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  • 19.10.2015, 13:24h           16      Teilen:   |

Amerikanische Studie

In Regenbogenfamilien kümmern sich Eltern mehr um ihre Kinder

Artikelbild
Eine Regenbogenfamilie beim CSD in San Francisco (Bild: flickr / Caitlin Childs / cc by 2.0)

Kinder wachsen bei gleichgeschlechtlichen Eltern behüteter auf als in "traditionellen" Familien, so das Ergebnis einer texanischen Studie.

In Regenbogenfamilien verbringen die Eltern mehr Zeit mit dem Nachwuchs als in Familien mit Vater und Mutter. Das ist das Ergebnis einer Studie des "Population Research Center" der University of Texas in Austin. Chefautorin Kate Prickett, eine Soziologie-Doktorandin, veröffentlichte am Wochenende eine Zusammenfassung der Ergebnisse im "Child and Family Blog". Sie wertete Daten der US-Statistikbehörde mit über 40.000 Paaren aus, darunter 55 Paare in gleichgeschlechtlichen Beziehungen.

Demnach verbringen Familien mit zwei Müttern 40 Prozent mehr Zeit mit Aktivitäten, die auf das Kind ausgerichtet sind, als heterosexuelle Familien. Als Grund nannte die Autorin, dass Frauen generell mehr Zeit für Aktivitäten mit Kindern aufwenden. So würden Frauen, die mit einem Mann zusammenleben, mit 100 Minuten doppelt so viel Zeit für das Kind aufwänden wie der Vater.

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Schwule Väter verbringen mehr Zeit mit Kindern

Aber auch schwule Väter verbrachten laut den Daten mehr Zeit mit dem Nachwuchs als ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossen: Sie seien ebenfalls mit jeweils 100 Minuten Zeit-Investment doppelt so engagiert wie Väter in "traditionellen" Familien. Allerdings schränkt Prickett ein, dass die Datenbasis mit nur 17 gleichgeschlechtlichen Vätern sehr gering gewesen sei.

"Unsere Ergebnisse stützen die These, dass Eltern mindestens genauso viel Zeit investieren – oder vielleicht sogar noch mehr – wenn sie aus gleichgeschlechtlichen Paaren bestehen", fasste sie die Ergebnisse zusammen.

Als aktive Zeit mit Kindern wurde unter anderem Vorlesen, Spielen oder Hilfe bei Hausaufgaben gewertet, aber beispielsweise nicht gemeinsames Fernsehen.

In den letzten Jahren wurden bereits mehrere Studien veröffentlicht, nach denen Kinder in Regenbogenfamilien gleich gut oder sogar besser aufwachsen als in "traditionellen". So kam vergangenes Jahr eine australische Untersuchung der Universität von Melbourne zum Ergebnis, dass Kinder aus Regenbogenfamilien glücklicher und gesünder aufwüchsen (queer.de berichtete). Zuvor hatte eine amerikanische Studie der Universität von Virginia festgestellt, dass die sexuelle Orientierung der Eltern gleichgültig sei – wichtig sei lediglich, dass die Beziehung der Eltern harmonisch verlaufe (queer.de berichtete).

Eine Untersuchung im Auftrag des deutschen Bundesjustizministeriums war bereits 2009 zu dem Ergebnis gekommen, dass Regenbogenfamilien nicht schlechter für das Kindeswohl sind als andere (queer.de berichtete). Dennoch lehnt es die Bundesregierung auf Druck von CDU/CSU bis heute ab, Lebenspartnern ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht zu ermöglichen.

Es gab auch einige wenige Studien, in denen diese Ergebnisse angezweifelt wurden; sie wurden jedoch von Aktivisten gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen erstellt, etwa von Mark Regnerus, der wie Prickett ebenfalls als Soziologe an der University of Texas arbeitet. Er bezeichnete in einer Untersuchung aus dem Jahr 2012 Regenbogenfamilien als "eine Form von sexueller Misshandlung" – die Studie wurde allerdings von Homo-Hassern finanziert (queer.de berichtete).

Eine weitere Studie von Forscher Donald Paul Sullins kam Anfang dieses Jahres zu dem Ergebnis, dass Kinder aus Regenbogenfamilien eher psychologische Probleme hätten. Dem Soziologen wurde allerdings vorgeworfen, als hauptberuflicher katholischer Priester und Professor an der "Catholic University of America" lediglich die Position seines Arbeitgebers verteidigt zu haben. Außerdem wurde beiden eine manipulative Auswahl der "homosexuellen" Eltern vorgeworfen. Regnerus sah etwa eine Person bereits als "homosexuell" an, wenn sie nur einmal einen Swingerclub besucht hat. (dk)

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Tags: studie, regenbogenfamilien
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Reaktionen zu "In Regenbogenfamilien kümmern sich Eltern mehr um ihre Kinder"


 16 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
19.10.2015
13:33:50


(-6, 14 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wer hätte auch etwas Anderes erwartet? Es sind die Regenbogenfamilien, die den höchsten Respekt verdienen!


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#2
19.10.2015
14:17:29
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von Luca


Und wieder mal bricht das Lügengebäude der Homohasser in sich zusammen...

Übrigens ist vor ein paar Jahren eine europäische Studie zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen (queer.de berichtete).


