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  • 07.10.2015, 12:59h           148      Teilen:   |

Gewalt

Berlin: Schwules Flüchtlingspaar angegriffen

Artikelbild
Im Berliner Polizeibericht werden, sofern bekannt, auch homophobe Hintergründe einer Tat benannt

Zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit homophoben Hintergrund kam es in der vergangenen Nacht in einer Flüchtlingsunterkunft in Lichterfelde.

In einer Flüchtlingsunterkunft am Ostpreußendamm in Berlin kam es am späten Dienstagabend zu einem Übergriff auf zwei schwule Bewohner. Laut Polizeibericht geriet kurz vor Mitternacht ein Pärchen aus zwei 21 und 28 Jahre alten Männern aufgrund ihrer sexuellen Orientierung mit drei weiteren Personen zunächst in einen verbalen Streit.

Im Verlauf der Auseinandersetzung zwischen den fünf Personen, die alle Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Lichterfelde sind, soll dann der 21-Jährige von einem Angreifer ins Gesicht geschlagen, in den Arm gebissen und verbal bedroht worden sein.

Fortsetzung nach Anzeige


Der schwule Flüchtling biss zurück

Das schwule Opfer soll daraufhin einen Widersacher ebenfalls gebissen und gewürgt haben. Der junge Mann kam mit einem alarmierten Rettungswagen in ein Krankenhaus, wo er ambulant behandelt wurde.

Alarmierte Polizisten stellten die Personalien aller Beteiligten fest. Bei der dreiköpfigen Gruppe handelt es sich um 15, 24 und 25 Jahre alte Männer. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder entlassen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Die Berliner Polizei vermeldet in ihren Berichten, wenn eine Tat homo- oder transphob motiviert sein könnte – anders als bislang die meisten Polizeien. Zusammen mit dem Fakt, dass in Berlin erheblich mehr LGBT leben, entsteht so auch der Eindruck, hier sei die Kriminalität am größten.

In Flüchtlingsunterkünften, in denen vor allem Männer zusammengepfercht leben, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzung und Gewalt. LGBT-Flüchtlinge berichteten in den letzten Jahren mehrfach von Gewalt durch Landsgenossen, ein Problem, das bereits bei LGBT-Flüchtlingen aus Osteuropa oder Russland auftrat. Es gibt mehrere Initiativen für spezielle Unterkünfte für LGBT-Flüchtlinge. (cw/pm)

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Tags: flüchtlinge, asyl, gewalt, polizeibericht
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 Homophobe Gewalt in Berlin
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Reaktionen zu "Berlin: Schwules Flüchtlingspaar angegriffen"


 148 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
07.10.2015
13:16:02


(+12, 30 Votes)

Von Johanna D


Und deswegen ist es wichtig, alle Flüchtlingen und auch allen anderen klar zu machen, dass hier unsere Werte zählen und LSBTI hier offen leben können und dass das jeder zu akzeptieren hat, auch wenn so mancher Deutscher damit noch Probleme hat.


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#2
07.10.2015
13:44:57


(0, 26 Votes)

Von Thorin


Der IS ist schon hier:

Bulgarische Behörden haben am späten Mittwoch in der Nähe des Grenzüberganges Gyueshevo, fünf Männer im Alter zwischen 20 und 24 festgenommen, berichtet der bulgarische Rundfunk NOVA TV. Offenbar handelt es sich um IS-Terroristen, die es auf die Köpfe der Europäer abgesehen hatten.

Die Männer haben versucht, mit einem "Bündel von amerikanischen Dollars" den Grenzschutz zu bestechen. Bei ihnen wurde Propaganda für den Islamischen Staat, spezifische Dschihadisten Gebete und auf ihren Handys Videos von Enthauptungen gefunden.

Link zu www.schweizmagazin.ch


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#3
07.10.2015
13:45:17


(+7, 27 Votes)

Von Borchi


Das ist genau das, was manche Berufs-Gutmenschen aus der Politik, aber auch hier aus dem Forum mit ihrer rosaroten Brille nicht wahrhaben wollen. (Wie man an den heftigen Diskussionen in dem Artikel von gestern sieht.)

Wenn man darauf hinweist, dass es unter vielen (nicht allen!) Migranten / Flüchtlingen aus arabischen oder afrikanischen Staaten kulturbedingt einen großen Homohass gibt und dass die ihre sonderbaren Moral-Vorstellungen trotz ihrer Lage auch hier einführen wollen, dann ist das nicht rassistisch.

Ganz im Gegenteil:
es dient nicht nur dem Schutz der LGBTI-Flüchtlinge und der einheimischen LGBTIs. Sondern es dient auch dem Schutz der Mehrzahl der Migranten / Flüchtline, die keine Probleme machen, aber von Rechten allzu leicht in denselben Topf geworfen werden.

Wir sollten jeden mit offenen Armen empfangen. Aber im Gegenzug können wir auch erwarten, dass jeder von denen demokratische Grundprinzipien, Menschenrechte und unsere Gesetze achtet. Ist das zu viel verlangt? Sollte das nicht eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein?

