innen beim Gay Pride London 2011 (Bild: Andrew Thompson / flickr / cc by-sa 2.0)

Viele lesbisch-schwule Jurist_innen leben noch immer ungeoutet – die LGBTI-Karrieremesse "ALICE" am 30. Oktober in Frankfurt will das ändern.

Vielfalt ist bis heute kein erreichtes Ziel der Rechtsbranche. In Anbetracht dessen, dass die Praktizierenden der Rechtswissenschaften genau diejenigen sind, die im Zweifel mit dafür Sorge tragen sollen, dass Menschen keine Diskriminierung erleiden, ist Vielfalt jedoch auch hier besonders wichtig.

Die Rechtsbranche gilt als besonders konservativ. Der weiße heterosexuelle Cis-Mann hat nach wie vor das Zepter in der Hand. Die LGBTI-Karrieremesse ALICE will damit Schluss machen und stolze Unternehmen mit Jurist_innen zusammenbringen. Sie findet am 30. Oktober in Frankfurt statt.

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Behindert ein Coming-out die Karriere-Chancen?

Plakat zur ersten LGBTI-Karrieremesse für Jurist_innen
Plakat zur ersten LGBTI-Karrieremesse für Jurist_innen

Zwischen drei und acht Prozent der Bevölkerung sind lesbisch, schwul, bi- oder transsexuell. Doch unter den hundert größten US-amerikanischen Kanzleien finden sich gerade einmal elf, bei denen der LGBTI-Anteil bei Rechtsanwält_innen über drei Prozent liegt. Berücksichtigt sind in dieser Zählung natürlich nur die, die das auch angeben. Die Vermutung liegt nahe, dass ein Coming-out in diesem Bereich schwierig sein kann. Insgesamt gibt es rund 50.000 Kanzleien in den USA und damit vermutlich viele nicht erzählte Leidensgeschichten.

Vielfalt ist bis heute kein erreichtes Ziel der Rechtsbranche. In Anbetracht dessen, dass die Praktizierenden der Rechtswissenschaften genau diejenigen sind, die im Zweifel mit dafür Sorge tragen sollen, dass Menschen keine Diskriminierung erleiden, ist Vielfalt jedoch auch hier besonders wichtig. Ein Blick auf Frauen reicht schon aus: 52 Prozent der Jura-Absolvierenden sind weiblich. Unter Rechtsanwält_innen findet sich allerdings nur noch ein Drittel Frauen. Und Partner_innen in den Großkanzleien sind mit elf Prozent Anteil noch seltener anzutreffen.

Für LGBTI-Menschen steht gegen ein Coming-out stets die Angst vor geringeren Karriere-Chancen. Auch außerhalb der Kanzleien, insgesamt ist jede_r Zweite am Arbeitsplatz nicht geoutet. In den Kanzleien ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Öffnung vorhanden. Denn begabte Jurist_innen sind begehrt und rar. Um Talente anzuziehen und eine vielfältigere Kultur zu schaffen, gründen die Kanzleien z.B. Frauen- und LGBTI-Netzwerke oder nehmen an der "Sticks & Stones"-Karrieremesse teil, wo in diesem Jahr allein neun der 85 ausstellenden Organisationen Kanzleien waren.

Auch auf der "ALICE"-Karrieremesse findet sich das Who is Who der Branche. Das "ALICE"-Team erwartet für die Premiere, die am 30. Oktober im Steigenberger Hotel in Frankfurt am Main stattfindet, rund 200 Besucher_innen. (dd)

  Infos zur Messe
ALICE. Europas erste LGBTI Karrieremesse für Juristen & Juristinnen. Freitag, 30. Oktober 2015 von 10-18 Uhr im Steigenberger Hotel Metropolitan, Poststr. 6 Frankfurt am Main.
Links zum Thema:
» Mehr Infos und Freikarten auf der ALICE-Homepage
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Tags: alice, karrieremesse, juristen, jura, recht
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Reaktionen zu "Warum Vielfalt in der Rechtsbranche besonders wichtig ist"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
12.10.2015
20:21:58


(-2, 2 Votes)

Von Patroklos
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