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Laurent Stefanini wird weiter Protokollchef im französischen Außenministerium bleiben (Bild: Ministère des Affaires étrangères et du développement international)

Die französische Regierung sehe keine Chancen mehr, Laurent Stefanini nach Rom zu schicken, berichtet die Zeitung "Liberation".

"Vatikan – Frankreich 1:0", so kommentiert die französischen Zeitung "Liberation" den Ausgang eines seit Monaten schwelenden diplomatischen Konflikts. Die französische Regierung hatte Anfang des Jahres den erfahrenen Diplomaten Laurent Stefanini zum neuen Botschafter im Vatikan ernannt – doch der Vatikan blockierte die Ernennung (queer.de berichtete). Nun scheint sich die französische Regierung damit abgefunden zu haben.

Stefanini, der derzeitige Chef des Protokolls im französischen Außenministerium, galt als perfekter Kandidat: Der praktizierende Katholik hatte bereits zwischen 2001 und 2005 als stellvertretender Botschafter in der französischen Botschaft des Kirchenstaates gearbeitet und ist ein Experte in Religionsfragen.

Allerdings ist Stefanini offen schwul – und das war dem Heiligen Stuhl wohl zuviel, der die Ernennung nicht bestätigte. Auch ein Treffen zwischen Stefanini und dem Papst im April, über das Insider berichteten, konnte die Wogen nicht glätten: Zwar versicherte Franziskus, dass die Ablehnung "nicht persönlich" gemeint sei. Man verstehe die Ernennung aber als Druckmittel Frankreichs für eine Öffnung der Kirche für Homosexuelle (queer.de berichtete). Auch die Öffnung der Ehe für Homo-Paare in dem Land habe eine Rolle bei der Entscheidung gespielt.

Stillstand bis 2017

Der Traum vom schwulen Botschafter im Vatikan, der Lebenstraum von Stefanini sei "tot", zititerte "Liberation" am Freitag eine anonyme Regierungsquelle. Der Vatikan habe den Botschafter klar abgelehnt, auch bei einem Besuch des Staatssekretärs Pietro Parolin in Paris im Mai, und Frankreich habe keine Machtposition in der Frage.

Die Regierung selbst will laut dem Bericht bis 2017 keinen neuen Botschafter ernennen, also bis zu den nächsten Präsidentschaftswahlen. 2017 läuft auch die Amtszeit von François-Xavier Tillette aus, der als stellvertretender Botschafter des Landes derzeit die Geschäfte in der Villa Bonaparte in Rom führt.

"Liberation" lässt einen Regierungsmitarbeiter zu Wort kommen, der sich schärfere Proteste aus Paris gewünscht hätte. Zunächst habe man gewartet, ob der Papst zur UN-Klimakonferenz im Winter nach Paris komme, der von Stefanini mitorganisiert wird. Doch Franziskus kommt nicht, und nun wolle man den Konflikt offenbar still aussitzen. Stefanini bleibt demnach einfach in seinem bisherigen Job.

Mitte Oktober gibt es noch ein Treffen des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve mit dem aus Frankreich stammenden Kurienkardinal Jean-Louis Tauran, einem der wichtigsten Diplomaten des Vatikans, der die Ernenung Stefaninis unterstützt hatte. Mit einem Durchbruch rechnet aber niemand. (nb)



#1 Einfache LösungAnonym
  • 10.10.2015, 15:39h
  • Also ich würd in dem Fall einfach keinen Botschafter mehr in den Vatikan schicken und die Beziehungen zum Sektenstaat abbrechen.
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#2 RobinAnonym
  • 10.10.2015, 15:41h
  • Aufgeben und vor Fanatikern einknicken, ist genau der falsche Weg.

    Genau darauf setzen solche hasserfüllten Religioten. Und genau sowas macht die nur noch stärker.
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#3 PeerAnonym
  • 10.10.2015, 15:45h
  • Wenn der Vatikan einen Botschafter wegen seines (legalen) Privatlebens ablehnt, dann würde ich da gar keinen mehr hinschicken und alle Beziehungen zu diesem totalitären Verein abbrechen.

    Und dann würde ich umgekehrt auch die Vetreter des Vatikans in Frankreich (also alle katholischen Pfaffen) ebenso behandeln und ausweisen...
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#4 AlexAnonym
  • 10.10.2015, 15:48h
  • Wann wird die Kinderschänder-Sekte endlich mal in ihre Schranken gewiesen?!

    Die nehmen sich nur deshalb so viel raus, weil man es ihnen immer wieder durchgehen lässt.

    Dieser macht- und geldgeile Konzern lebt von Unterdrückung und dem Schüren von Hass. Diese totalitäre Gesinnung wird immer mehr Schaden anrichten, wenn die nicht endlich mal gestoppt werden...
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#5 lucdfProfil
#6 didiAnonym
  • 10.10.2015, 16:42h
  • Antwort auf #5 von lucdf
  • Frankreich nicht. Aber seine Eliten, die Kommando-Höhen...

    ----------------------------

    "Aus seiner eigenen Erfahrung weiß Hallervorden zum Beispiel über die verdeckte Zensur beim Sender SAT1 zu berichten, für den er Anfang der 90er Jahre die Spottschau schrieb und moderierte. Im Interview mit Jebsen erzählt der Kabarettist, dass man ihm erklärte, kein Kohl und keine katholische Kirche!, dann könne sein Vertrag verlängert werden."

    Braucht Deutschland SAT1?
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#7 IsaakAnonym
  • 10.10.2015, 16:54h
  • Na ja, das war ja schon etwas länger zu erwarten. Die Franzosen haben sich nun mal verzockt und unterschätzt, wie sehr der Heilige Stuhl das Narrativ der 'Provokation' nach außen kehren würde. Sowas kommt vor in der Diplomatie; bekommt Stefanini halt einen anderen Posten.
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#8 FelixAnonym
  • 10.10.2015, 16:55h
  • Diese Hassprediger können ungestraft weltweit ihre Hetze verbreiten. Aber Menschen, deren einziger "Fehler" es ist, zu lieben statt zu hassen, werden bestraft...

    Sollte die Katholische Kirche nicht lieber Hunger, Armut und Gewalt bekämpfen statt Liebe, Vielfalt und Freiheit?!

    www.kirchenaustritt.de/
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#9 HeinerAnonym
  • 10.10.2015, 17:05h
  • Die Katholiban ist wirklich an Perversität, Verdorbenheit und Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten...

    Die sind dermaßen vom Hass zerfressen, dass sie auch die ganze Welt mit ihrem abgrundtiefen Hass überziehen wollen.

    Diese Menschenverachtung und Ablehnung von Demokratie ist zum Kotzen.

    Albert Einstein hatte Recht:
    "Die beiden größten Gefahren für Frieden und den Fortbestand der Menschheit sind die Waffenindustrie und die Religion."
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#10 FredinbkkProfil
  • 10.10.2015, 17:32hBangkok
  • ......somit bleibt der "Schwulenlevel" im Vatikan mit cirka 260
    Klemmschwestern (laut Gay Romeo) unveraendert.

    Ein geouteter Schwuler ,geht ja garnicht ,

    Bigott,verlogen, hinterhaeltig,heuchelnd und hassend ...so war es schon immer -so muss es bleiben ....

    Gaebe es einen gerechten Gott ,wuerde der Vatikan "brennen" und dem Erdboden gleich sein

    die Gross-Sekte hat nur Glueck,dass da keiner ist ..
    und die Schafe ihnen weiterhin die Fuesse lecken...
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