Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 19.10.2015, 18:09h           80      Teilen:   |

Homophober Wahlkampf zu befürchten

AfD: Homos raus aus Schulbüchern

Artikelbild
AfD-Landeschef Jörg Meuthen kritisierte im Sommer: "Kaum jemand hat eine derart starke Lobby wie die Homosexuellen."

In ihrem Wahlprogramm für Baden-Württemberg will sich die Partei dafür einsetzen, die Erwähnung von Homosexualität an Schulen zu untersagen.

Der baden-württembergische Landesverband der AfD will im Landtagswahlkampf auch mit Stimmung gegen Schwule und Lesben Wähler gewinnen: Laut einem Bericht der "Schwäbischen Zeitung" soll auf dem Parteitag am Wochenende in Horb am Neckar ein Wahlprogramm beschlossen werden, in dem es heißt, dass Schulbücher, die "Familien relativeren" oder "gesellschaftlich kaum relevante Konstellationen" darstellen, "an öffentlichen Schulen nicht zugelassen werden" sollen.

Der von Fachausschüssen und der Parteispitze abgestimmte Entwurf will den Bildungsplan des Landes, der nach der Landtagswahl mit einer verbesserten Schulaufklärung über LGBT in Kraft treten soll, wieder abschaffen, schreibt die Zeitung – wie auch Frauenquoten und Gleichstellungsbeauftragte abzuschaffen seien.

Fortsetzung nach Anzeige


ARD und ZDF sollen für Heterosexualität werben

Bei der "Demo für alle" warb die AfD mit Thesen gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben sowie Frauen - Quelle: nb
Bei der "Demo für alle" warb die AfD mit Thesen gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben sowie Frauen (Bild: nb)

Außerdem plant die AfD Maßnahmen für die "weitgehend gleichgeschaltete Medienlandschaft". Öffentlich-rechtliche Sender, nach der Partei durch Steuern und Abgaben statt durch Rundfunkbeiträge zu finanzieren, sollten auf das Bild von Ehe und Familie "einwirken", um für das "Positive und Erfüllende einer Mutter-Vater-Kinder-Beziehung" zu werben.

Bereits im Juli hatte der Landesparteitag einen Antrag gegen "Gender Mainstreaming / Gender Diversity" angenommen, der geradezu ein Verbot von Homo-"Propaganda" fordert (queer.de berichtete). "Die Alternative für Deutschland lehnt jegliche staatliche Propaganda – in Schulen, den Massenmedien oder im öffentlichen Raum – für bestimmte sexuelle Orientierungen oder Verhaltensweisen strikt ab", heißt es darin wortwörtlich. "Die Förderung der klassischen Familie ist davon ausgenommen." Der Text fand sich so auch in einem Flyer der Partei "gegen den linken Genderwahn", der bei der homophoben "Demo für alle" am vorletzten Wochenende in Stuttgart verteilt wurde.

Der Antrag forderte unter anderem auch eine Rücknahme von Antidiskriminierungsgesetzen und einen Stopp von "Gender Studies". Auch wandte sich die Partei gegen "alle Versuche, Abtreibungen zu bagatellisieren, sie staatlicherseits zu fördern oder sie gar zu einem 'Menschenrecht' zu erklären".

Der Parteitag wird voraussichtlich Landeschef und Bundesvize Jörg Meuthen zum Spitzenkandidaten für die Wahl erklären. Zum CSD in Stuttgart hatte er in diesem Jahr gesagt, er finde "diese plakative Zurschaustellung der Sexualität eher geschmacklos" (queer.de berichtete).

Spannende Wahl in fünf Monaten

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg findet am 13. März 2016 statt. Aktuellen Umfragen zufolge muss die grün-rote Landesregierung um ihre Mehrheit bangen: Die Grünen würden derzeit 24 bis 26 Prozent erhalten, die SPD 16 bis 20 Prozent. Die CDU würde mit rund 40 Prozent stärkste Kraft. FDP, Linke und AfD könnten alle mit knapp fünf Prozent in den Landtag einziehen – die letzte Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut INSA für "Bild" sieht die AfD gar bei acht Prozent, steht damit bislang aber noch alleine da.