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#3
19.10.2015
15:42:28


(-15, 19 Votes)

Von aufmteppich


Bald ist es soweit, dass wir uns anderen überlegen fühlen und ein Ehe- und Adoptionsverbot für Heterosexuelle fordern, ich seh es schon kommen! Einfach mal auf dem Teppich bleiben.


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#4
19.10.2015
16:02:08


(+13, 13 Votes)

Von Wissenschaft
Antwort zu Kommentar #3 von aufmteppich


Wie kommen Sie angesichts der bloßen Feststellung empirischer Tatsachen auf eine derart absurde und demagogische Täter-Opfer-Umkehr?

Es sind bürgerliche und rechte Homohasser, die hierzulande regelmäßig, auch in öffentlich-rechtlichen "Talkshows" und bürgerlichen Massenmedien, zumeist ohne jede Zurechtweisung unter Wahrnehmung minimaler journalistischer Sorgfaltspflicht, das "Kindeswohl" ins Feld führen, um eine Ideologie der Ungleichwertigkeit zu verbreiten und die Entrechtung von Menschen und deren Lebenszusammenhängen, einschließlich betroffener Kinder, zu zementieren.

Ein weiteres Mal ist - wie unzählige Male - bestätigt worden: Eine wie auch immer geartete, angebliche Überlegenheit des bürgerlich-heteronormativen Familienkonstruktes gegenüber anderen, immer zahlreicher gelebten Lebensmodellen gibt es nicht. Eine Rechtfertigung für Ungleichbehandlung und Herabsetzung schon gar nicht.

Die Forderung lautet: Gleiche Rechte für Alle!


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#5
19.10.2015
16:08:24


(+10, 10 Votes)

Von Just me
Antwort zu Kommentar #3 von aufmteppich


"Einfach mal auf dem Teppich bleiben."

Am besten einfach mal dem eigenen Ratschlag folgen.


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#6
19.10.2015
17:00:25


(+9, 9 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Ich behaupte mal, daß Kinder dort behüteter aufwachsen, wo die Eltern sich sehr bewusst für den Nachwuchs entschieden haben und es gar nicht auf die sexuelle Orientierung ankommt.
Derselbe Effekt, der beim Vergleich von Vegetariern und Omnivoren zu beobachten ist und vorgaukelt, eine vegetarische Ernährung sei gesünder, obwohl die durchschnittlich bessere Verfassung der Vegetarier darauf zurückgeführt werden kann, daß diese sich insgesamt mehr Gedanken um Gesundheitsthemen machen.

Ich wage sogar zu behaupten, daß solche Studien indirekt, auf eine schräge Weise, aus einem homophoben Weltbild entstehen, denn hier werden gleichgeschlechtlichen Eltern Attribute unterstellt, welche mit der sexuellen Orientierung gar nichts zu tun haben sondern nur damit, daß sich diese Eltern eben ganz bewusst für den Nachwuchs entschieden haben.


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#7
19.10.2015
17:14:49
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Luca
Antwort zu Kommentar #3 von aufmteppich


Wie könnte man mehr auf dem Teppich bleiben, als wenn man Sachverhalte wissenschaftlich analysiert.

Und wenn Homohasser ständig behaupten, unsere Diskriminierung geschehe zum Wohl der Kinder, darf man ja wohl darauf hinweisen, dass das Gegenteil der Fall ist.


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#8
19.10.2015
18:23:40


(+7, 7 Votes)

Von Borchi
Antwort zu Kommentar #3 von aufmteppich


Wären wir so drauf wie die Homohasser, müssten wir das jetzt tatsächlich fordern. Denn die wollten ja auch immer ein Adoptionsverbot für Schwule und Lesben, weil Kinder bei uns angeblich schlechter aufwachsen. Und da jetzt mehrfach bewiesen wurde, dass es genau umgekehrt ist, müsste man das nach deren Logik genau so fordern.

Aber keine Sorge:
da wir im Gegensatz zu den Homohassern keine Kinder instrumentalisieren, um Hass zu schüren, werden wir das trotz Faktenlage natürlich nicht tun.

Aber wenn die weiter Lügen verbreiten, müssen wir das schon richtigstellen und die wissenschaftlichen Fakten nennen.


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#9
19.10.2015
19:09:50


(+9, 9 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011
Antwort zu Kommentar #6 von Harry1972


Aus meiner Lebenserfahrung konnte ich auch oft feststellen, daß Kinder, denen viel Leid von den Eltern zugefügt wurde, entgegen vieler Anschauungen, es später dieses Leid ihren Kindern nicht mehr zumuten. Sie ziehen dann ihre Kinder bewußt liebevoller auf um jene selbsterlebten Qualen ihnen zu ersparen.
Somit geben viele LGBTI's sofern sie Kinder haben, ihr eigenes Trauma nicht weiter! Die bewußte Wahl, ein Kind groß zu ziehen, verstärkt diesen Mechanismus einer wohlbehüteten Erziehung.
Dumme Eltern jedoch übernehmen ohne zu überlegen die brutalen Erziehungsmethoden ihrer Eltern und züchten über viele Generationen hinweg Neurotiker!


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#10
19.10.2015
19:50:49


(+3, 7 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013
Antwort zu Kommentar #9 von Jadughar


Ja, da kommt es eben drauf an, ob sie ihre eigene Kindheit angemessen reflektieren.
Sonst kommen da schnell solche Sprüche wie "Ein Arschvoll hat uns damals auch nicht geschadet" oder Schlimmeres.


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