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Tom Bosworth outet sich in der BBC als erster olympischer Leichtathlet seines Landes

Ein weiterer Sportler aus England outet sich als schwul: Der 25-jährige Geher Tom Bosworth lobt, wie offen seine Teamkollegen mit seiner Homosexualität umgehen – das sei aber nicht immer so gewesen.

Der britische Leichtathlet Tom Bosworth hat sich am Dienstag in einem Interview mit der BBC als schwul geoutet. Der TV-Journalistin Victoria Derbyshire sagte der 25-Jährige, dass er sich jetzt oute, weil er viel Unterstützung von seinen Teamkollegen erfahren habe. Der in der Grafschaft Kent geborene Sportler ist derzeit der beste Brite im olympischen Wettbewerb 20-Kilometer-Gehen und hält die drittbeste je für einen Briten gemessene Zeit in dieser Disziplin.

Bosworth erklärte, er habe sich im August bei einem Trainingscamp in Japan gegenüber seinen Teamkollegen geoutet. "Das war eine großartige Chance, in lockerer Atmosphäre darüber zu sprechen, und alle haben mich als ersten offen schwulen Leichtathleten im Team Großbritannien unterstützt", sagte Bosworth.

Allerdings erklärte er auch, warum er sich öffentlich so spät outet: In den vergangenen Jahren habe Bosworth weniger gute Erfahrungen gemacht. So sei er am Anfang seiner Sportlerkarriere als "Schwuchtel" (fag) beschimpft worden.

Bosworth erlebte Gewalt in der Schulzeit


Tom Bosworth mit Doppelolympiasieger Mo Farah, der besonders cool auf dessen Coming-out reagiert habe

Noch mehr sei er während der Schulzeit gemobbt worden: Als er 15 oder 16 Jahren alt war, hätten Gerüchte über seine Homosexualität die Runde gemacht, sagte Bosworth. "Das war eine schlimme Zeit für mich. Teenager können sehr gemein sein und wissen oft nicht, was sie sagen. Das ist einfach Ignoranz, denke ich."

Zu seiner Schulzeit seien seine Mitschüler sogar gewalttätig geworden: "Als sich diese Gefühle entwickelt haben, hat eine Gruppe von Jungs meinen Kopf gegen ein Fenster geschmettert, das zerborsten ist", sagte er. "Dankenswerterweise liegt das alles in der Vergangenheit."

Ferner sagte Bosworth, dass er seit viereinhalb Jahren einen Freund habe und sich sehr wohl in seiner Haut fühle.

Bosworth nannte den Turmspringer Tom Daley als seine Inspiration – der zweifache Weltmeister hatte sich bereits 2013 geoutet (queer.de berichtete). Daley habe für andere schwule Sportler den Schritt zum Coming-out viel einfacher gemacht, ist Bosworth überzeugt. (dk)



#1 Patroklos
  • 13.10.2015, 16:34h
  • Erneut ein Sportler, der sich nie mehr verstecken will und sein Coming-Out hat! Es ist traurig, daß es immer noch Sportler bzw. Sportlerinnen gibt, die ein Schrankschwulen- bzw. Schranklesbendasein fristen! Seid so mutig wie Tom Bosworth!
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#2 NicoAnonym
  • 13.10.2015, 16:40h

  • Sehr gut!

    Je mehr Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle mit der Selbstverleugnung aufhören, desto besser.

    Das ist nicht nur für ihre eigene Psyche gut, sondern damit helfen sie auch allen anderen und werden zu echten Vorbildern.
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#3 Julian SAnonym
  • 13.10.2015, 21:54h
  • Gerade im Sport meinen ja viele, sich selbst verleugnen zu müssen.

    Aber was ist schon die Zuneigung der Fans wert, wenn sie gar nicht einem selbst zujubeln, sondern einer erfundenen Phantasiefigur.

    Wenn Sportler sie selbst sind und ihren Fans keine Schmierenkomödie vorspielen, dann wird ihnen das kein Fan übelnehmen. Aber was Fans sehr wohl übelnehmen ist, wenn man sie belügt.
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#4 panzernashorn
  • 15.10.2015, 21:25h
  • Hat mit dem Thema dieses Artikels zwar nichts zu tun, aber optisch erinnert mit der Junge "nebenbei" an Benedict Cumberbatch.

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