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  • 20.10.2015, 06:07h           4      Teilen:   |

Mutmaßlicher Serienmörder vor Gericht

London: Mann soll vier junge Schwule ermordet haben

Artikelbild
Die Behörden sind durch Überwachungskameras auf den mutmaßlichen Mörder Stephen P. gestoßen

Der 40-Jährige soll sich mit den Männern online verabredet und ihnen dann GHB in einer tödlichen Dosis verabreicht haben.

In London ist ein mutmaßlicher Serienmörder verhaftet worden, der vier junge Schwule getötet haben soll. Der 40-jährige Lehrer Stephen P. aus dem Stadtteil Barking soll die Männer über szenebekannte Dating-Plattformen zu einem Treffen in seine Wohnung gelockt und ihnen dort eine tödliche Dosis der Party- und Enthemmungsdroge GHB verabreicht haben.

Die Leichen der Opfer waren in den letzten 15 Monaten in dem Stadtteil im Osten Londons gefunden worden, zwei davon auf dem Kirchhof der St. Margaret's Church, zwei weitere in der Nähe der Kirche und des Wohnorts des Mannes. Die Opfer waren zwischen 21 und 25 Jahre alt. Drei der Leichen waren im letzten Jahr innerhalb von vier Monaten entdeckt worden, die Polizei sah aber zunächst keine Verbindung zwischen den Fällen – eines der Opfer soll einen Selbstmord-Abschiedsbrief bei sich gehabt haben, der nun untersucht wird.

Nachdem am 14. September dieses Jahres erneut eine Leiche gefunden wurde, hatte die Polizei in der letzten Woche Aufnahmen von Überwachungskameras veröffentlicht, die das Opfer mit einem anderen Mann zeigen. Am letzten Donnerstag wurde P. dann in seiner Wohnung verhaftet.

Fortsetzung nach Anzeige


Motiv des mutmaßlichen Tätes unklar

Zwei der Leichen waren rund um diese Kirche gefunden worden
Zwei der Leichen waren rund um diese Kirche gefunden worden

Der mutmaßliche Täter, der in Westminster als Lehrer für Behinderte gearbeitet haben soll, wurde am Sonntag offiziell der vier Taten beschuldigt und am Montag einem Richter vorgeführt. Dort bestätigte er seinen Namen und seine Adresse und verzichtete auf ein Kautionsgesuch.

Die Anklage lautet auf den Strafttatbestand der Verabreichung eines Giftes mit dem Ziel, einen Menschen zu töten oder ihm einen schweren körperlichen Schaden zuzufügen. Am Mittwoch folgt der nächste Termin im zentralen Strafgerichtshof Old Bailey.

Die Eltern des 40-Jährigen sagten gegenüber Medien, sie könnten nicht glauben, dass ihr Sohn für die Taten verantwortlich sei. Über die sexuelle Orientierung und Motivation des mutmaßlichen Täters wurde zunächst nichts bekannt.

Eine tödliche Gefahr

"Liquid Ecstasy" (Gamma-Hydroxybutyrat/GHB) wirkt in sehr geringen Mengen euphorisierend und wird in der Szene daher auch als Sex-Droge genutzt. Allerdings warnen Aids-Hilfen und Gesundheitsbehörden wegen der schlechten Dosierbarkeit und großen Gefahren beim Mischkonsum mit Alkohol eindringlich vor der Einnahme. Bei einer Überdosierung hemmt GHB den Herzrhythmus und das Atemzentrum, was schnell zum Tod führen kann.

In Berlin war vor zwei Jahren ein Mann zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden, der mit GHB drei schwule Männer getötet hatte, um sie auszurauben (queer.de berichtete). Zwei weitere Männer überlebten entsprechende Versuche. Der Täter selbst nahm sich im letzten Jahr in einem Haftkrankenhaus das Leben (queer.de berichtete).

2008 waren in den Niederlanden zwei Männer verurteilt worden, weil sind mindestens 14 Männer betäubt, vergewaltigt und mit HIV-positiven Blut injiziert hatten (queer.de berichtete). In Deutschland war Liquid Ecstasy bis Ende 2009 als Felgenreiniger verkauft worden, bis der Bundesgerichtshof den Vertrieb verboten hatte (queer.de berichtete). (nb)

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Tags: london, ghb, liquid ecstasy, mord
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Reaktionen zu "London: Mann soll vier junge Schwule ermordet haben"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
20.10.2015
08:44:38


(-3, 7 Votes)

Von GeorgG


Serienmörder gibt es im schwulen Umfeld immer wieder.
Vor Jahren gab es in London den "Bondagemörder". Dieser verabredete sich mit schwulen Männern für eine Bondage-Session. Als er sie gefesselt hatte, tötete er sie langsam.


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#2
20.10.2015
10:03:16


(-3, 9 Votes)

Von wiking77
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vielleicht war ja auch ein Ritualmord, weil die Leichen in der Nähe einer Kirche abgelegt wurde. Eine Art Opferdarbringung.


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#3
20.10.2015
10:54:05


(-6, 8 Votes)

Von Patroklos
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Ab in den Knast und nie wieder rauslassen!


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#4
20.10.2015
11:08:45


(+5, 9 Votes)

Von wiking77
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Antwort zu Kommentar #3 von Patroklos


wenn es den einschlägigen Strafgesetzen so entspricht, dann ist es o. K. ansonsten wird sich Großbritanien als älteste Demokratie Europas sicherlich rechtsstaatlich verhalten.


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