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Bob McNair setzt sich dafür ein, die Diskriminierung von LGBT in Houston wieder hoffähig zu machen

Der Besitzer der Houston Texans steht in der Kritik, weil er einen Volksentscheid unterstützt, der die Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen wieder erlauben soll.
Bürgerrechtsaktivisten kritisieren Milliardär Bob McNair, den Besitzer des NFL-Teams Houston Texans, weil er 10.000 Dollar an die Anti-LGBT-Organisation "The Campaign For Houston" gespendet hat. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Richtlinie "Houston's Equal Rights Ordinance" (HERO) zu Fall zu bringen, die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität im Arbeits- und Zivilrecht untersagt.

Über die vom Stadtrat im vergangenen Jahr beschlossene Richtlinie werden die Wähler am 3. November abstimmen, nachdem die LGBT-Gegner genug Unterschriften gegen die Gleichbehandlung gesammelt hatten. Die Richtlinie war beschlossen worden, weil nach Bundesrecht lediglich Diskriminierung aufgrund von Faktoren wie Geschlecht, Religion oder Rasse verboten ist, nicht aber wegen sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität.

"Sie sabotieren Ihre eigene Marke, wenn sie so etwas Idiotisches unterstützen", kritisierte der frühere NFL-Spieler Chris Kluwe in einem Offenen Brief an den Clubbesitzer. Er wies darauf hin, dass die national Football-Liga derzeit versuche, jeden im Stadion willkommen zu heißen, auch Schwule und Lesben. Der selbst heterosexuelle Kluwe hatte sich bereits vor Jahren für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben eingesetzt (queer.de berichtete). Wie Kluwe spricht sich auch die ACLU, die größte US-Bürgerrechtsorganisation, für eine Beibehaltung der Richtlinie aus.

Extrem transphobe Kampagne

Die Spende des 78-Jährigen stieß vor allem auf Kritik, weil die Kampagne gegen die Antidiskriminierungsrichtlinie mit äußerst homo- und transphober Rhetorik zu punkten versucht. So wird etwa in einem Fernsehspot davor gewarnt, dass es die Richtlinie männlichen Sexualstraftätern erlauben würde, Frauen im Damen-WC zu belästigen. "Jeder Mann kann in eine Damen-Toilette kommen, indem er einfach behauptet, an diesem Tag eine Frau zu sein", heißt es in dem Werbefilm.

Die Richtlinie war auf Druck von Bürgermeisterin Annise Parker eingeführt worden, die Houston seit Januar 2010 regiert (queer.de berichtete). Sie war die erste lesbische Frau, die zur Bürgermeisterin einer Millionenstadt in den Vereinigten Staaten gewählt worden ist. Parker warnte, dass bei einer Abschaffung der Richtlinie der Super-Bowl 2017, das Finale der amerikanischen Football-Liga, möglicherweise nicht wie geplant in Houston stattfinden werden könne, sondern in einer LGBT-freundlicheren Stadt abgehalten werde.

In den USA gibt es beim Diskriminierungsschutz einen Fleckenteppich: So verbieten nur 21 der 50 Bundesstaaten sowie zirka 150 Städte die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung im Arbeitsrecht. (dk)

Youtube | LGBT-Gegner greifen in ihrer Kampagne tief in die Mottenkiste


#1 no_name_01
  • 22.10.2015, 17:43h
  • Möge der Shitstorm ihn treffen und ihn zur öffentlichen Entschuldigung zwingen! Spenden an örtliche LGBTIQ* als kleine Wiedergutmachung.
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#2 JoonasAnonym
  • 22.10.2015, 20:11h
  • Hoffentlich hat dieses Team, dessen Besitzer Homohass unterstützt, sportlich keinen Erfolg.

    Und hoffentlich hat diese Kampagne keinen Erfolg, so dass das Geld vergeudet ist...
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#3 Patroklos
  • 23.10.2015, 09:10h
  • Manche wissen nichts mit ihrem Geld anzufangen! Was der Typ macht ist Perlen vor die Säue werfen!
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