Die CDU, die dadurch wieder eine Regierung anführen könnte, hatte in den vergangenen Monaten ebenfalls Stimmung gegen Aufklärung über sexuelle Vielfalt an Schulen gemacht. Spitzenkandidat Guido Wolf hatte bereits beim CDU-Landesparteitag im Januar beklagt, dass Grün-Rot zu viel Energie für die Gleichbehandlung von Homosexuellen aufwende, was der heterosexuellen Familie schade: "Bei so viel Liebe zum Facettenreichtum fühlt sich so manche Familie, in der Mann und Frau mit ihren Kindern zusammenleben, leicht an den Rand gedrängt" (queer.de berichtete). Im einem Landtagsantrag warf die Partei der Landesregierung vor zwei Monaten erneut vor, Schwule und Lesben gegenüber Heterosexuellen zu "bevorzugen" (queer.de berichtete).

Erst vergangene Woche demonstrierten in Stuttgart bei der "Demo für alle" mehrere tausend Menschen gegen den Bildungsplan und die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben (queer.de berichtete). An dem Protest nahmen vor allem Vertreter von AfD und CDU teil. (dk)

Wochen-Umfrage: Ist die AfD eine Gefahr für die Demokratie? (Ergebnis)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 80 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 604             32     
Service: | pdf | mailen
Tags: baden-württemberg, landtagswahl, afd, jörg meuthen
Schwerpunkte:
 Demo für alle
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "AfD: Homos raus aus Schulbüchern"


 80 User-Kommentare
« zurück  12345678  vor »

Die ersten:   
#1
19.10.2015
18:13:31


(+19, 19 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar


A-uslöschungsphantasien
f-ür
D-eutschland


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
19.10.2015
18:23:02


(+20, 20 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Jörg Meuthen: "Ich finde diese plakative Zurschaustellung der Sexualität eher geschmacklos"

Ich finde die geschmacklose Zurschaustellung von Faschismus, Herrenmenschenideologie gepaart mit unsäglicher Unwissenheit, seitens der AfD absolut unerträglich und gesundheitsschädigend allein ob Ihrer Existenz!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
19.10.2015
18:25:04


(+19, 19 Votes)

Von Borchi


Ist doch klar:
Bildung ist eine Gefahr für Rechtspopulisten, die statt auf Fakten nur auf inhaltsleere Hetze setzen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
19.10.2015
18:30:58
Via Handy


(+21, 21 Votes)

Von Foxie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die AfD zeigt einmal mehr ihr wahres Gesicht. Und wer noch Zweifean deren rechter Marschrichtung hat, der schaue sich die Auftritte des Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzenden Höcke, neulich bei Günther Jauch oder in Erfurt an.
Die greifen nach der Macht! Und die von Pegida dressierten Herden jubeln!!!
WEHRET DEN ANFÄNGEN!
No AfD! No Pegida!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
19.10.2015
18:31:38


(+18, 20 Votes)

Von Armleuchter f D


Erst gestern abend bei Jauch hat ein Björn Höcke bestens dargeboten, welch' extreme Dummheit, Einfältigkeit, Schwachsinnigkeit und Blödheit in der (A)rmleuchter (f)ür (D)eutschland vorherrschen. Gibt es wirklich Menschen, die einen solchen Idioten wählen?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
19.10.2015
18:33:13


(+15, 21 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Besonders bizarr, dass die selben Leute, die gegen Aufklärung an Schulen wettern, vor der Islamisierung Deutschlands warnen und Flüchtlingen vorwerfen, nicht demokratiebereit zu sein...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
19.10.2015
18:33:52


(+14, 14 Votes)

