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  • 21.10.2015, 17:52h           35      Teilen:   |

Entscheidung in Pelplin

Krzysztof Charamsa des Priesteramtes enthoben

Artikelbild
In Interviews wie diesen hatte sich Krzysztof Charamsa als schwul geoutet - und bereits damit gerechnet, das Priesteramt zu verlieren

Nach dem Verlust seiner Ämter im Vatikan durch sein Coming-out darf der Theologe nun auch keine Messen mehr lesen.

Der polnische Theologe und frühere Vatikan-Prälat Krzysztof Charamsa ist als Reaktion auf sein öffentliches Coming-out von seinem Heimatbistum als Priester suspendiert worden. Das berichten polnische Medien am Mittwoch.

Der 43-Jährige hatte sich am 2. Oktober kurz vor Beginn der Familiensynode im Vatikan als schwul geoutet (queer.de berichtete). Er war daraufhin umgehend von seinem Posten in der Glaubenskongregation entbunden worden, auch verlor er seine Lehrbefugnis an den päpstlichen Hochschulen Gregoriana und Athenaeum Regina Apostolorum in Rom.

Nun hat ihn Ryszard Kasyna, der Bischof des Bistums im pommerschen Pelplin, auch des Priesteramtes enthoben. Charamsa muss seinen Kollar und sein Priestergewand ablegen und darf keine Messen mehr lesen und keine Sakramente mehr spenden.

Eine nähere Begründung wurde zunächst nicht bekannt. In einer ersten Reaktion am Coming-out-Tag hatte Kasyny gemeint, die Erklärung des Priesters stehe "konträr zu den Schriften und Lehren der Katholischen Kirche", und Charamsa ermahnt, zum Weg der Priesterschaft zurückzufinden.

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Einsatz für Homosexuelle in der Kirche

Charamsa hält sich zurzeit in Barcelona auf, wo sein katalanischer Lebensgefährte lebt. Er hatte ihn auf einer Pressekonferenz der Weltöffentlichkeit vorgestellt, wie auch ein Manifest mit zehn Thesen zum Umgang der Kirche mit Homosexuellen. Darin forderte er u.a. die Abschaffung eines Papieres der Glaubenskongregation aus dem Jahr 2005 zur Vermeidung der Weihe von schwulen Priestern, an dem er selbst mitgewirkt hatte.

In einem Interview hatte Charamsa in der letzten Woche gesagt, dass es innerhalb der Kirche viele "fantastische homosexuelle Priester" gebe, die von ihrem Arbeitgeber sehr schlecht behandelt werden würden (queer.de berichtete). Das offizielle Homo-Verbot innerhalb des Klerus erinnere ihn an die "dunkle Vergangenheit".

"Ich verlange von der Kirche, dass sie uns (Homosexuelle) ernst nimmt, dass sie uns in die Augen schaut", hatte er der "Gazeta Wyborcza" in einem von mehreren Coming-out-Interviews gesagt. Die Stigmatisierung und schlechte Behandlung Homosexueller müsse ein Ende haben. "Ich glaube, dass ich auch deswegen Priester bin, um für diese Rechte einzustehen". (nb)

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Tags: vatikan, krzysztof charamsa, römisch-katholische kirche
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 Römisch-katholische Kirche
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Reaktionen zu "Krzysztof Charamsa des Priesteramtes enthoben"


 35 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
21.10.2015
18:06:06


(-18, 22 Votes)

Von GeorgG


Charamsa kannte, wie alle, die in der katholischen Kirche ein Priesteramt inne haben, die Spielregeln. Diese gelten für Homo- und für Heterosexuelle.


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#2
21.10.2015
18:10:21


(+9, 15 Votes)

Von Staubteufel


"Ich verlange von der Kirche, dass sie uns (Homosexuelle) ernst nimmt"

Tut sie doch. Sie traut uns beispielsweise zu, der Menschheit Niederlagen beizubringen (s. Homo-Ehe in Irland). Robert Sarah, seines Zeichens bedeutender Kardinal und Anwärter auf den Papstthron, ist gar der Ansicht, dass wir "apokalyptische Biester" und mindestens so bedrohlich wie der IS sind. Viel ernster kann man doch eigentlich kaum noch genommen werden.


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#3
21.10.2015
18:24:06


(+17, 19 Votes)

Von LasseJ
Aus Berlin
Mitglied seit 08.10.2015
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Man muss dazu aber auch sagen, dass diese "Spielregeln" ethisch mehr als fragwürdig sind.


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#4
21.10.2015
18:24:08


(-12, 18 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Den würde ich gerne mal in einem Schwulenporno sehen...


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#5
21.10.2015
18:26:34


(+3, 15 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Du würdest dich sicherlich auch gerne den Spielregeln einer faschistischen Diktatur unterwerfen, stimmt's?


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#6
21.10.2015
18:31:27


(+8, 8 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Der kann sich letztendlich glücklich schätzen, dieser schwachsinnigen, sinnlosen Ämter enthoben zu sein.

Als sicherlich sehr intelligenter Mensch kann er seine positiven Anlagen und Talente jetzt zum Wohle der Menschen einsetzen und nicht für ein weltfremdes, menschenverachtendes Wahnregime.

Der "Heilige Geist" scheint bei ihm in Form der Früchte des "Baumes der Erkenntnis" mit Kraft und Erfolg eingefahren zu sein - die Liebe hat wohl dieses Gewirr religiotischer Verflechtungen und Verknechtungen in eine gute Richtung geführt...................

Ich wünsche ihm, dass seine Augen aufgehen für die Realität des Lebens und er endlich zu erkennen vermag, was das wirkliche Leben Schönes zu bieten hat.

Vielleicht lernt er sogar, seine Fähigkeiten einzusetzen, um sich für den ihm und Anderen angetanen Psychoterror seitens seines bisherigen Arbeitgebers gebührend zu "bedanken".


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#7
21.10.2015
18:34:30


(+4, 8 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Trotz seiner bedauernswerten Vorgeschichte finde ich ihn alles in allem recht sympathisch............

...........und das will von meiner Seite einem Pfaffen gegenüber wirklich viel heißen!



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#8
21.10.2015
18:48:05


(-15, 17 Votes)

Von GeorgG
Antwort zu Kommentar #3 von LasseJ


ja, sind sie! Aber diese Spielregeln gelten zur Zeit (immer noch).


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#9
21.10.2015
19:12:27


(-11, 17 Votes)

Von Matthäus46
Antwort zu Kommentar #7 von panzernashorn


Eine Leuchte unter zahlreichen Unterbelichteten, die im Vatikan umherscharwenzeln!


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#10
21.10.2015
19:20:42
Via Handy


(+14, 16 Votes)

Von Smartakus
Aus Möhnesee (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.01.2014
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Bist Du nicht schwul oder kannst Du Dir nicht vorstellen, was es bedeutet vor etlichen Jahrzehnten in einem extrem homophoben Land aufzuwachsen? Vielen Schwulen erscheint dann das sexfreie Leben eines Priesters als Ausweg. Wie großartig aber ist seine Entwicklung und sein konsequentes Einstehen für seine Erkenntnisse.


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