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Rapper Kanye West

Der Rapper und Reality-Star glaubt zu wissen, warum er als Modedesigner nicht gut ankommt.

Kanye West hat in einem Interview mit der Mode-Website Showstudio.com erklärt, dass er als Modedesigner diskriminiert werde – allerdings nicht wegen seiner Hautfarbe, sondern wegen seiner sexuellen Orientierung. "Ich fühle mich diskriminiert in der Mode-Welt, weil ich nicht schwul bin", sagte der 38-Jährige.

West hatte 2011 erstmals eine eigene Kollektionen entworfen und war von Kritikern dafür belächelt worden. Kürzlich trat er mit einer neuen Kollektion bei der New York Fashion Week auf.

Der Künstler beklagte in dem Interview auch, dass Schwule in der Musikindustrie diskriminiert werden würden. Es sei aber "großartig", wenn derartige Hürden überwunden werden könnten. "Jeder dachte ja beim Coming-Out von Frank Ocean, dass dies schlecht für seine Karriere sein würde", sagte West. Ocean, ein 27-jähriger Rapper aus New Orleans, hatte sich 2012 geoutet (queer.de berichtete). Offenbar mit Blick auf sich selbst fügte West dann hinzu: "Die Menschen, die Klischees überwinden, schreiben Geschichte".

West setzt sich seit Jahren gegen Homophobie ein

West hat in der Vergangenheit immer wieder Homophobie unter Rappern beklagt, wofür ihm queer.de 2005 den Homo-Orden verliehen hatte (queer.de berichtete). Zuletzt unterstützte er aber den republikanischen Kandidaten Ben Carson, einen erklärten Homo-Hasser (queer.de berichtete). West lobte Carson offenbar insbesondere deshalb, weil er der einzige schwarze Bewerber ist.

In den letzten Jahren sorgte West besonders in Klatschmagazinen durch seine Ehe mit dem Reality-Star Kim Kardashian für Aufsehen. Er ist inzwischen regelmäßig in der Serie "Keeping Up With the Kardashians" zu sehen.

In dieser Serie tritt er auch mit dem transsexuellen Reality-Star Caitlyn Jenner auf, die vor ihrem Coming-out über 20 Jahre lang mit Wests Schwiegermutter verheiratet war. West sagte in dem Interview, dass es ihm nichts ausmache, wenn sich deshalb andere über ihn lustig machten: "Das erste, was ich gedacht habe, war, dass sich die Moderatoren von schwarzen Radiosendern darüber lustig machen, weil schwarze Kultur generell homophob ist." Weiter sagte er: "Dann habe ich mir gedacht: 'Ist doch scheißegal, was die Leute denken. Scheiß drauf!'" Er sei stolz auf seine neue Familie. (dk)

Youtube | Bericht über Wests Auftritt bei der "New York Fashion Show"


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#1 Ja wasAnonym
#2 DocmortemProfil
  • 07.10.2015, 14:10hBerlin
  • Andere Seiten heben hervor, dass er Rapper lobt die sich trotz Homosexualität im Rap-Business durchsetzen und dadurch Homophobie abbauen ... aber ihr beschränkt euch eben auf diesen kleinen Nebensatz ...
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#3 no_name_01
  • 07.10.2015, 14:25h
  • Antwort auf #1 von Ja was
  • Das hast Du aber sehr nett ausgedrückt! Ich hätte dafür deutlichere Worte gefunden!

    Vllt sollte er an sich selbst arbeiten... er wird einfach nicht ernst genommen, nachdem er sich einige Eskapaden geleistet hat. Vllt sollte er mal Mode für den Ottonormalverbraucher machen und nicht für Schaufensterpuppen
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#4 Harry1972Profil
#5 aber sicher datAnonym
#6 hugo1970Profil
  • 07.10.2015, 19:04hPyrbaum
  • "Kanye West fühlt sich als Hetero diskriminiert

    Der Rapper und Reality-Star glaubt zu wissen, warum er als Modedesigner nicht gut ankommt."

    Na warum wohl?, wenn man mit Scheisse wirft, braucht man sich nicht wundern, wenn Scheiße wieder zurückkommt.
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#7 MariouszAnonym
  • 07.10.2015, 19:21h
  • Stimmt schon, der ist halt nicht im Club, das Modebusiness tickt so. Die Models werden da nicht begrapscht.
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#8 LarsAnonym
  • 08.10.2015, 00:56h
  • In dem Zusammenhang des ganzen Interviews sehe ich die Bemerkung, dass sich West "diskriminiert" fühlt, als ein gutes Zeichen für Normalität. Normalität beduetet nicht "Friede, Freude , Eierkuchen". In manchen Branchen und Situationen können Heteros in der Minderheit sein und da Homos keine besseren Menschen sind, werden sie selbstverständlich diskriminiert, oder sagen wir mal, weniger beachtet, was ja nich viel schlimmer sein kann. Das hat keiner gern. Aber West ist ein Schlawiner, er, weiß, wie man sich Aufmerksamkeit bei den Medien verschafft.
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#9 wuermchenEhemaliges Profil
  • 08.10.2015, 08:00h
  • Tja, so ist das in einer Mehrheitsgesellschaft. Die Mehrheit sieht ihre Umgangsformen und Vorgehensweisen als normal an. Das ist im kleinen Kosmos der Modewelt genauso wie auf der Strasse. Auch wenn es dort mit anderen Vorzeichen ist.
    Ich bin erstaunt, dass hier so wenig Resonanz ist. Frei nach dem Motto, er soll sich nicht so anstellen.
    Aber vielleicht ist das die richtige Einstellung auch um den eigenen Anspruch zu überdenken.
    Das Problem ist die gefühlte Diskriminierung. Wird er diskriminiert oder nicht?
    Gefühlte Diskriminierung ist weder Fisch noch Fleisch. Jeder kann sich nach Gutdünken eine Diskriminierungssituation ausdenken, aber ob eine tatsächliche Diskriminierung stattgefunden hat, weiß kein Mensch.
    Ich denke, das Beispiel sollten wir uns vor Augen führen wenn wieder von gefühlter Diskriminierung gesprochen wird, sodass man sich auf tatsächliche verurteilenswerte Diskriminierung stürzt und weniger Vermutungen nachgegangen werden.
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#10 Patroklos
  • 08.10.2015, 09:01h
  • Dann erfährt der Herr selber einmal, was und wie es ist, wenn Schwule und Lesben diskriminiert und malträtiert werden!
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