Wer das nicht will, hat hier nichts verloren... Punkt. Gerade auch zum Schutz der Mehrheit vernünftiger Flüchtlinge.


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#4
07.10.2015
13:54:49


(+3, 29 Votes)

Von Borchi
Antwort zu Kommentar #1 von Johanna D


Volle Zustimmung!

Es wird ja gerne als Argument gebracht, dass es Homohass, Mobbing und Gewalt auch unter Deutschen gebe. Ja, das stimmt.

Aber das macht den Homohass von Migranten doch nicht weniger schlimm. Und deswegen muss man doch die eh schon existierenden Probleme noch weiter vergrößern...

Man hat oft das Gefühl, dass man Homohass der CDU/CSU, der katholischen Kirche, von Nazis, etc. zu Recht in aller Schärfe kritisieren darf, aber wenn man exakt dasselbe bei Migranten macht, wird die typisch deutsche Rassismus-Keule rausgeholt, um jede Kritik bereits im Keim zu ersticken, statt sich damit auseinanderzusetzen und gegenzusteuern.

Diese Doppelmoral nützt keinem Migranten, sondern verleiht nur den Rechten Auftrieb - und das wollen wir wohl alle nicht.


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#5
07.10.2015
13:58:57


(+7, 27 Votes)

Von Wahrheit


Jeder, der hier dauerhaft leben will, hat eines zu akzeptieren:
die Gesetze macht bei uns nicht der Prophet, sondern die demokratisch legitimierten Organe.

Wer diese demokratische Selbstverständlichkeit akzeptiert: Herzlich willkommen!

Wer das nicht akzeptiert: bittesehr, wir zwingen niemanden hier zu leben.


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#6
07.10.2015
14:04:47


(-4, 26 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #4 von Borchi


Das homophobe Pack sitzt sogar in der deutschen Regierung, greift Schwule an, macht Jagd auf Lesben und ist deutscher Herkunft... Aber rechte Rassisten wie der schwule Jens Spahn (CDU) richten ihren Blick lieber monothematisch auf Vorkommnisse unter Fremden, um ihre Vorurteile zu füttern, aber schweigen die Taten rechtsradikaler, "deutsch-deutscher" Hassverbrecher tot.


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#7
07.10.2015
14:06:16


(-5, 25 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #5 von Wahrheit


Wenn Sie irgendwo in eine Debatte kommen geht es sofort gegen den Islam. Das, was früher das Judentum war, ist jetzt der Islam. Das ist eine gezielte Vorurteilsbereitschaft. (Gesine Schwan) - See more at:
Link:
reiserobby.de/die-sogenannten-islamkritiker-berger
-broder-breivik/#sthash.mTAwjCIS.dpuf


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#8
07.10.2015
14:14:36


(+2, 22 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #1 von Johanna D


Volle Zustimmung. Homofeindlichkeit, ist wie Sexismus und alle Ausprägungen von Rassismus mit rechtsstaatlichen Mitteln der Demokratie und Aufklärung zu bekämpfen. Besonders wichtig, dass die Mehrheitsgesellschaft Neubürgern das durch symbolische und faktische Politik und im Alltag tatsächlich sichtbar vorlebt...


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#9
07.10.2015
14:29:10


(+1, 21 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #2 von Thorin


Unbedingt notwendig ist eine Verbesserung der Situation in Flüchtlingsheime - für alle Personen, dir dort unter schwierigen Bedingungen miteinander klar kommen müssen.
Besonders wichtig für Neuankömmlinge, dass die Mehrheitsgesellschaft Neubürgern durch symbolische und faktische Politik und im Alltag tatsächlich sichtbar vorlebt, dass Rassismus und Sexismus nicht geduldet werden... Da klaffen aber noch Lücken zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Es ist also notwendig unsere Werte zu stärken. Hetze gegen Flüchtlinge hilft nicht, sondern ist Teil des Problems.
Zur rechtsradikalen Hetze gehören auch Falschnachrichten und stets aufs Neue kolportierte Gerüchte über als "Flüchtlinge getarnte IS-Kämpfer"

Link zu www.mimikama.at

Link zu www.facebook.com


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#10
07.10.2015
14:30:47


(+1, 25 Votes)

Von Lebenskuenstler
Aus Berlin
Mitglied seit 10.10.2014
Antwort zu Kommentar #4 von Borchi


Genauso sehe ich das auch.
Es ist schon absurd, wie immer wieder versucht wird von einem ernsthaften Problem abzulenken in dem man auf andere Probleme verweist.

Das sind nur Nebelkerzen.

Damit wird letztendlich niemandem geholfen.

Zudem ist es schlichtweg Doppelmoral!

Wenn man etwas gegen Homophobie unternehmen will, dann sollte man diese zuerst mal DEUTLICH und ÜBERALL benennen.

Die Katholiken stellen in meiner Stadt Berlin noch nicht einmal 10 % der Bevölkerung dar.
Andere homophobe "Communities" wachsen dagegen sehr stark.

Sorry, aber es ist doch "bekloppt" immer nur auf die Probleme mit denen von gestern und vorgestern hinzuweisen und dabei die Gegenwart und das zukünftige zu übersehen.


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