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Protestaktion von LGBT-Aktivisten in Santiago de Chile (Bild: flickr / mums / by 2.0)

Ab Donnerstag werden gleichgeschlechtliche Paare auch in Chile anerkannt: Wie die Regierung mitteilt, haben sich bereits 1.600 Paare registriert, um einen "Pacto de Unión Civil" (PUC) eingehen zu können.

Das Lebenspartnerschaftsgesetz war im April von Präsidentin Michelle Bachelet unterzeichnet worden (queer.de berichtete). Die Sozialdemokratin hatte sich im letzten Jahr im Wahlkampf für die Ehe-Öffnung ausgesprochen, allerdings haben sich die Abgeordneten bislang nur durchringen können, eine "Ehe light" mit weniger Rechten als für heterosexuelle Eheleute zu beschließen. Die Lebenspartnerschaft, die auch heterosexuellen Paaren offen steht, enthält zumindest wichtige Teil-Gleichstellungen wie eine gemeinsame Renten- oder Krankenversicherung.

Regierungssprecher Marcelo Diaz erklärte, ein derartiges Gesetz sei "vor ein paar Jahren noch undenkbar" gewesen. Tatsächlich hat sich das 17 Millionen Einwohner zählende Land erst vor kurzem für Schwule und Lesben geöffnet: Homosexualität ist erst seit 1998 legal. Außerdem hat die katholische Kirche einen großen Einfluss auf die politische Debatte, ihr gehört etwa der zweitgrößte private Fernsehsender des Landes. Das hat auch Einfluss auf andere Bereiche: So sind Scheidungen für heterosexuelle Eheleute erst seit 2004 möglich; Abtreibungen sind auf Druck der Kirche nach wie vor vollständig verboten, sogar nach Vergewaltigungen oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.

In Südamerika haben bislang Argentinien, Brasilien und Uruguay die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Außerdem ist ihnen die Eheschließung in Französisch-Guyana möglich. Kolumbien und Ecuador bieten zudem eingetragene Partnerschaften an. (dk)



#1 Johannes45Anonym
  • 22.10.2015, 14:58h
  • Das ist eine sehr gute Nachricht aus Chile.

    Übrigens in linksideologisch regierten Staaten der Welt wie Venezuela, Nicaragua und Kuba oder auch Vietnam und China sind bis heute immer noch nicht Lebenspartnerschaften oder Eheöffnungen erfolgt.

    Soviel zum Thema, dass Linke Parteien sich weltweit für homosexuelle Paare und Ihre Rechte einsetzen; das Gegenteil ist der Fall. Es sind die bürgerlichen Parteien der Mitte, insbesondere liberale und grüne Parteien, die dieses Thema aufgreifen und voranbringen.

    Schlimm das in Venezuela immer noch NICHTS geschehen ist. Dort wird übrigens im Dezember 2015 in paar Wochen neu gewählt.
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#2 MariposaAnonym
  • 22.10.2015, 15:07h
  • Gracias a la izquierda presidente de Chile, Senora Bachelet por esta ley bastante progresiva!!! La iglesia catolica no le puso impedir. Bienvenido en el siglo 21. (Finde gerade die Taste für das umgedrehte Ausrufezeichen und das n mit Tilde nicht, lo siento......
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#3 MariposaAnonym
  • 22.10.2015, 15:11h
  • Antwort auf #1 von Johannes45
  • Totaler Quark, was Du da schreibst. Chile wird nämlich auch links bzw. mitte-links regiert, etwa vergleichbar mit der SPD, wenn sie nicht in einem Boot mit der schwarzen Brut sitzt. Die genannten Länder sind ja kommunistisch. Da herrscht noch ein wenig anderes Denken......
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#4 Johannes45Anonym
  • 22.10.2015, 15:36h
  • Antwort auf #3 von Mariposa
  • @Mariposa

    " Die genannten Länder sind ja kommunistisch."

    ---> Ach ein kommunistisch regiertes Land ist kein links regiertes Land ??? Das ist ja eine total verdepperte Erklärung deinerseits, wie Du den Begriff politisch "links" definierst.

    Es scheint Dir als Linkem wohl peinlich zu sein, dass Kuba, Venezuela, Nicaragua, Vietnam und China bisher in keinster Weise homosexuelle Paare stattlich anerkannt sind.

    Typisch für politisch links denkende Menschen wie Dich, dass dann auf einmal Venezuela, Kuba, China, Vietnam und Nicaragua nicht als links regiert bewertet werden.

    Wenn "Kommunismus" keine linke politische Ideologie ist: was soll es denn sonst sein ? Rechtsradikale Ideologie ???
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#5 RalfAnonym
  • 22.10.2015, 16:33h
  • Vielleicht kann man sich darauf einigen, dass jedes extremistische Regime, sei es nationalistisch, klerikal, marxistisch oder islamisch, schwulenfeindlich eingestellt ist und bestenfalls auf offene Verfolgung durch Staatsorgane verzichtet (wie China, Kuba, Weißrussland oder Venezuela), ohne aber ernsthaft gleiche Grundrechte einzuräumen.
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#6 Patroklos
#7 goddamn liberalAnonym
#8 JoonasAnonym
  • 22.10.2015, 20:09h
  • Ich finde es zwar etwas anachronistisch, im Jahr 2015, wo immer mehr Staaten die Ehe öffnen, noch eine Ehe 2. Klasse einzuführen. Aber besser als gar nichts ist es auf jeden Fall.
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#9 hugo1970Profil
#10 hugo1970Profil