Von Patrick1988
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Sehr geehrter Herr Meuthen, auch Ihnen würde
mehr Bildung nicht schaden. Sie haben können
keine logischen, nachvollziebare Argumente vor-
bringen. Daran kann ich feststellen , das Sie offensichtlich keine Schulausbildung haben.
Sie wissen doch: Durch die Schule bekommt ein
Mensch Bildung, und Bildung ist wissen. Das ist bei Ihnen nicht der Fall, sonst würden Sie nicht so ein
Blödsinn von sich geben!!!
Sie sind einfach nur dumm!!!
Und noch etwas: Wir Menschen der gleichgeschlechtlichen Natur werden nicht aufgeben und für unsere Rechte kämpfen.

Und in diesem Sinne, wünsche ich Ihnen von ganzen Herzen mindestens einen schwulen Sohn
und eine lesbische Tochter.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
19.10.2015
18:40:35


(+19, 19 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Patrick1988


"Und in diesem Sinne, wünsche ich Ihnen von ganzen Herzen mindestens einen schwulen Sohn
und eine lesbische Tochter."

Im Prinzip ja.... aber wünscht man den armen Kindern so einen Drecksack als Vater?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
19.10.2015
18:41:14


(+4, 6 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Armleuchter f D


Leider Millonen


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
19.10.2015
18:51:25


(+13, 13 Votes)

Von BellaDonna
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Auch wandte sich die Partei gegen "alle Versuche, Abtreibungen zu bagatellisieren, sie staatlicherseits zu fördern oder sie gar zu einem 'Menschenrecht' zu erklären".

Wenn man keine Ahnung hat, hat man zwei Möglichkeiten: Man informiert sich. Oder man hält die Fresse. Dann merkst wenigsten keiner.

Es geht ja wohl kaum darum, Abtreibungen zu fördern, sondern einer ungewollt schwangeren Frau(und es gibt trotz allen immer wieder Verhütungspannen, von sexuelle Gewalt mal ganz abgesehen) die Möglichkeit zu geben, sich für oder gegen die Schwangerschaft zu entscheiden.

Eine erzwungene Schwangerschaft, eine erzwungene Geburt und eine ungewollte Mutterschaft - sind das die Werte, für die ein Staat stehen sollte?! Viele können es sich - dank Mütterglorifizierzung zwar nicht vorstellen - aber eine Frau kann einen Embryo(oder, einen Zellhaufen und nichts anderes ist er in den ersten Wochen) auch tatsächlich als solche seelische Belastung, als Fremdkörper empfinden, dass sie ihn nicht in sich haben wollen. Und da nützt es ihnen ja wohl kaum etwas, tapfer neun Monate durchzuhalten - weil man ja das Kind zur Adoption freigeben könne. Trotzdem hat die Frau es erst einmal im Bauch. Und man stelle sich das mal vor - neun Monate. Ungewollt.

Da die Mutterliebe wie ein unumstößliches Naturgesetzt behandelt wird, sehen Abtreibungsgegner abtreibende Frauen als eiskalte, egoistische Monster.

Das dazu. Nein, Abtreibung soll nicht gefördert - sondern legal und ordentlich ermöglicht werden bis zu ihren erlaubten Frist. Und sie sollte endlich mal legal sein - kann ja nicht sein, dass das innerhalb der Frist immer noch als Strafsache behandelt wird.

"finde diese plakative Zurschaustellung der Sexualität eher geschmacklos"

Ich nehme an, auf jeden ordentlichen Fest sitzen Männer und Frauen getrennt und es käme ja niemals nicht ein braver Hetero dazu, seine Heterosexualität offen zu zeigen. Nein. Alles andere ist nur üble Nachrede.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345678  vor »


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck: "Ich bin noch lange nicht weg" Leander Haußmann will Merkel wählen – wenn sie die Ehe öffnet Bis zum Jahr 2000 durften Schwule keine Berufssoldaten werden Volker Beck: Der Beste wurde kaltherzig abserviert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt