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Das EU-Parlament sieht die Kommission bei Trans-Rechten am Zug (Bild: mcmay / flickr / by 2.0)

Das Europäische Parlament hat vergangenen Donnerstag einen Entschließungsanstrag zur Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz beschlossen, bei dem ausdrücklich auch Schritte zur Gleichstellung von Transgendern gefordert werden.

Im verabschiedeten Dokument wird betont, dass "Transgender-Frauen am ehesten Diskriminierung ausgesetzt" ausgesetzt seien, was einen Verstoß gegen die EU-Grundrechtecharta darstelle. Die Abgeordneten verwiesen dabei auf eine Studie der EU-Grundrechteagentur, die vergangenes Jahr veröffentlicht wurde (queer.de berichtete). Darin wird beklagt, dass viele Transsexuelle nicht in den Arbeitsmarkt integriert werden würden, obwohl sie ein Recht auf Gleichbehandlung hätten. Daher müsse die Europäische Kommission einschreiten und die Beschwerdestellen und -verfahren in den Mitgliedstaaten besser überwachen und "arbeitsplatzbezogene Maßnahmen erarbeiten, wie z. B. die Förderung anonymer Bewerbungsverfahren".

Ferner forderten die Abgeordneten die 28 Mitgliedstaaten auf, Mittel des Europäischen Sozialfonds zu nutzen, "um die Diskriminierung von Transgender-Personen im Einklang mit der Rechtsprechung des EuGH aktiv zu bekämpfen". Zudem müsse die Kommission eine neue Studie in Auftrag geben, wie sich Transsexuellengesetze in den Nationalstaaten "auf die Stellung von Transgender-Personen auf dem Arbeitsmarkt auswirken, insbesondere auf den Zugang zur Beschäftigung, auf das Vergütungsniveau, auf die Laufbahnentwicklung sowie auf die Rente".

"Die Hälfte aller Transgender in der Europäischen Union sagen, sie hätten Diskriminierung erlebt, wenn sie sich für einen Job beworben haben, und über ein Drittel hat Diskriminierung am Arbeitsplatz beklagt", sagte am Montag die britische Liberale Catherine Bearder, ein Mitglied der LGBT-Intergroup im EU-Parlament. "Das kann nicht so weitergehen. Wir müssen deutlicher Rechte für Transgender in die EU-Antidiskriminierungsgesetze festschreiben."

Der Antrag wurde insbesondere von Sozialdemokraten, Liberalen, Grünen und Sozialisten unterstützt, aber auch viele Mitglieder der Europäischen Volkspartei (EVP) stimmten für den Antrag, der für die Kommission oder die Nationalstaaten nicht bindend ist. (dk)



#1 PeerAnonym
  • 12.10.2015, 16:42h
  • Enorm wichtig.

    Aber das wird wohl in vielen EU-Staaten (u.a. Deutschland, Italien, Griechenland, Polen, Ungarn, etc.) ungehört verhallen.
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#2 Patroklos
  • 12.10.2015, 18:14h
  • "Im verabschiedeten Dokument wird betont, dass "Transgender-Frauen am ehesten Diskriminierung ausgesetzt" ausgesetzt seien,..."

    Es gibt auch Transgender-Männer und da soll es mit der Diskriminierung nicht so sein? In welcher Welt leben die EU-Sesselpupser eigentlich?
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#3 Svetlana LAnonym
  • 13.10.2015, 06:49h
  • So sehr ich begrüße, dass sich das EP mit dem Thema Trans* beschäftigt: Warum schreiben die immer noch von Geschlechtsumwandlung? Da sind wir doch längst drüber hinweg.

    Genau so sehr bedauere ich, dass sich das EP immer wieder mit dem Thema Trans* beschäftigen muss

    und

    genau so sehr bedauere ich, dass die Entschließungen für die Mitgliedsstaaten nicht bindend sind.
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