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  • 15.10.2015, 15:57h           8      Teilen:   |

Kinostart "Familienfest"

Homophober Vater, schwuler Sohn

Artikelbild
Max Westhoff (Günther Maria Halmer, li.) hat sich mit der Homosexualität seines Sohnes Frederik (Barnaby Metschurat) noch immer nicht abgefunden (Bild: Julia von Vietinghoff)

Nur zwei Wochen nach "Der Staat gegen Fritz Bauer" startet Lars Kraumes neuer Film "Familienfest" im Kino – Homosexualität ist erneut Thema.

Zum 70. Geburtstag von Hannes Westhoff (Günther Maria Halmer) findet sich die Familie im herrschaftlichen Berliner Wohnsitz des grantigen und homophoben Patriarchen zusammen.

Anne (Michaela May), seine zweite Ehefrau, hat nicht nur die Söhne Max (Lars Eidinger), Gregor (Marc Hosemann) und den schwulen Frederik (Barnaby Metschurat) eingeladen, sondern auch deren Mutter, Hannes' Ex-Frau Renate (Hannelore Elsner), sowie Frederiks Freund Vincent (Daniel Krauss).

Anne tut alles für eine entspannte Stimmung, kann aber nicht verhindern, dass die Familienmitglieder auch in den Tagen des Festes aufeinander losgehen.

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Gegenseitige Sticheleien, Vorwürfe und Aversionen

Poster zum Film: "Familienfest" ist am 15. Oktober 2015 in den deutschen Kinos angelaufen
Poster zum Film: "Familienfest" ist am 15. Oktober 2015 in den deutschen Kinos angelaufen

Ohne Rücksicht auf Verluste lassen sie gegenseitigen Sticheleien, Vorwürfen und Aversionen freien Lauf – und so wird tief in alten Wunden gebohrt, neue Gräben werden gezogen, und alle müssen sich der Frage stellen, wie sie mit offenen Rechnungen aus der Vergangenheit umgehen wollen.

Bis eine Nachricht alles verändert. Denn für einen von ihnen ist das Familienfest die letzte Gelegenheit, der eigenen und gemeinsamen Biographie eine Erkenntnis abzuringen…

Mit bitterbösem Humor seziert Regisseur Lars Kraume ("Der Staat gegen Fritz Bauer") in seinem neuen Film "Familienfest" subtil die Dramen, Eigenarten und Geheimnisse, die so oder so ähnlich unter der Oberfläche einer wohl jeden Familie schlummern.

Gnadenlos legt er die kleinen und großen Grausamkeiten offen, die man sich nur innerhalb einer Familie zuzufügen vermag – aber auch die Gemeinsamkeiten, die die Mitglieder einer Familie mehr verbinden, als uns allen vielleicht manchmal lieb ist.

Der queere Zuschauer leidet vor allem mit Frederik, dem jüngsten Westhoff-Sohn, der sich nichts Sehnlicheres wünscht, als mit seinem Lebenspartner Vincent ein Kind großzuziehen – was den konservativen Wertvorstellungen seines Vaters extrem widerspricht. Kein Wunder, dass es irgendwann knallt…


Frederik lässt das Heiligste seines Vaters im Beisein seiner Mutter Renate und seines Freunds Vincent in Rauch aufgehen


Frederik besitzt zwar viel Kraft, aber man spürt, dass er von dem Kampf mit seinem Vater gezeichnet ist und dieser ihn in seiner Freiheit und Selbstverwirklichung mehr als einengt.

Vincent, der zum allerersten Mal im Haus Westhoff zu Gast ist, wirkt wie ein Außenseiter, der aus einer anderen Welt stammt. Den manchmal offenen, manchmal subtilen Anfeindungen, denen er insbesondere in Gestalt seines "Schwiegervaters" ausgesetzt ist, hat er nichts entgegenzusetzen – außer seiner sympathischen inneren Ruhe und seiner Liebe zu Frederik. (cw/pm)

Youtube | Offizieller Trailer zum Film
  Infos zum Film
Familienfest. Drama. Deutschland 2015. Regie: Lars Kraume. Darsteller: Günther Maria Halmer, Hannelore Elsner, Michaela May, Lars Eidinger, Jördis Triebel, Barnaby Metschurat, Daniel Krauss, Marc Hosemann. Laufzeit: 95 Minuten. Deutsche Originalfassung. FSK 6. Verleih: NFP. Deutscher Kinostart: 15. Oktober 2015
Links zum Thema:
» Homepage zum Film
Mehr zum Thema:
» Filmkritik "Der Staat gegen Fritz Bauer": Der heimlich schwule Nazi-Jäger (30.09.2015)
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Tags: lars kraume, familienfest, kino
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Reaktionen zu "Homophober Vater, schwuler Sohn"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
15.10.2015
16:55:39


(-2, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ein deutscher Spielfilm mit Starbesetzung! Werde mir die DVD oder Bluray holen oder warten, bis er im TV gezeigt wird!


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#2
15.10.2015
18:31:47


(+9, 11 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #1 von Patroklos


Ich hab mich heute schon den ganzen Tag gefragt, wann Patroklos aus Hamburg sich diesen Film anschauen wird. Danke für die erlösende Information.


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#3
15.10.2015
20:10:50


(+5, 7 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #2 von ollinaie


Wäre es ein ausländischer Film im Original, dann würde sich die Überlegung erst gar nicht stellen.


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#4
15.10.2015
20:53:59


(+2, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #1 von Patroklos


Da kannst lange warten, da sitzen zu viele religiöse in den TV Räten.


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#5
16.10.2015
08:49:36


(+1, 5 Votes)

Von Lars
Antwort zu Kommentar #2 von ollinaie


"Gnadenlos legt er die kleinen und großen Grausamkeiten offen, die man sich nur innerhalb einer Familie zuzufügen vermag aber auch die Gemeinsamkeiten, die die Mitglieder einer Familie mehr verbinden, als uns allen vielleicht manchmal lieb ist."

We are fa-mi-ly ...


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#6
16.10.2015
09:54:07


(+6, 6 Votes)

Von Andreas V


Wer solche Filme mit queerer Thematik, die nicht mit Massenpublikum gesegnet sind, unterstützen will, sollte sie am besten im Kino anschauen - UND bei Gefallen später die DVD kaufen.

Kinofinder für "Familienfest":
Link:
kinofinder.kino-zeit.de/programmsuche/familienfest


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#7
16.10.2015
12:47:30
Via Handy


(+2, 6 Votes)

Von Ehla


MORGEN GIBT ES EINE DEMO FÜR DIE VÖLLIGE GLEICHSTELLUNG!!!
Organisiert von Nasser El-Ahmad. Er hat auch eine Facebookseite.

+++ Am 17. Oktober 2015, findet die Demonstration durchs Regierungsviertel für die völlige Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren in Berlin statt.
START: 13 Uhr am Nollendorfplatz.
Endpunkt: Brandenburger Tor
+++


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#8
16.10.2015
14:44:03


(+3, 5 Votes)

Von Lars


Kino ist immer am besten, da bekommt man gut mit, wie die Leute so insgesamt bei queeren Themen drauf sind. Kino ist ja ein Gemeinschaftserlebnis. Bei "Der Staat geegen Fritz Bauer" sind die Leute in der Vorstellung in der ich war, emotional sehr mitgegangen, auch bei den "schwulen Stellen" und der Saal war rappelvoll.


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